Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Ist mein Baby krank oder hat es eine Saugverwirrung?

Frage: Ist mein Baby krank oder hat es eine Saugverwirrung?

natusch26

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Hallo, ich bin wirklich total verzweifelt langsam was das Stillen betrifft und benötige dringend Ihr Hilfe- Seit ca. 1 Woche trinkt meine Tochter (8Wochen)zunehmend schlechter an der Brust. Ich stille nur an der linken Brust, weil in der rechten kaum Milch ist. Sie trank am Anfang ca. 20 Minuten an der einen Brust. Seit ein paar Tagen trinkt sie vielleicht gerade mal 1- 2 Minuten richtig, danach saugt sie nur. Wenn Sie dann irgendwann die Warze aus dem Mund lässt warte ich immer etwas und versuche sie dann nochmal anzulegen.dann würgt sie aber oder sie öffnet den mund, nimmt die warze in den mund aber greift sie nicht mit dem Mund (es sieht dann so aus als wüsste sie nicht was sie machen soll). Sie hat am Anfang super zugenommen, deswegen meinte die Hebamme müsse ich mir auch keine Sorgen machen. Aber langsam habe ich das Gefühl (allein nur von Aussehen), dass sie in den letzten Tagen abgenommen hat. Auf der anderen Seite ist sie trotzdem lebendig und lächelt viel. Mir ist allerdings aufgefallen, dass sie momentan starke Blähungen hat, Sie weint zwar nicht, aber pupst und presst sehr viel. Beim stillen hört man auch immer ein blubbern im Bauch, wenn die Milch unten ankommt. Hat sie vielleicht was am Magen?


Biggi Welter

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Liebe natusch26, es gibt zwei Hauptursachen für ein solches Verhalten: Saugverwirrung und übermäßig starker Milchspendereflex. Falls Ihr Kind einen Schnuller oder auch (gelegentlich) Flasche bekommt, sollten Sie diese künstlichen Sauger für eine Weile weglassen und schauen, ob sich das Verhalten bessert. Wenn die Saugverwirrung noch nicht zu stark ausgeprägt ist, kann das schon ausreichen, dass das Baby wieder lernt die Brust gut anzunehmen. Beobachten Sie in den nächsten Tagen die Stillzeiten einmal ganz genau. Können Sie sehen, wie Ihre Milch in einem kräftigen Strahl aus Ihrer Brust herauskommt? Verschluckt sich Ihr Baby? Läuft Milch aus seinem Mundwinkel? Möglicherweise haben Sie einen sehr starken Milchspendereflex, mit dem Ihr Baby nicht zurecht kommt und er protestiert deshalb so. Bei einem sehr starken Milchspendereflex hat es sich bewährt, das Baby von der Brust zu nehmen sobald die Milch zu fließen beginnt (legen Sie sich eine Windel zum Auffangen der Milch hin) und erst nach ein bis zwei Minuten weiter zu stillen, wenn der Milchfluss etwas nachlässt. Eine weitere Möglichkeit ist das "Berg auf Stillen". Dazu halten Sie Ihr Baby so, dass sein Kopf, Nacken und Hals höher liegen als Ihre Brustwarze. Beim Stillen mit dem Rückengriff lehnen Sie sich dabei nach hinten, beim Wiegengriff stützen Sie Ihr Baby von unten mit zwei Kissen in Ihrem Schoß und lehnen sich, möglichst in einem bequemen Sessel sitzend, zurück. Weitere Möglichkeiten bei einem starken Milchspendereflex sind: erhöhen Sie die Häufigkeit der Stillmahlzeiten. Dadurch verringert sich die Menge der gestauten Milch in den Milchseen und damit die Milchmenge, die während des Milchspendereflexes freigegeben wird. Wenn Sie die Abstände zwischen den Stillmahlzeiten vergrößern, verschlimmert sich das Problem noch weiter. bieten Sie nur eine Brust pro Mahlzeit an. Dieser Vorschlag passt nicht zu dem, was üblicherweise gesagt wird. Aber das Ziel ist es die Brust weniger zu stimulieren. Wenn Ihr Baby quengelt und oft trinken möchte, kann es nötig sein, dass Sie ihm mehrere Male dieselbe Brust über einen Zeitraum von zwei bis drei Stunden anbieten, bevor Sie die Seite wechseln Wenn sich die zweite Brust zwischendrin zu voll anfühlt oder spannt, sollten Sie gerade soviel Milch ausstreichen, dass Sie sich wohlfühlen, um die Milchproduktion nicht zu sehr anzuregen. stillen Sie Ihr Baby wenn es gerade wach geworden ist. Es wird dann eventuell nicht so stark saugen, wie wenn es richtig wach und hungrig ist. Wenn das Baby weniger intensiv saugt, ist häufig auch der Milchspendereflex weniger stark. versuchen Sie verschiedene Stillpositionen (auch das Berg auf Stillen, dazu halten Sie Ihr Baby so, dass sein Kopf, Nacken und Hals höher liegen als Ihre Brustwarze. Beim Stillen im Rückengriff lehnen Sie sich dabei nach hinten, beim Wiegengriff stützen Sie Ihr Baby von unten mit zwei Kissen in ihrem Schoß und lehnen sich, möglichst in einem bequemen Sessel sitzend, zurück. Eventuell kann Ihr Baby auch schon an ihrer Brust trinken während es auf Ihrem Bauch liegt. So könnten Sie im Liegen stillen und das Baby anschließend auf Ihrem Bauch einschlafen lassen.) lassen Sie das Baby oft aufstoßen. vermeiden sie den Gebrauch von künstlichen Saugern und Schnuller. Mit dem Schnuller lässt sich ein Baby vielleicht hinhalten, aber es bleibt hungrig. Die Milch wird dann um so mehr mit Macht herausschießen, vor allem je mehr das ausgehungerte Baby kräftig saugen wird. Falls Ihr Baby eine Flasche oder einen Schnuller bekommt, kann es auch sein, dass es mit dem Wechsel zwischen den beiden Saugtechniken nicht zurecht kommt und nun deshalb an der Brust frustriert reagiert. In jedem Fall ist es empfehlenswert, dass Sie sich mit einer Stillberaterin in Ihrer Nähe in Verbindung setzen und sich beim Stillen zuschauen lassen. Aus dem, was die Kollegin sieht, kann sie Rückschlüsse ziehen und Ihnen dann gezielte Tipps geben. Adressen von Stillberaterinnen finden Sie im Internet unter: http://wwwlalecheliga.de (Stillberaterinnen der La Leche Liga), http://www.afs-stillen.de (Stillberaterinnen der Arbeitsgemeinschaft freier Stillgruppen) oder http://www.bdl-stillen.de (Still- und Laktationsberaterinnen IBCLC). LLLiebe Grüße Biggi Welter


natusch26

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ich habe noch was vergessen. In den ersten Wochen haben wir ihr 1 mal nachts immer abgepunpte milch aus der flasche gegeben um mich zu schonen. das haben wir in den letzten 4 wochen aber nicht mehr gemacht. seitdem nimmt sie auch keine flasche mehr. letzte woche hat die hebamme es einmal geschafft, dass sie nach 20 minuten weinen aus der flasche getrunken hat. da sie schon letzte woche schlechter getrunken hat sollte sie nämlich noch einmal zusätzlich muttermilch aus der flasche bekommen. das fällt aber jetzt sowieso weg...


natusch26

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ich habe noch was vergessen. 1.In den ersten Wochen haben wir ihr 1 mal nachts immer abgepunpte milch aus der flasche gegeben um mich zu schonen. das haben wir in den letzten 4 wochen aber nicht mehr gemacht. seitdem nimmt sie auch keine flasche mehr. letzte woche hat die hebamme es einmal geschafft, dass sie nach 20 minuten weinen aus der flasche getrunken hat. da sie schon letzte woche schlechter getrunken hat sollte sie nämlich noch einmal zusätzlich muttermilch aus der flasche bekommen. das fällt aber jetzt sowieso weg... 2. sie schläft auch ungeföhr seit 1 woche tagsüber sehr wenig. sie ist immer von 7-14 uhr wach und schläft dann erst wenn wir mit dem kinderwagen rausgehen. nachts schläft sie aber gut. wenn ich sie zum letzten mal um 20 stille kommt sie erst wieder um 1, dann um 4, dann um 7.


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