lapislazulit
Liebe Stillberaterinnen, ich stille nun seit über zwei Jahren und es hat wunderbar ohne Probleme funktioniert, mein Sohn hat die letzten Monate nur noch zum Einschlafen, während der Nacht und sonst zur Beruhigung wenn etwas passiert ist gestillt. In den letzten Monaten habe ich es auf einmal sehr intensiv gespürt wenn er an der Brust saugte. Mittlerweile bin ich schwanger geworden, es gab eine kurze Phase wo es wehgetan hat, das ist zum Glück wieder weg. Aber ich finde es zunehmend unangenehm wenn ich das Saugen so stark spüre, fast wie ein knabbern. Als er wieder in eine Phase gekommen ist, wo er in der Nacht sehr oft und sehr lange getrunken hat, habe ich nun in der Nacht abgestillt, weil es mich so genervt hat. Ich stille noch zum Einschlafen und nach dem Aufwachen und er hat die stillfreien Nächte überraschenderweise sehr gut akzeptiert. Nun ist aber vor allem das Einschlafstillen oft ein Kampf. Ich bin schon angespannt, weil es sich unangenehm anfühlt und dann tapst er so gerne mit seiner Hand auf mir herum und das wird mir zu viel. Ich versuche ihm zu erklären er soll damit aufhören und nehme dann seine Hand weg aber er versucht mit aller Kraft dabei zu bleiben, dann löse ich ihn von der Brust. Ich erkläre es wieder und das Spiel fängt wieder von vorne an. Ich dachte, dass es sich jetzt anders anfühlt, weil er vielleicht nicht mehr richtig saugt, ich sage ihm immer er soll vorsichtig sein oder mit offenem Mund andocken aber das ändert nichts. Da das komische Gefühl schon vor der Schwangerschaft aufgetaucht ist, glaube ich auch nicht, dass es daran liegt. Ich will noch nicht abstillen, er war jetzt so kooperativ mit dem Abstillen in der Nacht, ich will ihm nicht noch etwas "wegnehmen". Aber so wie es jetzt ist macht es einfach keinen Spaß, ich bin beim Stillen dauernd angespannt und habe das Gefühl ich meckere dann dauernd an ihm herum und stoppe ihn ohne dass er verstehen kann warum. Stillen war immer so etwas Schönes und es ist einfach schade, wenn es jetzt mit so negativen Gefühlen besetzt ist. Ich hoffe Ihr habt einen Tipp für unser eigenartiges Problem. Schöne Grüße, Lapislazulit
Liebe Lapislazulit, wichtig ist jetzt wirklich liebevolle Konsequenz. Dein Sohn KANN lernen, dass er vorsichtig sein muss, weil Du dich sonst unwohl fühlst und je mehr er das spürt, umso leichter wird es klappen. Du kannst beim Abgewöhnen dieser Angewohnheit ähnlich vorgehen wie bei einem Kind, das beim Stillen beißt. Erkläre deinem Kind zunächst, dass es damit aufhören soll. Beim nächsten Mal, wenn er zu tapsen beginnt, oder zerrt, nimmst Du seine Hände, sagst "nein" und hältst die Hände vielleicht auch fest. Er darf dann durchaus protestieren (ist ja normal, dass er nicht einfach lächelnd einverstanden sein wird, oder?). Hilft das alleine noch nicht, kannst Du dein Baby in Verbindung mit einer Erklärung, dass du das keineswegs lustig findest ein Stück von dir wegrücken oder du stehst auf. Mit liebevoller Konsequenz wirst Du deinem Kind diese Angewohnheit abgewöhnen können - auch wenn das vielleicht ein oder zwei Tage lang zum ein oder anderen Wutanfall führen wird. Oft hilft übrigens, eine Alternative anzubieten. Es gibt so genannte Stillketten, die ein Baby befingern kann, während es stillt, oder du bastelst dir solch eine Kette selbst. Vielleicht knistert etwas daran, es gibt glatte und raue Perlen, Stofffetzen oder kühle Metallknöpfe (alles natürlich sicher und fest vernäht bzw. befestigt), die sie beschäftigen... und dich schonen! LLLiebe Grüße Biggi
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