Yvonne2017
Liebe Biggi, heute muss ich auch Ihren Rat einholen und bin froh, dass es diese Möglichkeit hier gibt. Vielen Dank dafür! Ich bin glückliche Mutter eines gesunden und munteren Sohnes von 15 Wochen. Er ist ein ausgeglichenes Kind. Das Stillen klappt aktuell (toi, toi, toi) ganz gut. Anfangs gab es aufgrund eines kurzen Zungenbändchens Probleme, aber der Kleine hat immer gut zugenommen und die Anzahl der erforderlichen nassen Windeln bei Stillkindern hat er immer erreicht. Er ist kein langer Trinker und schafft so ca. 5-10 Minuten pro Mahlzeit und meldet sich alle 2-3 Stunden. Am Anfang hat er öfters gemeckert, so dass ich ihn tagsüber oft direkt nach dem Schlaf (quasi schlaftrunken) angelegt habe. Nachts hatte er bis vor ca. 3 Wochen Phasen, in denen er auch 4 Stunden ohne Stillen auskam. Nun ist es so, dass er nächtlich circa alle 1,5-2 Stunden wach wird (was ich jetzt nicht schlimm finde). Ich habe geschaut, ob er sich selbst beruhigen kann, habe ihm ruhig zugeredet, gestreichelt, aber es endet quasi immer, dass ich ihn stille. Er trinkt dann auch sehr gut (er ist sowieso nicht derjenige, der gerne nuckelt) und lässt sich dann auch ohne Probleme wieder in sein Beistellbett legen und schläft wieder ein. Meine Frage: ist er vielleicht dadurch, dass ich ihn tagsüber anfangs schlaftrunken an die Brust gelegt habe, gewohnt nach jedem Aufwachen zu trinken? Ist es häufiger, dass so kleine Babys so oft nachts trinken? Vielen Dank im Voraus für Ihre Antwort! Viele Grüße Yvonne
Liebe Yvonne, es ist sogar völlig normal :-) und liegt sicher nicht daran, dass Du immer gleich angelegt hast! Das Schlafverhalten hängt nicht unbedingt oder nur in extrem geringem Maße von der Ernährung ab. Gerade in der Zeit ab etwa vier bis sechs Monate wachen viele Babys (wieder) vermehrt auf. Dies liegt nicht an der Ernährung des Kindes, sondern ist entwicklungsbedingt. Deshalb ist die Einführung von fester Nahrung oder künstlicher Säuglingsnahrung auch keine Garantie für angenehmere Nächte. Die Kinder beginnen um diesen Zeitraum die Welt sehr konkret zu erleben, sie müssen das am Tag Erlebte in der Nacht verarbeiten, sie lernen neue Fähigkeiten (umdrehen, robben, krabbeln, gezieltes Greifen ...), sie beginnen den Unterschied zwischen fremd und bekannt zu erkennen. All dies ist ungeheuer aufregend und auch anstrengend. Dazu kommt, dass sich die Zähne verstärkt bemerkbar machen, dass vielleicht die erste Erkältung kommt und, und, und ... Der scheinbare Rückschritt im Schlafverhalten ist eigentlich ein Fortschritt, denn er zeigt, dass die Entwicklung des Kindes voranschreitet. Wenn es Dich also nicht stört, darfst Du Dein Kerlchen einfach genießen - Du machst NICHTS falsch, sondern alles goldrichtig! Ganz liebe Grüße Biggi
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