Mitglied inaktiv
Hallo! Ich hatte vor ein paar Wochen schon mal geschrieben, dass ich das stillen meiner Tochter auf dreimal pro Tag plus nachts nach Bedarf reduziert habe, da ich wieder schwanger bin. Sie hat das auch super akzeptiert (ist fast 20 Monate alt). Nun hatte ich aber vorletzte Nacht solche Schmerzen beim stilln, dass ich von da an gesagt hab:es geht nicht mehr. Seitdem war sie nicht mehr dran. Ich habe ihr morgens gesagt, sie könne sich von den Titis verabschieden, sie hat dann auch Tschüß gesagt. Ich habe ich auch erklärt, dass es weh tut und einfach nach 1,5 Jahren die Zeit da ist aufzuhören, dass Mama einfach nicht mehr kann, auch wenn es mir sehr leid tut. Ich habe das Gefühl, die versteht das gut, letzte Nacht hat sie natürlcih trotzdem viel geweint und ich bin die ganze Nacht bei ihr geblieben. Ich biete ihr immer an zu kuscheln, lese ihr jetzt abends was vor, und gestern (erster abend ohne titi) bin ich bei ihr geblieben bis sie schlief. Trotzdem habe ich ein schlechtes Gewissen, weil ich so holter die polter aufgehört hab, ich wollte das so auch nie und bin traurig, aber es geht echt nicht mehr. Meinen Sie, meine Maus nimmt irgendwie Schaden davon?? Und was kann ich tun, um meine Milchproduktion schnell zu senken, ohne das es dem Baby im Bauch schadet? Vielen Dank schonmal fürs lesen! Vg vom Schnubbel
Liebe Schnubbel, Sie sind nun in einer Situation, in der Kompromisse geschlossen werden müssen und ich bin sicher, dass Ihr Baby das gut verkraften kann. Wenn Sie viel Ruhe bekommen und Zeit für viele Kuschel und Streicheleinheiten für den Ihr Kind haben und vor allem fest hinter dem Entschluss stehen, dass das Stillen nun aufhört, dann wird Ihr Kind Ihre Entscheidung akzeptieren. Sicher wird es nicht ganz ohne Tränen und Kummer (von beiden Seiten) abgehen, doch wie gesagt: Das Leben ist nicht immer der Idealfall und wir müssen uns immer wieder mit bestimmten Tatsachen arrangieren. Wichtig ist, dass Ihr Kind weiterhin Ihre Liebe und Zuneigung spürt. Es muss erkennen können, dass Sie ihm zwar die Brust, aber nicht Ihre Liebe entziehen. Ich würde dabei allerdings das neue Baby beim Erklären aus dem Spiel lassen, nicht dass das Kind den Eindruck erhält, dass das neue Baby „Schuld" ist, dass es nicht mehr stillen darf. Sollte die Brust jetzt zu voll werden und zu spannen beginnen, können Sie gerade soviel Milch vorsichtig ausstreichen oder abpumpen, dass die unangenehme Spannung nachlässt und Sie sich wieder wohl fühlen. Nicht mehr Milch entleeren als unbedingt notwendig, da sonst die Milchbildung weiter angeregt wird. Zusätzlich können Sie die Brust kühlen. Die Erfahrung zeigt, dass es beim Abstillen hilfreich sein kann, wenn die Frau den Salzkonsum einschränkt. Keinesfalls einschränken sollten Sie Ihre Trinkmenge. Sie sollten sich weiterhin nach dem Durstgefühl richten. Ehe sich die Milchmenge durch eine Verringerung der Flüssigkeitszufuhr vermindern würde, bekämen Sie massive Kreislaufprobleme und Kopfschmerzen. Die Empfehlung die Trinkmenge zu reduzieren gehört wirklich endgültig in die Mottenkiste der nicht ratsamen Tipps. Es gibt auch naturheilkundliche und homöopathische Mittel, um den Abstillprozess zu unterstützen, wenn Sie sich hierfür interessieren, wenden Sie sich bitte an eine entsprechend ausgebildete Ärztin/Arzt oder eine Hebamme. LLLiebe Grüße Biggi
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