Mitglied inaktiv
Hallo, ich habe letzte Woche das erste mal nach der Geburt meine Periode bekommen und seit her wird meine Milch weniger! Was kann ich machen?? Kann es ggf. an der Periode liegen??? Meine Kleine ist nun 15 Wochen und vier Tage alt! Ich habe das bemerkt, da ich einmal am Tag abpumpe, da ich eine fast dreijährige Tochter habe die auch einmal am Tag ihre Schwester füttern möchte! Das war bisher auch kein Thema, aber nun ist es nicht mehr soviel Milch wie anfangs! Bisher konnte ich immer so 250 ml abpumpen und nun sind es nur noch 150 - 180 ml manchmal sogar nur 100 ml! Vielen dank! Liebe Grüße Perlchen
Liebe Perlchen, manche Frauen machen die Erfahrung, dass mit dem Einsetzen der Menstruation die Milchmenge kurzfristig und vorübergehend nachlässt und die Milch anders schmeckt, so dass die Kinder eher zögernd trinken. Diese Veränderungen sind jedoch in der Regel innerhalb von ein bis zwei Tagen wieder vorüber, können in seltenen Fällen jedoch auch länger dauern. Außer vermehrt anzulegen gibt es nichts, was Sie in dieser Situation tun können und im Extremfall, bleibt nichts anderes als solange zusätzliche Nahrung zu geben, bis sich die Situation wieder normalisiert hat. Allerdings glaube ich, dass sich bei Ihnen zwei Ereignisse überschneiden und es daher gar nicht unbedingt so ist, dass Ihre Milchmenge wirklich zurückgegangen ist. Ihre Tochter ist im klassischen Alter für einen Wachstumsschub, der per Zufall mit dem Einsetzen der Menstruation zusammentrifft. Während eines solchen Wachstumsschubes ist es normal, dass ein Kind deutlich öfter an die Brust möchte und diesem Verlangen sollte dann auch nachgegeben werden. Wachstumsschübe sind Zeiten erhöhter Nachfrage, in denen das Baby sehr oft gestillt werden möchte. Wird das Baby dann auch häufig angelegt (etwa alle zwei Stunden, manchmal sogar noch häufiger), erhält der Körper der Frau das Signal "mehr Milch bilden" und nach ein paar Tagen ist der Spuk vorbei und die Milchmenge hat sich dem Bedarf des Babys wieder angepasst. Stillen funktioniert nach dem Prinzip von Angebot und Nachfrage. Sie haben dann nicht zu wenig Milch, sondern der Bedarf Ihres Babys hat sich vergrößert und die Brust muss darauf erst reagieren. Wird in dieser Situation zugefüttert, wird der Brust kein erhöhter Bedarf signalisiert und die Milchmenge kann sich auch nicht auf den erhöhten Bedarf einstellen. Das Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage wird gestört und es kann der Beginn eines unfreiwilligen Abstillens sein. Weiche Brüste sind KEIN Hinweis auf zu wenig Milch, im Gegenteil, nach den ersten Wochen ist es absolut normal, dass die Brust wieder weich (und oft auch kleiner wird). Das bedeutet nicht, dass die Milch weniger geworden ist, sondern ist ein Hinweis darauf, dass sich die Stillbeziehung eingespielt hat. Auch dass Sie weniger abpumpen können, bedeutet nicht, dass die Milchmenge zurück gegangen ist. Es gibt keine Pumpe, die so wirkungsvoll eine Brust entleeren kann wie ein Baby. Dazu kommt, dass der Milchspendereflex bei der Mutter um ein vielfaches besser durch ein Baby als durch eine Milchpumpe ausgelöst wird. Achten Sie einmal auf die folgenden Anzeichen bei Ihrem Baby: o mindestens fünf bis sechs nasse Wegwerfwindeln hat (um zu sehen wie nass "nass" ist, können Sie sechs Esslöffel Wasser auf eine trockene Windel geben). Diese Regel gilt aber nur für voll gestillte Kinder, das heißt das Baby bekommt nichts außer Muttermilch (kein Wasser, Tee, Saft usw.). o in den ersten sechs Wochen täglich mindestens zwei bis vier Stuhlentleerungen (später sind seltenere Darmentleerungen normal) o eine durchschnittliche wöchentliche Gewichtszunahme von mindestens 110 g pro Woche ausgehend vom niedrigsten Gewicht (mit zunehmendem Alter verringert sich die durchschnittliche Gewichtszunahme), o eine gute Hautfarbe und eine feste Haut, o Wachstum in die Länge und Zunahme des Kopfumfangs o ein aufmerksames und lebhaftes Verhalten des Babys in den Wachphasen. Wenn alle diese Punkte erfüllt sind, können Sie davon ausgehen, dass Ihr Baby auch satt wird. Wenn nicht, melden Sie sich bitte noch einmal. LLLiebe Grüße, Biggi
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