Mitglied inaktiv
Hallo, meine Tochter ist jetzt 10 Monate alt und ich stille noch nachts und morgens (ca. 6.00 Uhr). Ich bemerke, dass die Milchmenge immer weniger wird und meine Tochter immer weniger und kürzer trinkt. Tagsüber sieht der Speiseplan meiner Tochter wie folgt aus: - zwischen 9.00 und 9.30 Uhr Grießbrei aus dem Becher - zwischen 12.00 und 12.30. Uhr 220 g Menü mit Fleisch und ein halbes Gläschen Obst - zwischen 15.00 und 15.30 Uhr ein halbes Gläschen Obst-Getreide-Brei -18 Uhr Milchbrei und ein halbes Gläschen Obst Ich biete meiner Tochter auch zu jeder Mahlzeit und zwischendurch Wasser an-sie trinkt vielleicht 200 ml am Tag. Die Windeln sind regelmäßig nass. Reicht die Trinkmenge. Was mache ich, wenn die Milch noch weniger wird. Flasche mit Fertigmilch trinkt sie nicht. Oder soll ich einfach weiterstillen. Denn es scheint ihr immer noch zu reichen-sie weint auch nicht und nimmt auch noch zu. Zwar sehr langsam... Vielen Dank. MfG
Liebe Netti76, ein einjähriges Kind sollte etwa 700 bis 1000 ml pro Tag trinken. Allerdings bekommt ein Kind, dass noch viel breiartige Kost isst über die Nahrung relativ viel Flüssigkeit und wenn dein Kind noch nach Bedarf gestillt wird, sollte die Menge der Muttermilch nicht unterschätzt werden. Ich denke Du machst das schon richtig, wenn Du auf die Zeichen deines Kindes achtest und ihm dann etwas zu trinken anbietest. Eine gute Richtschnur, wenn es um die Flüssigkeitszufuhr geht ist der Urin des Kindes. Er sollte hell sein und kaum riechen. Ist der Urin dunkel und konzentriert, bekommt das Kind zu wenig Flüssigkeit. Du kannst ruhig noch stillen und brauchst keine Fertigmilch zu geben. nach dem ersten Geburtstag benötigt ein Kind etwa 350 ml Milch (oder etwas mehr als einen kleinen Joghurt) und 20 g Käse, um seinen Milchbedarf zu decken. Das heißt, dass ein Kind keineswegs zwingend Milch trinken muss und es ist sogar möglich, dass sich der Mensch nach dem Abstillen ganz milchfrei ernährt. Der Mensch ist ja ohnehin das einzige Säugelebewesen, das nach dem Abstillen noch weiter Milch einer anderen Art auf seinem Speiseplan stehen hat und auch beim Menschen gibt es eine ganze Reihe von Kulturen, die milchfrei und dennoch gesund leben. Notwendig ist die Milch auch wenn das in unserer Kultur oft nicht geglaubt wird nicht. Es gibt eine ganze Menge an kalziumreichen Nahrungsmitteln, mit denen sich der Kalziumbedarf decken lässt. Eine Tasse (227 g) gekochter Chinakohl ist eine alternative Möglichkeit zur Kalziumversorgung und bietet 86 % des Kalziumgehaltes einer Tasse (240 ml) Milch. Eine halbe Tasse (113 g) Sesamkörner die zu Backwaren und Pfannkuchenteig hinzugefügt oder über Salat oder Getreide gestreut werden können enthält doppelt so viel Kalzium wie eine Tasse (240 ml) Milch. Weitere Kalziumlieferanten sind Melasse, mit Kalzium angereicherter Tofu, Spinat, Broccoli, Zwiebelkraut, Winterkohl, Leber, Mandeln und Paranüsse sowie Dosensardinen und Lachs (die allerdings beide mitsamt der weichen Gräten gegessen werden). LLLiebe Grüße, Biggi
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