Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Mein Kind ist 2 Jahre und ich würde gern Abstillen, können Sie mir Tips geben?

Frage: Mein Kind ist 2 Jahre und ich würde gern Abstillen, können Sie mir Tips geben?

Steff89

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Liebe Stillberaterin, Mein Kind ist zwei Jahre alt und ich bin schwanger in der 14. Woche. Meine Brustwarzen sind sehr empfindlich und das stillen ist seit der Schwangerschaft sehr schmerzhaft. Hauptsächlich nuckelt mein Kind nur in der Nacht, ab und zu, will es auch am Tag mal einen Schluck und Geborgenheit. In der Nacht, macht mir das stillen zu schaffen, es ist extrem schmerzhaft und zur gleichen Zeit bin ich auch sehr reizbar und genervt. Jede Nacht wünschte ich mir, mein Kind nicht mehr stillen zu müssen, weil meine Brustwarzen so empfindlich sind. Ich habe mein Kind immer gerne gestillt, aber zur Zeit raubt es mir Nerven. Hauptsächlich wegen den Schmerzen. Wenn ich Abstille, wie soll ich es in der Nacht regeln? Aufstehen, ihm ein Wasser anbieten oder eine warme Milch die zur Hälfte aus Wasser zubereitet wird? Ich möchte den Schnuller vermeiden. Er schläft bei uns im Zimmer, sollen wir ihn gleich an ein Kinderzimmer gewöhnen? Ich hoffe sie haben Tips und Antworten für mich. Danke LG :)


Biggi Welter

Biggi Welter

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Liebe Steff89, unsere Kinder verstehen viel mehr und können viel mehr, als wir ihnen oftmals zutrauen. Damit will ich nicht sagen, dass es für das Kind leicht sein wird, aber es ist nicht sooo schlimm, wie wir Mütter es uns ausmalen. „Im Idealfall wird die Stillbeziehung fortgesetzt, bis das Kind ihr entwachsen ist" Das ist einer der Grundsätze der La Leche Liga. Doch was ist der Idealfall? Sicher nicht eine Mutter, die bis hin zur Ohnmacht erschöpft ist. Auch nicht eine Mutter, deren erneute Schwangerschaft das Stillen sehr schmerzhaft macht Wenn Sie viel Ruhe bekommen und Zeit für viele Kuschel und Streicheleinheiten für Ihr Kind haben und vor allem fest hinter dem Entschluss stehen, dass das Stillen nun eingeschränkt oder komplett aufgehört wird, dann wird Ihr Kind Ihre Entscheidung akzeptieren. Sicher wird es nicht ganz ohne Tränen und Kummer (von beiden Seiten) abgehen, doch wie gesagt: Das Leben ist nicht immer der Idealfall und wir müssen uns immer wieder mit bestimmten Tatsachen arrangieren. Beim allmählichen Abstillen können Sie zum Beispiel das Stillen jedes Mal weiter verkürzen. Viele Mütter haben festgestellt, dass es wirksam und relativ wenig belastend ist, ein Kind so oft anzulegen, wie es möchte, aber es nicht so lange zu stillen. Sie können Ihr Kind eine kleine Weile anlegen und es dann ablenken oder ihm etwas zu essen anbieten. Eine Möglichkeit nachts abzustillen ist es, dass statt Ihnen Ihr Partner die Nachtschicht bzw. das zu Bett bringen zum Teil übernimmt. Also nicht Sie wenden sich jedes Mal dem Kind zu, sondern ihr wechselt euch ab und da ein Mann keine Brust zum Stillen hat, wird er euer Kind auf andere Weise beruhigen müssen. Das Verändern von Ritualen kann helfen. Wenn Ihr Partner nicht einspringen kann, bleibt es an Ihnen, Ihr Kind auf andere Weise zu trösten und zu beruhigen und ihm einen Ersatz für die Brust anzubieten. In dieser Situation ist ein Nachthemd bzw. Kleidung, die sich vorne nicht öffnen lässt oft hilfreich. Wichtig ist, dass Ihr Kind weiterhin Ihre Liebe und Zuneigung spürt. Es muss erkennen können, dass Sie ihm zwar die Brust, aber nicht Ihre Liebe entziehen. Ich würde dabei allerdings das neue Baby beim Erklären aus dem Spiel lassen, nicht dass das Kind den Eindruck erhält, dass das neue Baby „Schuld" ist, dass es nicht mehr stillen darf. Ich wünsche Ihnen viel Kraft für die kommende Zeit und eine problemlose Schwangerschaft. Ihr schafft das!!! LLLiebe Grüße Biggi Welter


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