Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

komplettes abstillen

Frage: komplettes abstillen

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Mein Sohn ist nun 6 Monate alt,und ich hab ihn davon 4 Monate voll gestillt.Seitdem bekommt er die Brust nur noch morgens & abends.Auch damit will ich jetzt aufhören.Bloß abends ist die Brust so gefüllt ,das ich ihn ein bißchen Mumi gebe und den Rest die Flasche.Aber trotzdem ist immer noch zuviel Milch da,mit ausstreichen erreiche ich nur kurzfristige Besserung, und am morgen sind die "Dinger" wieder voll.Wie mach ich es jetzt am besten? Ich muß zu sagen ,daß ich den Fehler gemacht hab,ihn sehr oft an die rechte Brust angelegt habe,weil die linke Wund war.Natürlich ist jetzt auch die rechte Brust fülliger als die andere. Schon mal Danke für die Antwort.


Biggi Welter

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? Liebe Sonny, beim Abstillen wird langsam das Stillen durch andere Nahrung ersetzt. Dabei liegt die Betonung auf „langsam und allmählich". Plötzliche Veränderungen mag die Brust nicht, denn sie braucht etwas Zeit, um sich auf den verringerten Bedarf einzustellen. Wird die Brust beim Abstillen hart und prall, so ist dies ein Zeichen dafür, dass zu schnell vorgegangen wird. Also: nicht gleich eine komplette Stillzeit ausfallen lassen, sondern schrittweise immer weniger stille. Auf diese Weise haben sowohl das Kind als auch die Brust Zeit, sich auf die Veränderung einzustellen. Falls die Brust zu spannen beginnt, pumpen Sie gerade so viel Milch ab oder streichen von Hand aus, dass die unangenehme Spannung nachlässt und Sie sich wieder wohl fühlen. Nicht mehr Milch als unbedingt notwendig entleeren, denn sonst wird die Produktion wieder angeregt. Zusätzlich können Sie die Brust kühlen. Ein Einschränken der Trinkmenge (wie es leider immer noch häufig empfohlen wird) ist nicht empfehlenswert. Trinken Sie entsprechend Ihrem Durstgefühl. Was hingegen hilfreich sein kann, ist das Einschränken des Kochsalzkonsums. Auch sollten Sie keinesfalls die Brust hochbinden. Was hilfreich sein kann ist ein gut sitzender, stützender BH, der jedoch keinesfalls einengen darf. Abstillmedikamente sollten aufgrund der Nebenwirkungen wirklich nur besonderen Situationen vorbehalten bleiben. Zudem ist Ihre Wirkung nach der unmittelbaren Neugeborenenperiode nicht erwiesen. Es gibt auch naturheilkundliche und homöopathische Mittel, die zum Abstillen eingesetzt werden können. Wenn Sie sich hierfür interessieren, wenden Sie sich bitte an eine entsprechend ausgebildete Ärztin/Arzt oder Hebamme. Das Ungleichgewicht zwischen den beiden Brüsten wird sich im Laufe der Zeit auch wieder einregulieren. LLLiebe Grüße Biggi Welter


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