Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

milch verweigerung

Frage: milch verweigerung

Mitglied inaktiv

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Meine kleine tochter ist 4 monate alt und seit 1er woche hatt sie immer magen knuren und sie schreit am anfang war es nur abends jezt ist es aber ganzen tag jedes mal wen ich sie stillen möchte, fängt sie auch an mit den fussen zu strammpeln und schreit wird sie getragen ist alles ok.Was soll ich machen?


Biggi Welter

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? Liebe Goisa, unter dem, was sie mit „Magenknurren" bezeichnen kann ich mir nichts rechtes vorstellen. So wie Sie es beschreiben befindet sich Ihre Tochter gerade in einem Stillstreik und verweigert die Brust, wobei noch herauszufinden wäre (falls dies möglich ist), warum sie die Brust verweigert. Ich werde Ihnen nun einige Tipps, die sich bei einem Stillstreik bewährt haben auflisten, rate Ihnen aber dringend, sich an eine Stillberaterin vor Ort zu wenden, die sich anschauen kann, wie sich Ihre Tochter an der Brust verhält und sich von Ihnen auch das „Magenknurren" zeigen lassen kann. Wenn Sie mir Ihren Wohnort mit Postleitzahl angeben, suche ich Ihnen gerne die nächstgelegene LLL-Stillberaterin heraus. Hier nun einige Hinweise, was bei einem Stillstreik hilfreich sein kann: Sie können versuchen Ihr Baby anzulegen, wenn es schon sehr schläfrig oder fast eingeschlafen ist. Viele Babys, die sich weigern, an der Brust zu trinken, wenn sie hellwach sind, tun es im Halbschlaf dann doch. Sie können ihm die Brust auch immer wieder anbieten, wenn es wach ist, drängen Sie es aber nicht. Manche Babys sind eher bereit zu trinken, wenn ihre Mutter umhergeht statt stillzusitzen. Wenn Sie möchten, dass Ihr Kind wieder an Ihrer Brust trinkt, sollten Sie sich darauf einstellen, sich in den nächsten Tagen fast ausschließlich Ihrem Kind zu widmen. Wenn Sie es viel im Arm halten, zärtlich streicheln und es Sie in einer entspannten Atmosphäre einmal ganz für sich alleine hat, beruhigt es sich vielleicht und lässt sich dazu bewegen, wieder bei Ihnen zu trinken. Bei Babys, die sich beim Stillen überstrecken und aufbäumen hat es sich bewährt sie zu „bündeln". Dazu wickeln Sie das Kind gut in eine Decke ein, so dass seine Schultern nach vorne geneigt und die Arme unterhalb der Brust gekreuzt sind. So kann es den Kopf nicht zurückwerfen. Bei manchen Babys bewährt es sich, wenn die Decke unten offen bleibt, so dass die Füße frei bleiben. Wenn Sie Ihr Baby auf diese Weise eingepackt hast, sieht es wie ein „C" aus, mit dem Kinn auf der Brust und angezogenen Beinchen. Häufig reicht diese Maßnahme aus, das Baby zu beruhigen und es trinkt dann besser an der Brust. Manche Babys brauchen anscheinend das Gefühl umhüllt und gehalten zu sein. Weitere Maßnahmen, die sich bei einem Stillstreik bewährt haben, sind: • im Umhergehen stillen, • in der Badewanne oder im Schaukelstuhl stillen, • im Halbdunkeln stillen, • im Halbschlaf stillen, • das Baby mit der Brust spielen lassen, • unterschiedliche Stillhaltungen ausprobieren, • alle künstlichen Sauger vermeiden, • das Baby massieren, • viel Körperkontakt (Haut auf Haut), • und ganz wichtig: keinen Stillstress erzeugen, weder bei der Mutter noch beim Kind, Ruhe und Gelassenheit, auch wenn es schwer fällt. Um Ihre Milchproduktion aufrecht zu erhalten und zu verhindern, dass die Brust übervoll wird, sollten Sie Ihre Milch ausstreichen oder abpumpen. Die so gewonnene Milch können Sie Ihrem Kind mit einer alternativen Fütterungsmethode anbieten, z.B. mit einem Becher. Ich wünsche Ihnen viel Kraft, Geduld und gute Nerven. LLLiebe Grüße Biggi Welter


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