Beffi1980
Hallo Ihr Lieben, mein Sohn Bruno wird am Freitag schon 1 Jahr alt. Seit April haben wir sukzessive mit der Beikost gestartet und alle Mahlzeiten mittlerweile ersetzt. Ich stille Bruno morgens nach dem Aufwachen im Bett, noch tagsüber bei Bedarf und mehrmals in der Nacht. Das nächtliche Stillen ist genau mein „Thema“, das mich total verunsichert: Weil Bruno ein schlechter Schläfer ist, haben wir einen Schlafcoach zurate gezogen. Die Schlafenszeiten werden zwar schon deutlich besser, aber er wacht meistens um 1 bzw. 3 Uhr auf und lässt sich häufig nur durch die Brust beruhigen. Er verbleibt dann bei uns im Elternbett und wird wieder gegen 5 Uhr wach. Bis wir um 7 Uhr aufstehen, hat er alle 30-45 Minuten die Brust gefordert. Er trinkt jeweils ca. 10 Minuten. Der Schlafcoach empfiehlt dringend, dass ich nachts abstillen soll, damit Bruno ausreichend Schlaf bekommt. Außerdem würden Kinder in dem Alter definitiv ohne nächtliche Mahlzeit auskommen. Das Problem sei hausgemacht und der Vorschlag ist, dass ich 4 Tage meinen Mann mit dem Kind alleine lasse. Irgendwie fühlt sich das für mich nicht richtig an. Aber was kann ich tun, damit der nächtliche Schlaf besser wird und Bruno auch ohne das Stillen wieder in den Schlaf zurückfindet. Außerdem die Frage: Haltet Ihr es für falsch, nach dem Aufwachen mit dem Kind zu kuscheln und ihn dabei zu stillen? Auch hier ist der Tipp des Coachs, das Bett als einen still-freien Ort zu etablieren und sofort aufzustehen und zu frühstücken. Vielen Dank im Voraus für Eure Hilfe, Steffi
Liebe Steffi, der immer wieder verbreitete Gedanke, dass ein Baby ab sechs Monaten (oder einer anderen Altersgrenze) nachts nicht mehr aufwachen darf und nachts keine Nahrung mehr braucht entspringt in keinster Weise dem natürlichen Verhalten und den Bedürfnissen eines Babys oder Kleinkindes, sondern er entstammt dem verständlichen Wunsch der Erwachsenen, die gerne ihre Nachtruhe hätten. Eine Studie von Jelliffe und Jelliffe ergab, dass Babys im Alter von 10 Monaten mindestens 25 % ihrer Muttermilchaufnahme nachts zu sich nehmen. Das spricht eindeutig dafür, dass Babys auch nach den ersten sechs Monaten nachts noch hungrig sind. Wenn Sie jetzt für sich beschlossen haben, dass Sie Ihren Sohn abstillen wollen, so kann ich Ihnen nur davon abraten es auf durch „kalten Entzug" zu tun (z.B. ein Wochenende verreisen). Erstens kann dies zu einem schweren Bruch in der Beziehung zwischen Ihnen und Ihrem Kind führen und zweitens gibt es keine Garantie, dass Ihr Sohn nach einem Wochenende oder einer Woche, die Sie verschwunden waren nicht doch weiter an die Brust will. Liebevolles Eingehen auf die Bedürfnisse der Kinder, ihnen die Zeit lassen, die sie brauchen, um jeweils den nächsten Schritt zu meistern, das ist der Tipp, den ich allen Eltern nur wärmstens ans Herz legen kann. Lieben Gruß Biggi
Beffi1980
Liebe Biggi, herzlichen Dank für Ihre Antwort! Ja, das ist auch mein Gefühl, dass das nicht der richtige Weg sein kann, Bruno auf Entzug zu setzen. Ich würde ihm gerne weiterhin das geben, was er nachts braucht. Und wenn die Brust für ihn die nächtliche Nahrungsaufnahme bedeutet und Nähe, dann soll er das bekommen. Viele Grüße, Steffi
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