Scarlett79
Hallo, mein Sohn ist jetzt genau 7 Wochen alt und ich stille ihn voll. Er kommt so zwischen 1,5 Stunden bis 2,5 Stunden. Manchmal auch alle 45 Minuten, besonders gegen abend. Dafür trinkt er nachts nur alle 3-4,5 Stunden und er hat immer volle Windeln. Bei der Geburt (3Wochen zu früh per KS) wog er 3410 gr. und jetzt mit genau 7 Wochen 5600 gr. Der KiA ist sehr zufrieden mit auch und hat auch nichts gesagt wegen den kurzen Stillabständen. Heute war ich beim FA zur Nachsorge. Ich berichtete ihm vom Stillen und er meinte dann ich solle überlegen zuzufüttern oder auch abzupumpen, da es sein kann, dass mein Kleiner zuwenig Milch bekommt (statt 90ml vllt. nur 40 ml) und er deshalb so oft kommt und nachts völlig erledigt ist und daher auch nicht so oft kommt. Ist das wirklich so? Natürlich ist es sehr anstrengend sooft zu stillen, aber ich mache es gerne und der Gedanke ans Abstillen löst in mir Horrorvorstellungen aus, denn ich möchte ihn gerne noch bis mind. zum 4, Monat stillen. Was könnte ich denn tun, um die Milchmenge zu erhöhen? Sollte ich mir vllt. eine Stillberaterin an die Seite nehmen? Danke schon mal für die Antwort. Claudia
Liebe Claudia, Sie machen alles absolut richtig und Ihr Kind gedeiht ganz wunderbar! Ob ein Kind gedeiht können Sie bei einem vollgestillten Baby an den folgenden Anzeichen erkennen: o mindestens fünf bis sechs nasse Wegwerfwindeln hat (um zu sehen wie nass "nass" ist, können Sie sechs Esslöffel Wasser auf eine trockene Windel geben). Diese Regel gilt aber nur für voll gestillte Kinder, das heißt das Baby bekommt nichts außer Muttermilch (kein Wasser, Tee, Saft usw.). o in den ersten sechs Wochen täglich mindestens zwei bis vier Stuhlentleerungen (später sind seltenere Darmentleerungen normal) o eine durchschnittliche wöchentliche Gewichtszunahme von mindestens 110 g pro Woche ausgehend vom niedrigsten Gewicht (mit zunehmendem Alter verringert sich die durchschnittliche Gewichtszunahme), o eine gute Hautfarbe und eine feste Haut, o Wachstum in die Länge und Zunahme des Kopfumfangs o ein aufmerksames und lebhaftes Verhalten des Babys in den Wachphasen. Ein so kleines Baby will durchschnittlich zwischen acht und zwölf Mal innerhalb von 24 Stunden an die Brust. Muttermilch ist innerhalb von 60 bis 90 Minuten verdaut und der Organismus eines Babys ist auf häufige Mahlzeiten eingestellt. Dabei ist es nun nicht unbedingt immer so, dass ein Kind zügig zwanzig Minuten trinkt und sich dann nach drei Stunden das nächste Mal rührt, sondern es kommt immer wieder zu Stillepisoden, die so ablaufen: das Kind trinkt eine kurze Weile, hört auf, döst vielleicht sogar weg und beginnt erneut kurz zu trinken usw. Dieses Clusterfeeding und ist absolut normal für kleine Babys und vor allem am späten Nachmittag und Abend kommt es verstärkt zu solchen Cluster Phasen. Rein wissenschaftlich gesehen ist es so, dass das Baby durch den Stillmarathon die Prolaktinausschüttung anregt und so dafür sorgt, das die Milchbildung angeregt wird und genügend Milch für das Kind zur Verfügung steht. Lassen Sie sich nicht verunsichern! Ich kann Ihnen gerne empfehlen, einmal ein Stillgruppentreffen zu besuchen oder zumindest einmal mit einer Stillberaterin in Ihrer Nähe ein direktes Gespräch (auch am Telefon) zu führen. Viele Unsicherheiten lassen sich im direkten Gespräch sehr viel besser ausräumen und der Austausch mit anderen stillenden Müttern kann sehr ermutigend sein und vor allem werden Sie sehen und erleben, dass sich andere Babys genau so verhalten wie Ihr kleines Menschlein. Adressen von Stillberaterinnen finden Sie im Internet unter: http://wwwlalecheliga.de (Stillberaterinnen der La Leche Liga), http://www.afs-stillen.de (Stillberaterinnen der Arbeitsgemeinschaft freier Stillgruppen) oder http://www.bdl-stillen.de (Still- und Laktationsberaterinnen IBCLC). LLLiebe Grüße, Biggi
Scarlett79
Linus trinkt zwischen 8-14 minuten für beide Seiten. Glg claudia
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