Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Mein Kind will ständig an die Brust

Frage: Mein Kind will ständig an die Brust

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Hallo mein Sohn ist jetzt 14 Wochen alt, und ein Brustkind!!! wenn ich ihn gestillt habe und er dabei einschläft und ich ihn dann in sein bett lege wird er nach 5 minuten oder sofort wieder wach und schreit ich muß ihn dan auch raus nehmen sonst hört er nicht mehr auf und nach einer halben stunde will er direkt wieder trinken dann schläft er wieder ein und ich leg ihn ins Bett und er schreit wieder,so geht das den ganzen Tag ich muß den auch ständig rum tragen weil er sonst schreit. es wäre schön wenn jemand ein tip parat hat weil ich weis nicht was ich noch machen soll ich kann nichts anderes machen als mein kind rum tragen und das nervt danke


Biggi Welter

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Liebe Vanni, Babys haben ein über das reine Ernährungssaugen hinausgehendes Saugbedürfnis und diesem "non nutritiven" Saugen kommt eine sehr große Bedeutung zu. Nun werden viele Menschen sagen: "Dafür gibt es ja einen Schnuller". Doch das ist eine sehr zweifelhafte Antwort. Der Schnuller ist eine Brustattrappe und von der Natur ist vorgesehen, dass das non nutritive Saugen an der Brust stattfindet. Wird der Schnuller eingesetzt, kann es nicht nur zu Saugproblemen kommen, er kann auch dazu führen, dass das Kind zu wenig Zeit an der Brust verbringt, so dass die Brust nicht ausreichend stimuliert wird und das Kind nicht die Milch bekommt, die es braucht. Der Gebrauch des Schnullers ist sehr kritisch zu sehen. Die anderen Nebeneffekte, wie häufiges Aufstehen der Mutter, weil das Kind den Schnuller verliert, sind natürlich auch nicht gerade angenehm. Sie können sich und Ihrem Kind das Leben sehr viel einfacher machen, wenn Sie sich auf Ihr Kind einlassen. Die oben erklärten Zusammenhänge machen es Ihnen möglicherweise einfacher, dem Bedürfnis des Kindes entgegenzukommen, zumal es erwiesen ist, dass es sich langfristig auszahlt, diese Bedürfnisse jetzt zu stillen. So kleine Babys wollen im Schnitt zwischen acht und zwölf Mal innerhalb von 24 Stunden gestillt werden. Im Schnitt heißt, es gibt Babys die seltener nach der Brust verlangen (eher wenige Babys) und es gibt Babys, die häufiger an die Brust wollen (die Mehrzahl). Nun ist es jedoch nicht so, dass ein Kind zügig zwanzig Minuten trinkt und sich dann nach drei Stunden das nächste Mal rührt, sondern es kommt immer wieder zu Stillepisoden, die so ablaufen: das Kind trinkt eine kurze Weile, hört auf, döst vielleicht sogar weg und beginnt erneut kurz zu trinken usw. Dieses Verhalten heißt Clusterfeeding und ist absolut normal für kleine Babys (und keinesfalls ein Einschlafproblem). Besonders gehäuft treten diese Stillepisoden am Nachmittag und Abend auf, wie überhaupt die Abstände zwischen den Stillzeiten im Verlauf des Tages immer kürzer werden. Dazu kommt, dass in bestimmten Alterstufen Wachstumsschübe zu erwarten sind, in denen die Baby manchmal schier ununterbrochen an die Brust wollen. Ein Wachstumsschub ist mit etwa zwölf Wochen zu erwarten. Dazu kommt: Menschenbabys sind Traglinge, die den Kontakt zur Mutter brauchen. Es ist von der Natur nicht vorgesehen, dass sie alleine sind und auch nicht, dass sie alleine schlafen. Das widerspricht dem Bild vom süß in der Wiege schlummernden Baby, das fast alle Frauen (zumindest beim ersten Baby) haben. Es ist daher nicht verwunderlich, wenn Ihr Kind nicht pausenlos schlafen will und ständigen Körperkontakt sucht. Außerdem schlafen die meisten Babys sehr viel weniger als es von den Eltern angenommen wird. Babys sind soziale Wesen, die die Welt, in die sie hineingeboren wurden erkunden und kennenlernen wollen und das geht nicht im Schlaf. Lassen Sie Ihr Kind an Ihrem Leben teilnehmen. Es gibt auch noch weitere Gründe, warum Ihr Kind aufwacht, sobald Sie es hinlegen. Es wird einfach deshalb wach, weil es durch die Lageveränderung von senkrecht zu waagerecht geweckt wird. Eine solche Lageveränderung reizt das Gleichgewichtsorgan im Ohr und kann dazu führen, dass das Baby aufwacht. Wenn ein Baby liegend (an der Brust) einschläft und liegen bleiben kann, die Lageveränderung also wegfällt, sind die Chancen, dass es weiterschläft erheblich besser. Das gemeinsame Schlafen hat eine ganze Reihe von Vorteilen und verhilft der Mutter zu mehr Schlaf. Möglicherweise wird Ihr Kind auch wach, weil das Bett kälter ist als der Körper von Mutter oder Vater. Diese Temperaturunterschiede können ebenfalls zum Aufwachen führen. Hier hilft es, das Baby in eine Decke zu wickeln und in die Decke eingewickelt hinzulegen. Auch der Kopf sollte in der Decke liegen. Ich kann Ihnen nur dringend empfehlen, einmal ein Stillgruppentreffen zu besuchen oder zumindest einmal mit einer Stillberaterin in ihrer Nähe ein direktes Gespräch (auch am Telefon) zu führen. Viele Unsicherheiten lassen sich im direkten Gespräch sehr viel besser ausräumen und der Austausch mit anderen stillenden Müttern kann sehr ermutigend sein und vor allem werden Sie sehen und erleben, dass sich andere Babys genau so verhalten wie Ihr kleines Menschlein. Wenn Sie mir Ihren Wohnort mit Postleitzahl angeben, suche ich Ihnen gerne die nächstgelegene LLL Stillberaterin heraus. LLLiebe Grüße Biggi Welter


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ach so habe ich vergesse zu schreiben wenn ich ihn gestillt habe und um zehn ins bett lege schläft er und sogar meistens bis 6 ich versteh nicht warum er tagsüber nicht schläft :-(


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Vielleicht ist dein Baby kein Brust- sondern ein Tragekind? Mein Sohn ist auch nur im Tragetuch zufrieden.


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danke das hilft schon sehr weiter weil mein Freund und auch schwiegermutter usw. immer sagen das der kleine verwöhnt ist. schnuller nimmt er auch nicht,spuckt sie immer wieder aus. 40597 benrath. Ich hoffe das legt sich von alleine wieder muß ich eifach noch ein bischen gedult haben


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Hallo, das kommt mir irgendwie bekannt vor. mein kleiner (18 Wochen)schläft abends auch ohne probleme ein und manchmal will er nachts nur 1 mal gestillt werden. Tagsüber dagegen hängt er auch am liebsten an mir, ohne wirklich viel zu trinken. Ich denke er braucht einfach meine Gesellschaft. Er will halt nichts verpassen. Die meiste Zeit trag ich ihn herum. Tragetuch ist super, dadurch will er nicht mehr so oft an die Brust, hauptsache er kann kuscheln. Das mit dem Schreien wurde auch ganz plötzlich weniger, hab schon fast nicht mehr dran geglaubt. Also Kopf hoch und laß Dich nicht verunsichern, Du kannst Dein Baby nicht zu sehr "verwöhnen" nur weil Du es herumträgst. Er braucht es einfach. Liebe Grüße Cajomami


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hallo.meine tochter ist jetzt 8 monate alt. ich habe sie von anfang an im tragetuch getragen.als sie ganz klein war fast den ganzen tag.sie schläft auch bei mir in meinem bett.auch heute mit ihren 8 monaten trage ich sie noch sehr viel.zu hause benutze ich jetzt den easy rider.meine kleine ist ein sehr zufriedenes kind.natürlich ist es anstrengend den ganzen tag mit einem baby auf dem arm herum zu gehen aber, es wird die zeit kommen da wollen die das nicht mehr. meine tochter wollte als sie ganz klein war auch oft an der brust nuckeln,doch das lässt mit der zeit nach.heute gibt es natürlich noch tage da nuckelt sie gerne, aber meistens schläft sie nach dem trinken ein oder sie möchte wenn sie satt ist wieder spielen. liebe grüsse jeanne


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