Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Kurz vor angedachtem Abstillen großes Nähebedürfnis

Frage: Kurz vor angedachtem Abstillen großes Nähebedürfnis

Mama24_7

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Guten Abend, unser Sohn ist knapp 15 Monate alt, läuft wild durch die Gegend, isst am Familientisch alle Mahlzeiten mal mehr und mal weniger begeistert mit :), ist ganz glücklich in die Kita eingewöhnt und dort total gerne. Er hat bis vor kurzem nachts im Familienbett noch nicht durchgeschlafen und ein paar Mal gestillt in der Nacht. Seit ein paar Wochen schläft er nachts meist von 20 bis 5 oder 6 Uhr durch bzw wacht einmal zum stillen auf. Gestillt wurde sonst noch einmal am Morgen, bevor ich ins Büro gehe und mein Mann und er frühstücken und in die Kita gehen. Ich hatte angedacht demnächst abzustillen. Der Kleine ist schon immer ein großer Kuschler und kann sein Nähebedürfnis gut zeigen. Seit kurzem will er aber noch mehr an die Hand, auf den Arm, in den Arm und fordert auch tagsüber ein gestillt zu werden. Mein Milchfluss ist auch wieder angeregter (wenn auch nur einseitig, aber außer aktuell optisch, wohl kein Problem). An Abstillen ist nicht zu denken. Veränderungen gab es in seinem Leben zuletzt keine größeren. Ich finde es irgendwie einfach ok und kann es gut annehmen, auf der anderen Seite irritiert es mich aber ein bisschen? Was denken Sie? Hinnehmen und abwarten...ich habe nicht mehr sooo große Lust, aber will auch nichts erzwingen. Eine andere Sache, bei der ich gerade wirklich unsicher bin: Unser Sohn ist schon ein bißchen auf Mama fixiert, hat aber auch von Tag 1 eine ganz ganz enge Bindung zu Papa. Von Geburt an bzw nach dem Wochenbett haben die Beiden auch ohne mich mit Kinderwagen oder Tragetuch mehrstündige Ausflüge gemacht, spielen stundenlang, mein Mann kann ihn wunderbar ins Bett bringen, beruhigen, kuscheln, Quatsch machen, wickeln....also alles genau wie bei mir...sehr gleichberechtigt. Wenn er nachts öfter wach war, steht mein Mann am Wochenende am morgen mit ihm auf, sie spielen schon mal etc....oder ich gehe noch eine Stunde aufs Sofa schlafen. Oder ich sage "Gute Nacht" und er bringt ihn ins Bett. Bei diesen kleinen Trennungen ist es leider jedes Mal so, dass unser Sohn kurz heftig zu weinen anfängt , mich anguckt (gefühlt!!! "Mama, warum machst du das, ich will doch nur zu dir"), sich um meinen Hals schlingt. Es macht mich sehr traurig bzw fühle ich mich nicht so gut damit. Nach wenigen Sekunden ist, sobald ich außer Sichtweite bin, alles ok. Müssen er und wir das aushalten und es ist ok oder schaden wir ihm vielleicht damit und er braucht Mama momentan einfach immer? Uff, das waren gleich zwei Fragen und ein langer Text. Ich möchte Ihnen schon im Voraus ganz herzlich danken. Finde es so toll, dass und was Sie hier immer schreiben. Viele Grüße und einen schönen Abend!


Biggi Welter

Biggi Welter

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Liebe Mama24_7, ich glaube, dass Dein Sohn eine wirklich gute und sichere Bindung hat und kurz zögert (und weint), wenn der Papa ihn ins Bett bringt. Ihr macht es genau richtig, denn er beruhigt sich ja schnell. Das Stillen scheint Deinem Kleinen sehr viel Sicherheit und Nähe zu geben und wenn Du ihm noch etwas Zeit schenken kannst, würde ich tatsächlich noch etwas abwarten. Dein Sohn entwickelt sich prima und schläft gerade erst durch, vielleicht braucht er das tägliche Stillen noch eine kleine Weile. Wenn Du das nicht möchtest, dann lass Dir möglichst viel Zeit beim Abstillen. Ich glaube, Du spürst sehr genau, was Dein Kind braucht, hör auf Dein Herz! Ganz liebe Grüße Biggi


Mama24_7

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Vielen herzlichen Dank! Das hat mich total bestärkt und wunderbar weitergeholfen. Super!


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