Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Kurzes Trinken pro Brust

Biggi Welter

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Stillberaterin der La Leche Liga Deutschland e.V.

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Frage: Kurzes Trinken pro Brust

Adele86

Hallo Frau Welter, mein Sohn ist 12 Wochen alt und ein eher schlankes Kind, so wie sein älterer Bruder (3Jahre) und ich als ich ein Baby war. mit meinem älteren Sohn musste ich, als er 3 Monate war, wöchentlich zum Kontrollwiegen. Der jüngere ist bisher bei den U-Untersuchungen bzgl. Gewicht noch nicht auffällig gewesen. Ich stille meinen Sohn voll, jedoch teilweise nur 5-10 min pro Brust, weil er dann zapplig und sehr unruhig wird. Er saugt sehr stark und ist nach beiden Brüsten glücklich und zufrieden. Er hat viele nasse Windeln und ich bin mir sicher, dass er absolut ausreichend Volumen bekommt. Nun stelle ich mich jedoch die Frage, ob die zwei Jungs so zart sind/waren, weil ich immer nur so kurz an jeder Seite stille und somit nur Vormilch getrunken wird? Der jüngere hat such immer noch regelmäßig mit Bauchschmerzen und Blähungen zu kämpfen. Wie könnte ich denn das Trinken pro Seite verlängern? Wenn es nach meinem Sohn geht will er ab einem bestimmten Punkt dann einfach an die andere Seite und dockt sich ab. ich danke Ihnen für Ihren Rat und viele Grüße 


Biggi Welter

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Liebe Adele86, die Unterteilung der Milch in Vordermilch und Hintermilch ist nicht so, wie es immer wieder zu lesen ist und ist für die Praxis abgesehen von wenigen, besonderen Fällen kaum relevant. Der Milchspendereflex setzt beidseitig ein, so dass das Kind an der zweiten Brust dann eine „Mischmilch" erhält. Die Unterscheidung in „Vordermilch" und „Hintermilch" ist in aller Regel allerdings eine akademische Frage, die für den normalen Stillablauf keine Bedeutung hat. Solange das Kind gedeiht und sich wohl fühlt, muss keine Mutter über die Anteile an Vorder- oder Hintermilch nachdenken. Wichtig ist alleine das Gedeihen des Babys Es gibt kleine Schluckspechte, die in wenigen Minuten fertig sind, es gibt aber auch kleine Genießer, die halt lange brauchen. Wichtig ist das Gedeihen des Kindes und nicht die Dauer der Mahlzeit. Schau dir das Baby an, hier einmal die Kriterien für ein gut gedeihendes Baby: o mindestens fünf bis sechs nasse Wegwerfwindeln hat (um zu sehen wie nass "nass" ist, kann frau sechs Esslöffel Wasser auf eine trockene Windel geben). Diese Regel gilt aber nur für voll gestillte Kinder, das heißt das Baby bekommt nichts außer Muttermilch (kein Wasser, Tee, Saft usw.). o in den ersten sechs Wochen täglich mindestens zwei bis vier Stuhlentleerungen (später sind seltenere Darmentleerungen normal) o eine durchschnittliche wöchentliche Gewichtszunahme von mindestens 150 g pro Woche ausgehend vom niedrigsten Gewicht o eine gute Hautfarbe und eine feste Haut, o Wachstum in die Länge und Zunahme des Kopfumfangs o ein aufmerksames und lebhaftes Verhalten des Babys in den Wachphasen. Wenn dein Baby all diese Punkte erfüllt, dann dürfte alles in Ordnung sein, ansonsten besteht Handlungsbedarf. Ich hoffe, ich konnte dich beruhigen?   Lieben Gruß Biggi  


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