Mitglied inaktiv
Hallo Frau Welter, mein Sohn, 9 Wochen alt, trinkt seit einiger Zeit nicht mehr richtig, glaube ich. Die ersten Wochen hat er pro Seite immer etwa 7-10 Minuten getrunken. Dann hatte ich vor zwei Wochen einen Milchstau in der linken Brust und Noah fing an, an dieser Brust schlechter zu trinken. Es äußert sich so, dass er nach etwa 3-5 Minuten abgeht, dann suchend wieder dran, sofort wieder ab, ein bisschen weint, wieder suchend dran, direkt wieder ab usw. Ich habe dann immer das Gefühl, dass nicht genug Milch kommt, denn selbst wenn er mal 5-6 mal kräftig gesaugt hat, konnte ich ihn nicht schlucken hören und er hat dann auch keine Milch im Mund (zumindest nicht sichtbar). Seit etwa einer Woche fängt diese Schererei nun auch an der rechten Brust an. Ich habe mir schon den Beitrag weiter unten durchgelesen, wo das Kind an der Brust anfängt zu schreien, aber an eine Saugverwirrung mag ich nicht glauben (Noah bekommt hin und wieder einen Schnuller), denn z. B. morgens, wenn meine Brust richtig voll ist (Noah schläft 8-9 Stunden am Stück von Anfang an :-) ) dann trinkt er richtig gut, ohne dieses Gemecker. Was mir auch aufgefallen ist, ich schlafe nachts ohne BH mit Handtuch. Morgens war das Handtuch immer ordentlich nass, seit ein paar Tagen aber ist die Brust zwar auch morgens sehr voll, aber irgendwie nicht so voll wie früher und es läuft auch nix mehr aus. Trotz alledem hat Noah einige nasse Pampers täglich und bisher nimmt er auch zu. Unzufrieden scheint er auch nicht zu sein. Können Sie mir helfen, was es sein könnte? Danke schön LG Melli
Liebe Melli, eine weiche Brust ist kein Hinweis auf zu wenig Milch. Es ist absolut normal, dass die Brust nach einiger Zeit wieder weich und bei manchen Frauen auch wieder kleiner wird. Das ist eher ein Zeichen, dass sich die Stillbeziehung eingespielt hat, aber nicht, dass die Milchmenge zurückgegangen ist. Gerade das, was Sie beschreiben (gutes Trinken am Morgen und bei voller Brust), spricht für ein saugverwirrtes Kind. die Trinktechniken an Brust und Flasche (künstlichem Sauger) unterscheiden sich grundlegend. Manche Kinder kommen mit dem Wechsel zwischen den beiden Techniken nicht klar und versuchen dann mit der falschen Technik an der Brust zu trinken. Das funktioniert nicht, das Kindbekommt an der Brust keine oder nur wenig Milch, ist frustriert und lehnt die Brust dann im schlimmsten Fall sogar ab. In dieser Situation spricht man dann von einer Saugverwirrung. Nun kann ein verhängnisvoller Kreislauf beginnen: da das Kind mit der falschen Technik an der Brust trinkt, wird es an der Brust hektisch, saugt an, lässt wieder los, dreht den Kopf hin und her schluckt viel Luft (die wiederum führt möglicherweise zu Bauchproblemen) und da es die Brust nicht mehr richtig stimuliert kommt es zu einem Rückgang der Milchmenge und damit zu weiterem Zufüttern, wenn dieser Kreislauf nicht unterbrochen wird. Eine Saugverwirrung ist alles andere als lustig und Stillberaterinnen wissen aus Erfahrung nur zu gut, warum sie künstlichen Saugern wie Schnuller und Flasche kritisch gegenüberstehen, denn beide bescheren uns immer wieder eine Menge „Beschäftigung". Ich kann hier am PC aus dem, was mir die Frauen schildern, bestimmte Rückschlüsse ziehen und mehr oder weniger allgemeine Tipps geben, doch das ersetzt in vielen Situationen niemals die direkte Beratung durch eine Stillberaterin vor Ort. Bitte wenden Sie sich deshalb an eine Kollegin vor Ort, die Euch SEHEN kann und so sehr viel gezielter beraten kann. Adressen von Stillberaterinnen finden Sie im Internet unter: http://wwwlalecheliga.de (Stillberaterinnen der La Leche Liga), http://www.afs-stillen.de (Stillberaterinnen der Arbeitsgemeinschaft freier Stillgruppen) oder http://www.bdl-stillen.de (Still- und Laktationsberaterinnen IBCLC). LLLiebe Grüße, Biggi
Mitglied inaktiv
Hallo Frau Welter, danke schön für Ihre Antwort #12. Ich habe gestern noch ein bisschen weiter in Ihrem Forum gestöbert und glaube nun auch an eine Saugverwirrung. Noah hat auch heute keinen Schnuller bekommen, dieser ist gestern abend direkt in die letzte Ecke meines Küchenschrankes gewandert :-) Die Flasche hat er vor einigen Wochen zwei mal bekommen, als mein Opa beerdigt wurde, da hatten wir allerdings keine Probleme hinterher mit dem Stillen. Seither steht aber auch die Flasche wieder ganz hinten im Schrank. Eine Frage hätte ich aber noch. Bei einer Saugverwirrung wird aber trotzdem der Milchspendereflex ausgelöst, oder? Denn der setzt bei mir nach wie vor auf beiden Brüsten ein, sobald Noah 2-3 mal gesaugt hat.
Liebe Melli, auch bei einer Saugverwirrung wird der Milchspendereflex ausgelöst. Ich bin gespannt, ob es besser klappt, wenn Sie auf den Schnuller verzichten! Schreiben Sie mir in ein paar tagen noch einmal, ich würde mich freuen! LLLiebe Grüße, Biggi
Mitglied inaktiv
Hallo Frau Welter, ich hoffe, es bleibt so, aber es ist tatsächlich schon besser geworden. Habe seit gestern abend ja keinen Schnuller mehr gegeben. Ob es jetzt daran lag, weiß ich nicht, aber seid heut mittag trinkt er deutlich besser (ich achte aber auch darauf, dass wir viel Ruhe beim Stillen haben) Vielen Dank nochmal LG Melli
:-)))) Biggi
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