Mitglied inaktiv
Hallo Biggi, ich bin gerade (bzw. schon lange) ziemlich fertig mit den Nerven. Unser Sohnemann ist inzwischen 28 Monate alt und möchte noch gaaaanz arg oft gestillt werden, natürlich auch zum Einschlafen. Leider ist mein Mann schon seit langem total dagegen, "in diesem Alter macht man das nicht mehr, das ist doch pervers". Und irgendwelchen Argumenten ist er auch nicht besonders zugänglich. Kurz und schlecht: ich halte diese Situation so langsam nicht mehr aus. Leider funktionieren die "Tricks", die du sonst hast (ablenken, nicht anbieten und so) nicht, da mein Kleiner ganz genau weiß, was er will. Wir haben jetzt auch ein paar mal probiert, ob er sich von Papa ins Bett bringen lässt bzw. nachts beruhigen lässt, aber eigentlich keine Chance! Hast du irgendeinen Erfahrungswert, wie lange wir durch die "Schreiphase" müssten, wenn ich das Neinsagen durchhalte, und auf die läufts wohl leider doch raus? Ist es einem so alten Kind nicht doch zuzumuten, vom Papa, den es liebt und der sich wirklich super und oft um ihn kümmert, getröstet zu werden? Liebe, ziemlich ratlose Grüße, Sabine
? Liebe Sabine, ich fürchte, dass dein Kind nur deine eigene Zerrissenheit widerspiegelt. Denn deinen Zeilen entnehme ich, dass nicht DU abstillen willst, sondern dein Partner drängt darauf. Solange Du selbst nicht zum Abstillen bereit bist, wird dein Kind deine Zweifel spüren und nur noch vehementer nach der Brust verlangen, denn deine Zweifel verunsichern es. Ich halte nichts davon, dass ihr das Kind jetzt weinen lasst, um etwas zu erzwingen, von dem Du nicht überzeugt bist. Ich denke, dass hier ein klärendes Gespräch zwischen deinem Mann und dir notwendig ist, in dem ganz klar formuliert wird, dass es nicht möglich ist, einem Kind auf der einen Seite ambivalente Botschaften zu signalisieren und auf der anderen Seite zu erwarten, dass das Kind sich dann gelassen in ein für es unklares Schicksal ergibt. Wenn Du für dich zu dem Schluss gekommen bist, dass DU abstillen willst, dann wird dein Kind dies als klare Botschaft empfangen und dann funktionieren auch die „Tricks". Doch solange diese Klarheit nicht besteht, wird das Abstillen schlicht und ergreifend ein schrecklicher Kampf mit viel Tränen (sichtbaren und unsichtbaren) bei dir und dem Kind. LLLiebe Grüße Biggi
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