Frage: Große Probleme mit Beikost

Liebe Biggi, ähnlich wie Christiane im Posting unter mir habe ich ziemliche Probleme mit dem Zufüttern. Mein Söhnchen wehrt sich wirklich mit Hand und Fuß gegen alles außer MuMi, die er noch morgens, abends und nachts bekommt. Es kommt vor, dass er manchmal den ganzen Tag über bis auf wenige aufgedrängelte Löffelchen Brei und Knäckebrot nichts isst und AUSFLIPPT, wenn man ihm Brei anbietet. Ich fühle mich dann einerseits irgendwie von ihm erpresst, andererseits tut er mir leid und ich fühle mich schlecht, weil ich ihm nicht das gebe, was ihm schmeckt und guttut. Trotzdem möchte ich gerne nicht mehr so lange stillen, so langsam wird es immer schwerer mit Job und Studium zu vereinbaren und außerdem habe ich sehr stark abgenommen und mag einfach mal wieder mehr für mich selbst dasein. Na - Du siehst schon: ich habe wirklich ein schlechtes Gewissen bei dem Gedanken ans Abstillen. Hast Du einen Tipp für mich? Liebe Grüße, Miriam P.S.: Du hattest mir auf ein Posting von mir zu der Frage, ob ich ohne meinen Sohn übers Wochenende wegfahren kann, eher abratend geantwortet - ist ca. 4 Wochen her. Das war goldrichtig. Ich bin damals zuhause geblieben und war im Nachinein sehr froh darüber! Vielen Dank!

Mitglied inaktiv - 28.06.2001, 14:45



Antwort auf: Große Probleme mit Beikost

? Liebe Miriam, Du bist stillmüde und möchtest deinen Körper wieder für dich haben. Wohl jeder (stillenden) Mutter geht es irgendwann so. Wir alle haben irgendwann oder immer wieder einmal Sehnsucht nach dem Leben v.K. (= vor dem Kind) als „Mama noch eine Frau war". Mit Sicherheit hast Du deinem Sohn einen guten Start gegeben, indem Du bis jetzt (und noch ein bisschen länger) gestillt hast. Allerdings solltest Du keine zu großen Erwartungen an das Abstillen knüpfen. Viele der Probleme und Belastungen, mit denen eine Mutter umzugehen hat, sind nicht durch das Stillen verursacht (auch wenn es manchmal so scheint oder von wohlmeinenden Freunden so dargestellt wird) sondern gehören zu dem normalen Alltag mit Babys und Kindern. Dein Sohn erpresst dich nicht (dazu ist ein Baby kognitiv überhaupt nicht in der Lage), er braucht dich schlicht und ergreifend. Es hat auch keinen Sinn, ihn zum Essen zwingen zu wollen, damit wirst Du allenfalls einen Kampf beginnen, bei dem es nur Verlierer gibt. Vielleicht versuchst Du es mit einem anderen Weg: dein Kind darf essen, aber es muss nicht. Biete ihm zwanglos etwas an, wenn er isst, ist es gut, wenn nicht, ist es auch in Ordnung. Sobald dein Sohn merkt, dass er nicht mehr gezwungen wird, kann sich die Lage entspannen und dann wird auch das Thema „Essen" kein Kampfthema mehr sein. Ich weiß, wie schwer es ist Geduld zu haben (frag mich mal nach dem Thema Hausaufgaben, da brauche ich alle Kraft, um geduldig zu bleiben), aber ich habe in all den Jahren meines Mutterseins gelernt, dass Geduld die wichtigste Eigenschaft für Eltern ist. LLLiebe Grüße Biggi

von Biggi Welter am 28.06.2001



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