Mitglied inaktiv
Hallo Biggi, ich war vor ein paar Tagen bei meiner Familie zu Besuch. Meine Schwester erzählte mir dass sie am Vortag Durchfall und Erbrechen hatte und ihre Milch am Abend nix wert gewesen sei sodass sie ihrem Sohn extra einen Brei gemacht hat. Ich habe dazu erstmal nichts gesagt. Als ich mich vor meiner Familie weigerte meinem Sohn Tee zu geben mit der Begründung dass vollgestillte Kinder keine zusätzliche Flüssigkeit brauchen fuhren mich alle frech, teilweise auch böse an ich würde immer alles besserwissen ..ich solle erstmal 5 Kinder kriegen dann wüsste ich vielleicht Bescheid. Gerade eine solche szene wollte ich mir ersparen. Ich hätte aber doch gern die Rückmeldung einer Expertin und frage deshalb Dich...Ist MuMi nach einem Tag Durchfall und Erbrechen nichts wert? Ich bin ja der Meinung dass zur Milchproduktion im Falle des Falles zuerst die Mütterlichen Reserven "angenagt" werden ehe sich etwas an der MuMi ändert...und Reserven hat meine Schwester en Masse :c)) Bitte sag mir mal ob ich da richtig liege mit meinen Informationen. Danke und lg Biene
? Liebe Biene, wenn eine Frau heftigen Durchfall oder eine Magen-Darm-Grippe mit Erbrechen hat, dann kann es passieren, dass sie so sehr austrocknet, dass die Milchmenge tatsächlich zurückgeht. Doch dies geschieht eher selten und die Milch der Mutter in solchen Phasen ist keineswegs qualitätiv minderwertig, sondern es geht wirklich allenfalls die Milchmenge in besonders schlimmen Fällen von Magen-Darm-Problemen zurück. Es ist ein Ammemärchen, dass sich die Muttermilchqualität über die Ernährung wesentlich beeinflussen ließe. Auch wenn eine Mutter durch den Magen-Darm-Infekt keine Nahrung bei sich behalten kann, wird dadurch ihre Milch nicht „dünner" oder weniger sättigend. Obwohl sich Frauen in verschiedenen Ländern und unterschiedlichen Kulturen sehr unterschiedlich ernähren gibt es so gut wie keine Unterschiede in der Zusammensetzung der Muttermilch. Es ist sehr schwierig bis unmöglich, die Milchzusammensetzung deutlich über die Ernährung zu beeinflussen. Dies mag ein Schachzug der Natur sein, um das Überleben des Babys zu sichern. Ernährt sich eine Mutter nicht gut, so geht dies zunächst nicht zu Lasten der Qualität der Muttermilch, sondern zu Lasten der Mutter. Erst wenn die Reserven der Mutter erschöpft sind (zum Beispiel bei schwer unterernährten Frauen in Hungergebieten), kommt es zu Veränderungen der Muttermilch, die jedoch weniger die Qualität als die Quantität betreffen. LLLiebe Grüße Biggi
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