Mitglied inaktiv
Hallo Biggi, da mir meine Brust oft Schmerzt und die harmonische Stillbeziehung nur noch von meiner 22 Monate alten Tochter ausgeht, habe ich gesagt nun ist Schluß ich mag und kann nicht mehr Stillen. Leider sieht meine Tochter es anders, habe schon alles versucht was Du in Deinen Forum geraten hast (nicht anbieten, mit dem Kind reden, Papa versucht das Kind ins Bett zu bringen usw). Leider ohne Erfolg. Tagsüber klappt es mit dem ablenken sehr gut, außer sie wird müde und macht einen Mittagsschlaf, dann verlangt sie die Brust. Am schlimmsten ist es Abends und Nachts, ohne Brust bekomme ich sie nicht ins BEtt. Bücher anschauen und den Tag Reveue passieren lassen ist schön und gut, aber danach will sie Mimi. Sie schreit danach wird wütend, schmeißt sich nach hinten und läßt sich durch nichts beruhigen. Nimmt mein Mann sie dann auf dem Arm schuppst sie ihn weg und haut ihn und will Mami bzw. Mami-Milch. Habe es mal 11/2 Std. versucht am Abend sie zum Schlafen zu bringen, hat aber nur geschrien, danach war ich mit meiner Kraft am Ende und habe nachgegeben. Weiß mir nicht zu helfen, kann sie doch nicht Abends und Nachts Stundenlang schreien lassen. Im Ehebett schläft sie, aber das Kuscheln reicht ihr nicht. Meine LLL-Stillberaterin wußte auch keinen Rat, außer nur Stillen bzw. Weiterstillen. Da ich in der NAcht oft alle 2 Stunden stillen muß und die Brust schmerzt, mag ich einfach nicht mehr. Vielleicht weist Du RAt. Vielen Dank und schön das es Dein Forum gibt. Gruß Vera (Sorry etwas langgeworden,)
Liebe Vera, vermutlich kennt mindestens die Hälfte aller Mütter dieser Erde das Gefühl "bitte nur zehn Minuten ganz für mich alleine, niemand der "Mama" ruft, niemand der mich anfasst und niemand der irgendetwas von mir will!!!" Diese Erschöpfung und Berührungsmüdigkeit befällt von Zeit bis Weilen Mütter von Kindern aller Altersklassen, bevorzugt aber Mütter von Kleinkindern zwischen 12 Monaten und drei Jahren. Je weiter Du jedoch versuchst, dich von deinem Kind abzugrenzen, um so mehr wird es deine Nähe suchen. Deine Tochter braucht diese grenzenlose Sicherheit, dass Du immer für sie da bist, um selbst zu einer sicheren Persönlichkeit heranreifen zu können. Dennoch heißt das nicht, dass Du jetzt bis zur Selbstaufgabe weitermachen musst. Ein liebevoller Vater kann durchaus einspringen und ein wenig Protest kann in Kauf genommen werden, denn schließlich ist dein Partner ja wohl kaum ein wildfremder Mensch für euer Kind. Sprecht mit eurem Kind, lasst es spüren, dass ihr für es da seid und es beschützt, dass sie sich geborgen fühlen kann. Sie versteht schon mehr, als viele Menschen glauben. Gleichzeitig ist auch liebevolle Konsequenz angesagt und wenn Du dich sehr genervt und unter Druck gesetzt fühlst, dann gönne DIR eine Auszeit. Wichtig ist nun, dass ihr zum Einen wirklich miteinander redet und Du deinem Kind klar erklärst und sagst, was Du willst und was Du nicht mehr willst. Zum Anderen muss für dein Kind deutlich erkennbar sein, wo deine Grenzen gesetzt sind. Liebevolle Konsequenz ist das Zaubermittel in der Erziehung. Du musst dir aber wirklich absolut sicher sein, denn dein Kind spürt deine Zweifel und wird nicht verstehen, warum es manchmal darf und dann wieder nicht. Deine Tochter will dich nicht manipulieren, sie versteht es einfach noch nicht, warum sie ihre so geliebte Brust nicht mehr bekommt und hat Angst, dass DU dich ihr entziehst. Stillen ist viel, viel mehr als reine Nahrungsaufnahme. Es ist Trost, Geborgenheit, sicherer Hafen und ein Weg zur Ruhe zu kommen, wenn die Wellen des Alltags so hoch geschlagen sind, dass das Kind keinen Weg mehr weiß, um mit sich selbst und der Umgebung ins Reine zu kommen. Es ist manchmal schwierig bei einem älteren Kind genau zu unterscheiden, will es jetzt wirklich das Stillen oder sucht es "nur" Aufmerksamkeit und Zuwendung. Doch mit einem fast zweijährigen Kind kannst Du sprechen und auch Abmachungen treffen, die dann auch eingehalten werden können außer in "Katastrophensituationen". Es kann nun sein, dass sich bei euch schon so etwas wie ein "Kampf" entwickelt hat, doch auch aus dieser Situation werdet ihr wieder einen Weg herausfinden, wenn Du deiner Tochter mit Eindeutigkeit begegnest, so dass sie klar erkennen kann "Mama meint das, was sie sagt und tut auch wirklich so". Vielleicht kannst Du wirklich durchsetzen, dass Du nachts nicht ständig stillst, sondern klare Abmachungen triffst. Ein radikaler Brustentzug wäre für dein Kind jetzt zu schmerzhaft, aber Dein Kind wird akzeptieren, dass es nicht alle zwei Stunden gestillt wird. Ich wünsche dir sehr, dass eure Nächte bald einfacher werden. LLLiebe Grüße Biggi
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