levisa
Guten Tag, Mein Sohn ist nun 1 Jahr alt geworden, ich stille noch und habe es auch schon reduziert weil ich bald endlich mal abstillen möchte. Ich denk das Abstillen wäre gar nicht so problematisch wenn er nicht so abhängig von wäre wenn es ums Thema schlafen geht. Ich und mein Mann haben schon vieles ausprobiert, summen, schaukeln, streicheln, Musik oder sich etwas beruhigendes angucken. Nichts hilft und das Geschreie war jedes mal groß wenn er übermüdet ist und trotzdem nicht einschläft weil ich ihn die Brust nicht mehr geben möchte. Am Ende habe ich nach 2-3 Stunden rumgeweine einfach keine Wahl als ihn mit der Brust zum schlafen zu bringen, dass geht dann meist auch ziemlich schnell. Wir sind einfach so langsam am Ende unserer Nerven, weil es total aussichtslos aussieht dass wir eine Möglichkeit finden ihn zum Einschlafen zu bringen. Meine Hebamme meinte auch ab seinem Alter hat abstillen nur noch was mit Erziehung zu tun, sprich jedes mal wenn ich ihn die Brust dann doch gebe signalisiere ich ja dass das rumgeweine was bringt um doch das zu bekommen was er will. Ich weiß einfach nicht mehr was ich tun soll, ich habe lange Zeit sehr gerne gestillt aber zu wissen ich MUSS ihn stillen weil er sonst nicht schläft macht mich fertig. Ich kann ihn ja auch nicht Stunden lang bis in die Nacht rein weinen lassen weil er nicht schläft und im Bettchen lassen. Möchte ich nicht und würde auch nicht funktionieren. Die Brust ist bisher das einzige was ihn total beruhigt. Ich hoffe für solche Situationen gibt es ein paar Tipps wie ich damit umgehen soll und das wir endlich einen anderen Weg finden. LG, Levisa
Liebe Levisa, diese Phase machen fast alle Mütter durch, denn Dein Kind macht jetzt so viele Entwicklungsschritte durch und verarbeitet diese in der Nacht. Die Brust gibt Nähe und Geborgenheit und das Baby findet so wieder leichter in den Schlaf. Das Verhalten Deines Kindes ist zwar nicht unnatürlich oder falsch (es IST eben so, dass es an Deiner Brust genau das findet, was es zum Weiterschlafen braucht), doch es belastet Dich und darum darfst Du was ändern. Wenn Du Deinem Kind noch eine gewissen Zeit schenken kannst, dann mach das, aber wenn es Dich nur nervt, dann ändere die Situation. Mit viel Geduld und liebevoller Konsequenz schaffst Du das! Am besten wäre es, wenn Du wieder schrittweise vorgehen würdest und anfangs stillfreie Stunden einführen würdest. Kennst Du Elizabeth Pantley, Autorin des Buchs "Schlafen statt Schreien: Das liebevolle Einschlafbuch: Das 10-Schritte-Progamm für ruhige Nächte“? Pantley hat ein Programm entwickelt, mit dem man älteren Babys, auch Stillkinder, dabei helfen kann, auch ohne Brust oder ständiges Stillen die Nacht zu schaffen. Auch wenn man nicht alle ihre Schritte anwendet haben viele Mütter doch gute Erfahrungen mit diesem Buch gemacht. Dazu kannst du wie folgt vorgehen: Erkläre Deinem Kind schon bei Tag, was sich in der Nacht ändern wird, und versuche, Signale zu definieren, die es wieder erkennen kann (z.B. "erst wenn der Radiowecker angeht, dann darfst Du trinken") und die sich eventuell anpassen lassen (den Radiowecker kann man etwa jeden 2. Tag eine viertel Stunde nach hinten programmieren, so dass die Pause immer länger wird). So wird die Nacht allmählich stillfrei. Wenn sich Dein Kind dann in der Nacht beschwert, dass es nicht trinken darf (und das kann es natürlich nur durch weinen oder schreien), dann tröste es und sprich liebevoll-beruhigend mit ihm, und gestehe es ihm auch wirklich zu, sauer zu sein, aber bleib konsequent beim "Nein", bis der vereinbarte Zeitpunkt (z.B. der Radiowecker geht an) für das Stillen gekommen ist. Dann jedoch solltest Du auch von Dir aus Deinem Kind die Brust anbieten - so lernt es, dass es sich auf Dein Wort verlassen kann. Natürlich kannst Du Deinem Kleinen während der Nacht einen Schluck Wasser oder auch einen Schnuller anbieten, doch sei nicht allzu überrascht, wenn das anfangs mit Wut abgewiesen wird. Die ersten paar Nächte werden nicht einfach werden und Dein Kind wird erst einmal toben. Vielleicht kannst Du an einem Wochenende beginnen, damit Du tagsüber etwas ausruhen kannst. Hab Geduld, mit liebevoller Konsequenz schaffst Du das! Lieben Gruß Biggi
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