Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Milchstau geht nicht richtig weg

Frage: Milchstau geht nicht richtig weg

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Liebe Biggi, seit 3 Tagen habe ich einen Milchstau, habe es aber wahrscheinlich gleich gemerkt und habe dann reagiert, doch so richtig wollen die harten Stellen nicht verschwinden.Ich lege laufend an und wenn mein Kleines nicht will, dann pumpe ich ab. Die Stellen sind zwar etwas kleiner geworden, aber müsste es nun nicht langsam weggehen? Meine Fragen:1. Meine Hebamme meint, solange ich kein Fieber bekomme, brauch ich nicht zum Arzt- ist das richtig? 2. Wie lange kann es dauern, bis die Knötchen verschwinden?3. Muss ich unbedingt nach dem Stillen kühlen, oder ist nur Wärme besser, weil Die Stellen ja nicht mehr so doll, wie am Anfang wehtun, nur eben druckschmerzhaft sind. Die Brust ist auch nicht heiss und die roten Stellen sind viel blasser geworden. 4. Eine Stelle ist fast an der Achselhöhle, leert sich diese besonders schlecht und dauert es vielleicht deshalb so lange? Lege mein Kind schon oft verkehrtrum an, mit dem Kinn etwa in diese Richtun, aber es ist eben nur etwas bessergeworden.Danke schonmal für Deine Antworten und Hilfe.LG Kathrin.


Biggi Welter

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Liebe Kathrin, das klingt schon nach einem Milchstau und deshalb ist die allererste Maßnahme jetzt Ruhe, Ruhe und nochmals Ruhe! Um einen Milchstau oder eine Brustentzündung in ihren Anfängen zu überwinden oder um zu verhüten, dass sich ein Milchstau zu einer Brustentzündung entwickelt, sollte sich die Mutter ein bis zwei Tage mit ihrem Baby ins Bett legen, um sich auszuruhen und sich zu erholen. Idealerweise sollte ihr jemand während dieser Zeit die Hausarbeit ganz abnehmen. Ruhe für die Mutter ist mit das Wichtigste bei der Behandlung einer Brustentzündung. Vor jedem Stillen sollte feuchte Wärme auf die Brust einwirken. Ist das Stillen schmerzhaft, kann zuerst an der nicht betroffenen Seite und nach dem Einsetzen des Milchspendereflexes an der kranken Brust gestillt werden, und zwar solange, bis die Brust wieder weicher wird. Die Stillmahlzeit sollte dann an der ersten Brust beendet werden. Manche Frauen empfinden auch Quarkwickel als angenehm. (Bitte darauf achten die Brustwarze und den Brustwarzenhof beim Anlegen eines Quarkwickels auszusparen). Es gibt Frauen, die auf Quark allergisch reagieren, dann sollten keine Quarkwickel gemacht werden. Du kannst die Brust auch mit zerstoßenen Eiswürfeln, die in einen Waschlappen gepackt werden kühlen. Um eine gestaute Stelle zu entleeren, sollte jede Stillmahlzeit auf der betroffenen Seite beginnen, bis der Knoten und die Schmerzen vergangen sind. Es sollte alle eineinhalb bis zwei Stunden anlgelegt werden und dabei das Baby so gehalten werden, dass sein Kinn gegen die schmerzende Stelle gerichtet ist (erfordert manchmal etwas Akrobatik). Die Milch wird auf diese Weise besser herausgesogen und dadurch löst sich die Blockierung besser. Sanfte Massage kurz vor oder während des Stillens kann ebenfalls hilfreich sein. Häufiges Stillen (oder abpumpen) rund um die Uhr ist nötig, damit die Milch in der erkrankten Brust am Fließen gehalten wird. Und nochmals: Ganz wichtig ist Ruhe, Ruhe und nochmals Ruhe. Sobald Symptome wie Schüttelfrost, Fieber, Gliederschmerzen oder Kopfschmerzen usw. dazu kommen, sollte unverzüglich eine Ärztin/Arzt hinzugezogen werden. Auch wenn sich die Verhärtung nicht innerhalb von ein bis zwei Tagen bessert, sollte die Brust ärztlich untersucht werden (Frauenärztin/arzt oder Hausärztin/arzt). Gerade weil Du ja alles richtig machst, wäre es vielleicht schon sinnvoll, vor dem Wochenende noch zum Arzt zu gehen, vielleicht brauchst Du Medikamente. Gute Besserung und LLLiebe Grüße Biggi Welter


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