Artoffay
Hallo, Meine Tochter wird im Oktober 2 Jahre alt. Erst wollte ich min. Ein Jahr stillen und konnte mir gar nicht vorstellen, dass es solange funktionieren würde. Meine Tochter trinkt für ihr Leben gerne an der Brust. Vor allem nachts und morgens im Familienbett. Seit mehreren Monaten gehe ich abends zum Sport, daher bringt sie der Papa ins Bett. Somit war es kein Problem ihr das trinken zum einschlafen ab zu gewöhnen. Das hat aber nur geklappt, wenn ich nicht da war. Wenn ich im Haus bin, lies sie sich das nicht nehmen gestillt zu werden. Tagsüber sie auf abends zu vertrösten, hat ne weile geklappt. Dafür musste ich aber mittags mit ihr für den Mittagsschlaf Auto fahren. Das hat mir immerhin ein bis zwei Stunden Zeit zum lesen im Auto geschenkt. In letzter Zeit habe ich das wegen meiner großen Tochter nicht hin bekommen, da sie für ihre Hausaufgaben auch Aufmerksamkeit braucht. So habe ich manchmal nachgegeben und meiner kleinen mittags zum einschlagen die Brust gegeben. Dann gibt es auch 1- 2 Tage in der Woche an denen ich Abends doch da bin. Also habe ich da auch nachgegeben. Jetzt hatte ich das Gefühl mich zurück zu bewegen und auch, dass sie Nachts und vor allem morgens öfter und Länger trinken möchte. Deshalb habe ich gestern Pflaster drauf geklebt und ihr nachts als sie trinken wollte erklärt, dass sie weh tun würden, ich also aua hätte. Das hat sie völlig schockiert und sie hat von besser pusten zu verzweifelten aufstehen und essen wollen so ziemlich alles durchgemacht. Vor allem hat sie fürchterlich geweint, sobald sie in den Halbschlaf viel und merkte, dass sie ja nicht wie gewohnt dran kann. Am Morgen merkte sie auch gleich, dass sie wegen meinen Wehwehchen nicht trinken kann und ist weinerlich Richtung Küche gewandert und rief nach essen. Soweit so gut, doch heute Nacht, als sie wach wurde und ihr klar wurde, dass ich immer noch die Pflaster drauf habe, hat sie ein wenig gejammert und ist eingeschlafen. Sie wollte aber auch nicht kuscheln oder so. Jetzt befürchte ich, das könnte in Zukunft ausfallen. Wird sie dann als Ersatz zum nuckeln dann von alleine kuscheln kommen? Also wenn ich das jetzt durchziehe bis die Milch ausfällt und sie sich an die neue Situation gewöhnt hat? Oder kann es auch sein, dass sie die Nähe abends, nachts oder morgens dann von mir gar nicht mehr so braucht? Lg Fay
Liebe Fay, dein Kind ist im Moment durcheinander und verunsichert, aber es WIRD sich an die neue Situation gewöhnen, wenn DU liebe voll und klar bist. So lange DU nicht ABSOLUT sicher bist, dass Du weniger stillen möchtest, wird dein Kind das spüren. Ist die Mutter innerlich nicht davon überzeugt, dass sie ihr Kind ab- oder weniger stillen will, dann ist dieser Zweifel für das Kind sehr deutlich fühlbar und es reagiert in fast allen Fällen so, dass es eher noch häufiger gestillt werden mag. Zweifel und Unsicherheit sind für ein Kind unerträglich, Kinder brauchen Klarheit. Schreibe doch bitte morgen oder in zwei Tagen noch einmal, wie es Euch bis dahin geht. Und versuche, mit deinem Kind sehr viel zu kuscheln! Wichtig ist, dass deine Kleine spürt, dass Du ihr zwar die Brust entziehst, nicht aber deine Liebe. Viele Frauen glauben, dass sie sich beim Abstillen vom Kind distanzieren müssen, aber genau das Gegenteil ist der Fall. Deshalb halte ich auch nicht viel von der Lösung, dass die Mutter einige Tage alleine verreist. Diese plötzliche Trennung kann das Kind in tiefe Trauer und Verzweiflung stürzen. Ich hoffe, die Antwort hilft dir ein wenig weiter. LLLiebe Grüße, Biggi
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