Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

nächtliches Marathon-Stillen

Frage: nächtliches Marathon-Stillen

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Hallo, mein kleiner ist erst zwei Wochen alt, seit dem Entbindungstag ist er nachts bzw. gegen morgens ab ca. 00.30 Uhr bis ca. 05.00 / 07.30 Uhr Dauertrinker. Sobald er aufhört zu trinken und ich ihn neben mir lege oder auf mir lege (schläft von Anfang an bei mir im Bett -hatte mit der Wiege keine Chance), fängt er an zu weinen und sucht sofort wieder die Brust - ist auch nur so wieder zu beruhigen. Während dieses Zeitraums kommen wir höchstens auf eine sehr unruhige Schlafstunde. Mittlerweile bin ich sehr erschöpft. Ich habe schon eine fast 6-jährige Tochter die Langzeitgestillt wurde (2 Jahre u. 8 Monate) deswegen würde ich nie abstillen, obwohl manchesmal meine Nerven schon sehr angespannt sind. Probleme gab es damals auch aber nicht mit Dauerstillen, sie war ein sehr intensives Brustkind. Ich dachte beim 2.ten Kind ist alles einfacher, aber falsch gedacht. Woran kann es liegen das der Kleine nur zu den bestimmten Zeiten Theater macht und fast 5 Stunden an der Brust hängt? Tagsüber hat er einen Rythmus von alle 2-3 Stunden trinken - mittlerweile aber auch unruhiger. Ich wohne in Bochum Postleitzahl 44793 / 44787. Gruss Claudia


Biggi Welter

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? Liebe Leonie, Geduld, das wird bald besser. So kleine Babys wollen durchschnittlich zwischen acht und zwölf Mal innerhalb von 24 Stunden an die Brust. Muttermilch ist innerhalb von 60 bis 90 Minuten verdaut und der Organismus eines Babys ist auf häufige Mahlzeiten eingestellt. Dabei ist es nun nicht unbedingt immer so, dass ein Kind zügig zwanzig Minuten trinkt und sich dann nach drei Stunden das nächste Mal rührt, sondern es kommt immer wieder zu Stillepisoden, die so ablaufen: das Kind trinkt eine kurze Weile, hört auf, döst vielleicht sogar weg und beginnt erneut kurz zu trinken usw. Dieses Clusterfeeding und ist absolut normal für kleine Babys und vor allem am späten Nachmittag und abend kommt es verstärkt zu solchen Cluster-Phasen. Dazu kommt, dass in bestimmten Alterstufen Wachstumsschübe zu erwarten sind, in denen die Baby manchmal schier ununterbrochen an die Brust wollen. Ihr Kleiner hat die für dieses Alter absolut typische Clusterfeeding in die Nacht gelegt, aber das wird sich ändern. Sie sind noch Wöchnerin und gehören mit Ihrem Kind ins Bett. Leider wird diese Wochenbettzeit heute oftmals nicht mehr so ernst genommen und von der Frau erwartet, dass sie gleich wieder „durchstartet“. Aber machen Sie sich jetzt wirklich das Leben so einfach wie möglich und nehmen Sie jede Unterstützung an, die Sie bekommen können. Die Zeit, die Sie jetzt in Ihre Erholung investieren, ist eine langfristige Investition. Die nächstgelegene LLL-Stillberaterin können Sie bei Frau Heike Houben Tel.: 02822-989787 erfragen. LLLiebe Grüße Biggi Welter


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