Ann_ey
Hallo, Ich habe einen 3 Monate alten Sohn, der die ersten 8 Wochen vollgestillt wurde. Dann stillte ich aufgrund Brustentzündungen leider ab. Ich bereue es so sehr. Seit 6 wochen bekommt er nun pre mit der Flasche. Seit 1 Woche entschied ich mich für eine Relaktation. Ich pumpe sehr oft, mittlerweile kommen schon 2 bis 3 tropfen in den Behälter. Trinke stilltee, esse bockshornkleekapseln. Bis jetzt gelang es mir noch nicht meinen Sohn anzudocken. Jedes Mal endet es schreiend.. Fingerfeeding funktioniert nicht wirklich. Mit stillhütchen klappt es auch nicht. Er schnappt nicht mal zu wenn meine Brust in seinem Mund liegt. Eine Stillberaterin hat mir übers Telefon noch Tipps gegeben. Macht es überhaupt noch Sinn ihn wieder umzugewöhnen? Ich weiß nicht mehr weiter. Mit freundlichen Grüßen
Kristina Wrede
Liebe Ann_ey, wenn dein Kleiner nicht mehr an die Brust möchte, wird es sehr sehr schwer zu Relaktieren. Alles steht und fällt mit der Bereitschaft des Babys, sich darauf einzulassen. Und ob du es weiter probierst hängt davon ab, wie geduldig du bist. Ganz wichtig ist, dass du dir klar machst: du bist keine "schlechte Mutter" und schon gar keine "Versagerin", wenn das Stillen nicht so klappt wie du es dir gewünscht hast! Auch eine Mutter, die ihr Kind nicht stillen kann, ist eine gute Mutter. Stillen darf hier nicht überbewertet werden. Márta Guóth Gumberger, IBCLC in Rosenheim, schreibt in ihrem Text "Wenn es mit dem Stillen trotz allem nicht klappt": "Die biologische Möglichkeit, ihr Baby zu stillen, ist manchmal nur theoretisch vorhanden, weil die Hindernisse so groß sind. Mangelnder Rückhalt in Familie und Umgebung, sehr große Anforderungen an die Mutter, Krankheit bei Mutter und/oder Kind, Stress, Angst, Sorge, zuwenig Unterstützung und Information von medizinischem Personal, falsch eingefädelte Verhaltensweisen in der Klinik, fehlende Information zur richtigen Zeit, Temperament und Saugtechnik des Babys, frühere Misserfolgserlebnisse beim Stillen und das gesellschaftliche Klima können einzeln oder in Kombination die Stillbemühungen der Mutter um den Erfolg bringen. Sie erleben dann vielleicht Versagensgefühle, aber halten Sie sich all die erschwerenden Faktoren in Ihrer Situation vor Augen. Denken Sie daran, dass Stillen zum Ziel hat, eine liebevolle Mutter Kind Bindung zu ermöglichen. Das Stillen erzwingen zu wollen, würde das Gegenteil bewirken. (...) Vielleicht klappt aber auch das nicht. Sie erleben in jedem Fall Trauer um den Verlust einer komplikationslosen Stillbeziehung bzw. einer Stillbeziehung überhaupt. Lassen Sie diese Gefühle der Trauer zu, aber bleiben Sie nicht bei ihnen stehen. Sie haben die Möglichkeit, auf andere Weise Ihrem Kind die Nähe, Geborgenheit und Bindung zu geben, die beim Stillen entstehen würden." Siehe auch hier: https://www.stillkinder.de/wenn-es-mit-dem-stillen-trotz-allem-nicht-klappt/ Ich hoffe, diese Worte trösten dich ein wenig.. Lieben Gruß, Kristina
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