Sunny Bee
Hallo, Ich hab mal wieder eine Frage, die mich ganz doll beschäftigt: Meine Tochter ist jetzt etwas über sechs Monate und bekommt Mittags-, Nachmittags- und Abendbrei. Ich weiß es ist schon viel Brei und ich habe auch früh damit angefangen, weil der Kinderarzt und die Hebamme dazu rieten. Im Nachhinein betrachtet war es auch ein Fehler und zu früh. Aber da ich nicht immer hin und her schwenken wollte, habe ich meiner Tochter immer ein paar Löffel Brei gegeben und wenn sie nicht mehr wollte gestillt, falls sie noch die Brust wollte. Sie hat auch bis vor zwei Wochen so wenig Brei gegessen, dass es eher stillen war, womit ich kein Problem hatte. Seit zwei Wochen isst sie aber sehr gut Brei, immer zwischen einen halben und einem ganzen Glas. Dazu trinkt sie Wasser aus dem Glas. Nun zu meiner eigentlichen Frage: Meine Milch ist natürlich schon deutlich weniger geworden. Sie trinkt nur noch nachts, morgens, gegen 10, und abends Milch. Da ich sie aber zwischen 10 Uhr und 20 Uhr nicht stille, hab ich Angst, dass die Milch nicht mehr reicht... heute hat sie sogar von 8 Uhr bis 20 uhr keine Milch getrunken, obwohl ich es ihr immer wieder angeboten habe. Ich hab deshalb extra abgepumpt. Wie sieht es aus? Passt sich der Körper an? Oder könnte sie Milch weniger werden. Das Problem ist, dass meine Tochter nachts ganz oft kommt und nuckeln möchte, also nicht wirklich trinkt. Aber da ist Stillen halt sehr viel komfortabler als die Flasche. Da ich immer weniger Milch habe, hab ich aber auch schon darüber nachgedacht abzustillen.
Liebe Sunny Bee, Dein Kind ist viel zu jung für so viel Beikost und Du solltest entweder wieder vermehrt stillen oder die Flasche geben. Du kannst einfach wieder öfters anlegen und somit die Milchmenge steigern oder aber Du gibst noch die Flasche. Mit sieben bis neun Monaten braucht das Kind noch mindestens drei Milchmahlzeiten, mit zehn bis zwölf Monaten noch mindestens zwei. Statistisch gesehen stillen sich die Mehrzahl der Kinder, denen der Zeitpunkt des Abstillens selbst überlassen wird irgendwann zwischen den zweiten und vierten Geburtstag ab, wobei es Abweichungen nach unten wie nach oben gibt. In diesem Alter entscheidest Du, ob Du abstillst oder nicht. Du kannst ganz langsam eine Mahlzeit nach der anderen ersetzen. Sobald sich die Brust gespannt anfühlt oder schmerzt, solltest Du entweder gerade so viel Milch ausstreichen, dass die Spannung nachlässt oder (falls die Brust nicht gestaut ist und "nur" schmerzt) die Brust kühlen. Bitte streiche wirklich nicht mehr aus, als unbedingt notwendig, sonst wird die Milchproduktion wieder angeregt. Deine Brust wird sich daran gewöhnen, dass die Nachfrage nicht mehr gegeben ist und die Milchproduktion immer weiter verringern und schließlich ganz einstellen., aber sie braucht etwas Zeit dazu. Es ist auch empfehlenswert, den Salzkonsum während des Abstillens einzuschränken. Es ist nicht notwendig die Flüssigkeitszufuhr einzuschränken, trinke entsprechend deinem Durstgefühl. Ein Einschränken der Trinkmenge (wie es leider immer noch häufig empfohlen wird) ist nicht empfehlenswert. Trinke entsprechend deinem Durstgefühl. Was hingegen hilfreich sein kann, ist das Einschränken des Kochsalzkonsums. Auch solltest Du keinesfalls die Brust hochbinden. Was hilfreich sein kann ist ein gut sitzender, stützender BH, der jedoch keinesfalls einengen darf. Wenn Du keine Probleme mit einer prallen, schmerzhaft spannenden Brust oder einem Milchstau usw. (mehr) hast, besteht kein Handlungsbedarf mehr. Deine Brust wird ganz allmählich die Milchproduktion vollständig einstellen und noch in der Brust vorhandene Milch wird vom umgebenden Gewebe resorbiert werden. (Keine Sorge, die Milch in der Brust wird nicht `schlecht"). Falls Du dich für naturheilkundliche oder homöopathische Mittel zur Unterstützung des Abstillprozesses interessierst, wende dich bitte an einen entsprechend ausgebildeten Arzt oder eine Hebamme.. LLLiebe Grüße Biggi
Sunny Bee
Ach noch eine Frage: Wie gehe ich am Besten beim Abstillen vor? Sollte das Kind den Zeitpunkt bestimmen?
Ähnliche Fragen
Hallo, wie komm ich da bloß wieder raus? Seit mehr als vier (!) Monaten (seit meine Tochter ca. 5 Mon. alt ist bis jetzt, gut 9 Mon.) wacht sie JEDE Nacht mindestens 3 Mal auf und will gestillt werden. Ganz selten sind es “nur” 2 Mal, oft genug auch mehr als drei. Sie schläft ca. 2 Stunden lang, dann wacht sie auf und schläft nur mit Brust weite ...
(Erneutes Posten, da ich auf meinen Beitrag keine Antwort erhalten habe) Hallo Fr. Welter, unser genau 8 Monate altes Baby möchte seit ungefähr drei Wochen nachts wieder häufiger trinken. Wir waren bereits bei teilweise 1-2 Mal stillen in der Nacht und sind jetzt bei 3-4 Mal. Nach dem letzten Stillen vor dem Bettgehen hatte er schon oft ...
Guten Tag Frau Welter, unser Sohn wird im Februar 1 Jahr alt. Abends stille ich ihn in der Regel zum Einschlafen und warte, bis er von selbst die Brust loslässt. Nach ca.20-30 Minuten wacht er wieder auf,trinkt nochmal einen Schluck und schläft dann, wenn ich Glück habe, ein bis zwei Stunden. Sobald ich allerdings ins Bett komme (er schläft b ...
Liebe Biggi, meine Tochter ist 18 Monate alt. Im Moment hat sie eine sehr anstrengende Phase, in der sie Nachts ständig nuckeln möchte aber auch dabei unruhig ist. Sämtliche Versuche, einfache Gründe zu finden und zu eliminieren (Hunger, Durst etc) sind gescheitert. Da sich meine Rückenprobleme durch diese dauernde nächtliche Zwangshaltung sehr ...
Liebe Biggi, vor zwei Wochen habe ich stufenweise und langsam abgestillt. Zunächst am Tag, dann in der Nacht. Meine Tochter (22 Monate) isst seit dem ständig und sehr viele kleine Portionen über den Tag verteilt. Gegen Abend versuche ich, dass sie etwas mehr isst, um wirklich gesättigt in die Nacht zu gehen. Am Anfang wollte sie sobald wir i ...
Liebe Biggi, mein Sohn ist 8,5 Monate alt. Bis er 4,5 Monate alt war, hat er super geschlafen. Seitdem ist der Schlaf sehr schlecht geworden und er wird nachts alle 40 Minuten wach und verlangt die Brust zum weiterschlafen. Alles andere akzeptiert er nicht und schreit solange, bis er gestillt wird (auch keinen Schnuller). Mittlerweile schläf ...
Hallo Biggi, ich möchte meine bald 2-jährige Tochter gerne nachts abstillen und am liebsten auf sanftem Wege, weil sie noch ein echter Busen-Fan ist. Ich war bei einer Stillberaterin und sie empfahl mir grob folgendes Schema: Am Abend auf dem Sofa Stillen, dann Abend-Routine. Dann meine Brust mit Pflaster abkleben, vorher Bitterstoff auftr ...
Liebe Frau Welter, ich wende mich mich einer Frage an Sie, weil ich wirklich müde bin 😅 Unsere Tochter (13 Monate) wird nachts noch gestillt. Tagsüber isst sie gut und verlangt die Brust seit einiger Zeit überhaupt nicht mehr. Nachts kommt sie dafür alle 30-60 Minuten. Mal gibt es dazwischen eine Pause von 1,5 Stunden, aber länger schläft s ...
Hallo liebe Frau Welter, langsam bin ich mit meinem Latein am Ende und vom Schlafmangel mehr als mitgenommen. Mein Kind, fast 16 Monate, stille ich noch zum Schlafen und in der Nacht bei Bedarf. Seit gut einem Monat hat er nachts mindestens zwei Stunden lange, teilweise auch noch längere, Phasen, in denen er intensiv stillen will - und dabe ...
Liebe Biggi, mein Baby ist jetzt grade eine Woche alt und bis jetzt klappte das Stillen ganz gut. Seit gestern ist es allerdings sehr unruhig beim Trinken und besonders beim Anlegen. Mir wurde beigebracht, dass das Kind beim Stillen den Kopf extrem überstreckt. Ich soll also nicht wie oft im Internet steht mit der Nase vor der Brustwarze starte ...