Frage im Expertenforum Stillberatung an Kristina Wrede:

Häufiges Lösen von der Brust

Frage: Häufiges Lösen von der Brust

Mitglied inaktiv

Beitrag melden

Hallo. Mein Sohn (4 Monate) wird noch voll gestillt. In letzter Zeit beobachte ich aber, dass er beim Trinken teils recht unruhig ist. Besonders zu Beginn einer Stillmahlzeit löst er sich immer wieder von der Brust. Quasi Andocken - 2 Schluck trinken - Wegdrehen - Andocken - Trinken usw. Wenn der Milchfluss dann richtig einsetzt, wird es weniger, hört aber nicht ganz auf. Ich habe es schon in verschiedenen Positionen versucht, vergebens. Stille ihn auch in ruhiger Atmosphäre, so dass er nicht abgelenkt wird. nichts hilft. Ist doch teils sehr unangenehm und strapaziert die Brust ziemlich... Was kann ich tun?


Beitrag melden

Liebe Dana83, in diesem Alter sind viele Säuglinge tagsüber recht unruhig an der Brust. Das vergeht wieder, ist aber recht anstrengend, wie du schon schreibst. Meist ist es eine Phase, in der die Mutter recht aufmerksam stillen muss, ohne Eile oder Unsicherheit, so dass sich ihre Ruhe auf das Kind übertragen kann. Du kannst zusätzlich folgende Tipps ausprobieren: o in der Badewanne oder im Schaukelstuhl stillen, o im Halbdunkeln stillen, o im Halbschlaf stillen, o das Baby mit der Brust spielen lassen, o auch mal ganz unkonventionelle Stillhaltungen ausprobieren (im Vierfüßlerstand, oder das Bergauf-Stillen etwa) o alle künstlichen Sauger vermeiden, o das Baby massieren, o viel Körperkontakt (Haut auf Haut), o und ganz wichtig: keinen Stillstress erzeugen, weder bei der Mutter noch beim Kind, Ruhe und Gelassenheit, auch wenn es schwer fällt. Beim Stillen solltest du möglichst nicht mit dem Finger seine Wangen berühren, denn das löst einen Reflex aus, der das Kind automatisch den Kopf drehen lässt. Diese Tips helfen ganz allgemein in den Fällen, wo die Kinder (z.B. auch aufgrund vieler "Umgebungsreize" und höherer Empfindlichkeit darauf genau so in diesem Alter, um den 4.-6. Lebensmonat herum) unruhig an der Brust sind. Wenn du schreibst, dass ihr bereits in ungestörter Umgebung stillt, dann ist es vielleicht auch bei euch so, dass es Zeiten gibt, in denen dein Kleiner problemlos trinkt, etwa in der Nacht oder kurz vor dem Mittagsschlaf. Solange dein Kleiner weiterhin gedeiht, kannst du sicher sein, dass er genug Milch bekommt, ganz unabhängig davon, wie unruhig es zwischendurch sein mag. Dieser Gedanke kann vielleicht ein bisschen dabei helfen, dass du dich nicht so verunsichert fühlst durch sein Verhalten. Lieben Gruß, Kristina


Bei individuellen Markenempfehlungen von Expert:Innen handelt es sich nicht um finanzierte Werbung, sondern ausschließlich um die jeweilige Empfehlung des Experten/der Expertin. Selbstverständlich stehen weitere Marken anderer Hersteller zur Auswahl.

Ähnliche Fragen

Liebe Biggi und Kristina, liebe andere Mamis, die Ihr vielleicht Erfahrung mit erfinderischen Kindern habt... Ich habe einen 15 Monate alten Sohn und wir beide lieben das Stillen über alles und stillen noch nach Bedarf, in unserem Falle ist das sehr oft. Wir haben aber ein kleines Problem: er lässt sich gar nicht von der Brust nehmen. Versuc ...

hallo liebe beraterin, mein sohn ist heute 5 wochen alt und ich stille voll. folgende fragen habe ich Laut meiner hebamme soll ich 10 bis 15 minuten pro seite trinken lassen, wickeln dann die andere seite zum trinken geben. jedoch nicht das baby nur nuckeln lassen damit es mich nicht als schnuller benutzt. so habe ich es bisher immer germacht. ...

Liebe Biggi, mein Sohn ist nun 1 Jahr alt und wird immer noch voll gestillt. Breikost lehnt er leider ab. Mein Problem sind wunde Brustwarzen, die durch abendliches und manchmal auch nächtliches Dauernuckeln entstehen. Unser Sohn schläft bei uns im Bett. Ich habe dann einen Abdruck von seinen oberen Zähnen fast direkt an der Warze. Die Brust entgl ...

Liebe Biggi, liebe Kristina, ich bin mittlerweile völlig verzweifelt. Ich wollte immer lange stillen, aber langsam geht das in eine Richtung, die nicht mehr gut für uns sein kann... Meine Tochter (mittlerweile 2 Jahre alt) war ein "Schreikind", geschuldet durch das Kiss-Syndrom, welches wir jedoch erst im 4. Lebensmonat festgestellt und durch einen ...

Liebe Fr. Welter!   Seit etwa einer Woche produziert meine linke Brust deutlich mehr Milch als zuvor und auch als die rechte Brust und mein Milchspendereflex ist stärker. Auch spukt meine Tochter häufiger. Meine Tochter ist 2 Monate alt, ich stille sie voll. Am Anfang hatten wir kleine Startschwierigkeiten, da habe ich zusätzlich abgepumpt ...

Hallo! Meine 10 Wochen alte Tochter schreit tagsüber ganz doll die Brust an und dockt dauernd an und ab. Wegen meiner vielen Milch und meines extrem starken Milchspendereflexes verschluckt sie sich dauernd und spuckt auch noch extrem (wobei sie das auch tut, wenn sie Ma ruhig trinkt). Woran kann es liegen, dass sie sich so ärgern muss und warum nur ...

Liebe Biggi, ich wende mich an dich, weil ich seit Längerem mit einem zu starken Milchspendereflex kämpfe und seit einigen Tagen das Gefühl habe, dass wir mittlerweile eher Rückschritte statt Fortschritte machen und meine Tochter bereits 11 Wochen alt ist.  Ich habe bereits einiges versucht um es unter Kontrolle zu bringen, leider mit nur mäßigem ...

Guten Tag Biggi, ich bin total aufgelöst. Ich hab seit 7 Tagen einen Ausschlag unter der Brust bei dem ich mir unsicher bin ob es durch meinen Waschzwang "Wund" ist oder es sich tatsächlich um eine Pilzinfektion handelt. Da mein Hausarzt in Pension gegangen ist, musste ich mir einen neuen suchen, bei der ich soeben war.  Die Ärztin war sehr unfreu ...

Hallo liebe Biggi!  Mein Sohn (7 Monate) hat bereits vier Zähne und mir vor einer Woche beim Stillen kräftig in die Brustwarze gebissen.  Dadurch ist eine kleine, recht tiefe Bisswunde entstanden, die höllisch schmerzt. Mit Tipps meiner Nachsorge-Hebamme und unter Einsatz eines Softlasers hat die Wunde recht gut angefangen zu heilen. Das Problem is ...

Meine Tochter ist nun 10 Monate und mag nichts essen, auch nimmt sie kein Fläschchen. Vor ca 1-2 Monaten waren wir schon bei einem halben Gläschen Brei am Abend. Dann hat sie ihre ersten 2 Zähne bekommen und aus war's. sie macht einfach den Mund nicht auf, isst maximal ein kleines Löfferl und dreht dann den Kopf weg, oder schlägt sogar mit der Hand ...