Mitglied inaktiv
Liebe Stillberaterinnen, Ich habe folgendes Problem. Meine Tochter (knapp 15 Monate alt) wiegt sehr wenig und ist seit einger Zeit deutlich von ihrer Kurve abgefallen. Hier ein paar Eckdaten: *8.11.2010 - 2820g 09.12.2010 - 4090g 10.01.2011 - 4950g 09.03.2011 - 5900g 03.05.2011 - 6500g 06.09.2011 - 7200g 16.11.2011 - 7700g 10.12.2011 - 7800g 26.01.2012 - 7550g Die Daten sind alle von unseren Arztbesuchen. Anfang Januar hat sie auf der Waage zu Hause (nicht sehr praezise) etwas ueber 8Kg gewogen. Sie hat dann nach einem schweren Magen-Darm Infekt abgenommen. Sie liegt jetzt unterhalb der Kurve (jedenfalls der, die sie hier in Spanien benutzen) und bei der Laenge ist sie ungefaehr auf dem 80%-Perzentil. Sie ist also wirklich sehr, sehr zierlich. Sie war von Anfang an eine schwierige Esserin. Hat auch nie ein Flaeschen oder sonst was genommen. Deshalb stille ich noch sehr viel, auch in kurzen Abstaenden und nachts. Im Kindergarten isst sie ganz gut, aber zu Hause sehr schlecht. Ich haette kein Problem damit sie weiterzustillen, wenn ich wuesste, dass ihr das gut tut. Aber ich bin mir sehr unsicher, ob es nicht doch das falsche ist und ich ihre Gesundheit gefaehrde. Muesste ich nicht besser abstillen bzw. viel weniger stillen und ihr das Stillen vor Mahlzeiten verweigern, so dass sie dann richtig hunger hat und isst? Die Aerzte hier machen mir die Hoelle heiss wegen ihrere Gewichtsentwicklung und ich habe (mittlerweile) eben auch so meine Zweifel. Hab' das Buch von Gonzalez gelezen und war danach sehr entspannt, was ihr Essverhalten angeht. Aber das entspannt sein faellt mir immer schwerer, auch wenn ich mich immer bemuehe, dass sie das nicht mitbekommt. Was wuerden sie empfehlen? Koennte die ein Fall sein, bei dem Abstillen/weniger stillen tatsaechlich angeraten ist? Viele Gruesse, Nora
Liebe Nora, was sollst Du denn machen? Dein Kind in einen Schraubstock spannen, ihm die Nase zuhalten, damit es den Mund auf macht und ihm dann unter Zuhilfenahme eines Kartoffelstampfers feste Nahrung in den Magen zwingen? Kehr den Spieß einmal um und frage all diejenigen, die dich so freigiebig kritisieren, was für KONSTRUKTIVE Vorschläge sie denn anzubieten haben. Es ist immer leicht zu sagen „Du machst das falsch" und sich dann umzudrehen und keinerlei sinnvolle Vorschläge zu machen, wie denn in dieser Situation besser vorgegangen werden soll. Grrr, in solchen Situationen packt mich die Wut: Du bist nicht schuld, weder an der Weltwirtschaftskrise noch daran, dass dein Kind nicht essen mag. Muttermilch ist auch jetzt wertvoll und gesund und hat viele Kalorien, deshalb würde ich nicht weniger stillen, sondern einfach weiterhin geduldig Beikost anbieten. Verweigert ein Kind deutlich länger jegliche Beikost, ist es allerdings sicher nicht verkehrt, das Kind genauer anzuschauen und eventuell auch die Eisen und Zinkwerte zu kontrollieren. Es kommt zwar eher selten vor, doch manchmal liegt die Essensverweigerung der Kinder gerade an einem Mangel dieser Spurenelemente und dieser Mangel verschärft sich dann noch weiter, wenn das Kind nicht isst. Bitte also zum einen Geduld bewahren, dem Kind fingergerechte Nahrung und gemeinsames Essen am Familientisch und mit anderen Kindern (Nachahmungseffekt) anbieten und einmal von der Kinderärztin/arzt nachschauen lassen. LLLiebe Grüße Biggi Welter
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