Elocin123
Guten Morgen! Meine Tochter ist 3 Jahre alt. Ich habe sie bis jetzt gestillt, das letzte Jahr allerdings nur noch beim Einschlafen, nachts, wenn sie aufgewacht ist; und morgens vor dem Aufstehen. Jetzt bin ich dabei, abzustillen. (wir machen es stufenweise). Am zweiten Tag fing sie am späten Nachmittag an zu weinen, als ich ihr erklärte, dass Papa sie ins Bett bringt und es kein "Nomnom" mehr gibt, weil sie jetzt ein großes Mädchen ist. Sie hat furchtbar geweint und mir gesagt, dass sie sehr traurig ist, weil sie nicht mehr trinken darf. Sie tat mir so leid. Dennoch ziehen wir es durch. Wie kann ich meine Kleine unterstützen? Und wie lange wird sie dem gestillt werden hinterhertrauern und so traurig sein? Auf der einen Seite tut sie mir furchtbar leid, auch für mich ist es ein Abschied, diese innige Nähe. Auf der anderen Seite ist es jetzt auch Zeit, diesen Schritt zu gehen. Ich kuschel viel mit ihr und halte sie im Arm. Liebe Grüße, Nicole
Liebe Nicole, ich kann dir nicht sagen, wie lange dein Mädchen trauern wird, aber egal, wie lange es dauert, es ist OK! Deine Kleine IST traurig und braucht jetzt viel Nähe, Unterstützung und Verständnis. Du machst es genau richtig, wenn du mit deiner Tochter viel kuschelst und ihr ihre Trauer und auch zugestehst. Eine weitere Möglichkeit heißt Ablenkung. Durch Ablenkung abzustillen bedeutet, deine Gewohnheiten von Tag zu Tag erheblich zu verändern. Du musst die vertrauten Stillsituationen vermeiden und neue Betätigungsfelder schaffen. Für das eine Kind kann das bedeuten, dass ihr viel häufiger Ausflüge zu Orten unternehmt, die deinem Kind gefallen und wo es viele Menschen und viel Trubel gibt. Für ein anderes Kind bedeutet dies vielleicht, das Leben erheblich ruhiger zu gestalten, um Situationen, die es als bedrohlich empfindet, zu verringern. Es kann auch ablenkend wirken, wenn du dein übliches Verhalten in bestimmten Situationen veränderst. Wenn Du zum Beispiel sitzen bleibst anstatt dich hinzulegen, wenn du dein Kind zum Einschlafen bringst. Andere Möglichkeiten sind Vorlesen, Singen oder vielleicht ein neues Spielzeug. Manchmal bringt es dich auch weiter, wenn du das Stillen immer dann, wenn dein Kind diesen Aufschub verkraften kann, für eine Weile verschiebst. Ich hoffe, es geht euch beiden ganz bald besser! Lieben Gruß Biggi
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