Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Kann Baby sich selbst abstillen?

Frage: Kann Baby sich selbst abstillen?

NaturPur

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Liebe Stillberaterinnen, meine Tochter ist knapp 6 Monate alt. Wir haben, weil sie die Beikostreifezeichen erfüllt mit einer Kombination aus Fingerfood und Brei angefangen, welche sie sehr gut annimmt. Ich möchte aber ausdrücklich nicht mit dem Breifahrplan vom Kinderarzt arbeiten und Milchmahlzeiten ersetzen, sondern nach wie vor viel stillen. Seit einer Woche fällt mir jedoch auf, wie kurz unsere Stillmahlzeiten geworden sind. Höchstens 5 Minuten (meistens eher 2-3) möchte sie noch trinken, dann dockt sie selbst ab. Jetzt mache ich mir natürlich Sorgen. Sie hat zwar noch nie lange getrunken, aber 10-15 Minuten waren es schon. Wir stillen 10-14 mal in 24h, auch nach dem Brei/Essen. Sie hat 4-5 Urinwindeln und 1-2 Stuhlwindeln am Tag und ist eigentlich super fit, in der letzten Woche hat sie 100g zugenommen. Allerdings hatte sie zuvor 7-8 Urinwindeln am Tag, Wasser/Tee bekommt sie (noch) nicht. Das geringste Gewicht waren 2280g, jetzt mit 24 Wochen wiegt sie 5700g (bewegt sich also konstant auf der 3. Perzentile und hat im Durchschnitt 140g pro Woche zugenommen). Da sie so zart ist, möchte ich aber natürlich nichts falsch machen und habe Angst, dass sie zu wenig Milch bekommt! Ich möchte noch sehr lange stillen und befürchte nun, dass sie nicht mehr mag. Irgendwie denke ich, sie stillt sich gerade selbst ab. Wie kann ich ihr die Brust wieder schmackhafter machen? Oder ist alles noch im grünen Bereich? Liebe Grüße, NaturPur


Biggi Welter

Biggi Welter

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Liebe NaturPur, ich denke, dass dein Baby einfach gerade einen Entwicklungsschub durchmacht. Es kommt vor, dass Babys schlicht und ergreifend so aufgedreht sind, dass ihnen die nötige Ruhe fehlt, um gut an der Brust zu trinken. Deshalb ist hier das nächste Mantra der Eltern von großer Bedeutung „ich bleibe gaaaaaaanz ruhig“. Mit Ruhe und Gelassenheit – so frau und man es schaffen, ruhig und gelassen zu bleiben – lassen sich diese Situationen immer noch am besten überstehen. Es gibt einige Kolleginnen, die von einer „Brustschimpfphase" sprechen. Damit sind Kinder gemeint, die Angst haben, beim Trinken an der Brust etwas zu verpassen. Als erste Maßnahme ist dann zu empfehlen, das Baby auch am Tag unter den Bedingungen zu stillen, wie sie in der Regel nachts herrschen: in einem ruhigen, ablenkungsarmen, abgedunkelten Raum. Neben dem Tipp, möglichst gelassen zu bleiben ist dies die nächste Empfehlung, die dem Kind und damit auch der Mutter in solchen Zeiten helfen kann. Auch kannst Du versuchen, VOR der Beikost zu stillen, manchmal klappt es da besser. LLLiebe Grüße Biggi


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