Mitglied inaktiv
Hallo, meine Tochter (17 Wo.) macht manchmal am Tag Hungerzeichen - zumindest halte ich es für solche (Mund "nuckelt", Kind ist zappelig und quengelig) und versuche sie anzulegen. Manchmal passiert dann das: Sie kneift erst den Mund zu, ich streiche ihr ein paarmal mit der Brustwarze über die Unterlippe - irgendwann sperrt sie doch auf und trinkt dann auch in tiefen Zügen - oft wenn sie müde ist. Manchmal sperrt sie auch erst auf, trinkt ein wenig, verschluckt sich, und kneift dann den Mund zu. Ich streiche über ihre Unterlippe und nach ein paar Sekunden geht der Mund wieder auf, sie dockt an und trinkt weiter. Nötige ich ihr hier die Brust auf, oder weiss sie einfach nicht ganz genau was sie will? Wenn sie wirklich nicht will, bleibt der Mund zu und sie dreht den Kopf weg - oder sie nimmt die Brust und "spuckt" sie nach ein bischen Nuckeln wieder aus. Liebe Grüße
Kristina Wrede
Liebe Kirshinka, ja, das gibt es tatsächlich. Es ist allerdings nicht weiter "schlimm", wenn die Mutter die Signale des Kindes gleich richtig deutet und es dann ggf. einfach wieder eine Weile in Ruhe lässt (was das Stillen betrifft). Da deine Kleine ja auch schon Zähne hat, könnte das Nuckeln und ihre Unruhe auch mit dem Zahnen in Zusammenhang stehen... Vielleicht gibt es auch andere Gründe, doch es ist sehr schwer, das von hier aus zu beurteilen. Gibt es in deiner Nähe vielleicht eine Stillberaterin, die du zu einem Stilltreffen besuchen könntest und die das Verhalten deiner Tochter "live" beobachten und beurteilen könnte? Lieben Gruß, Kristina
Mitglied inaktiv
Wenn sie also den Kopf weg dreht oder den Mund nicht gleich beim ersten Mal aufsperrt, sollte ich sie einfach weg nehmen und nicht die Brust nochmal anbieten? Ich will ja dass sie das Gefühl hat, ihre Bedürfnisse werden befriedigt, und ein gute Gefühl für Hunger entwickelt. Manchmal habe ich allerdings das Gefühl, sie trinkt nicht unbedingt weil sie Hunger hat, sondern weil sie schlafen möchte. Ist das dann ok? Tut mir leid - aber Fragen über Fragen. Liebe Grüße
Liebe kirshinka, so lange ein Baby gut gedeiht, kann es trinken, so oft es mag und wenn es mal nicht mag, ist es auch okay. Allerdings ist es wichtig, dass ausgeschlossen wird, ob das Kind vielleicht streikt oder saugverwirrt ist. Das Saugen wirkt beruhigend und nicht umsonst wurden im Laufe der Zeit die verschiedensten Brustattrappen (z.B. Schnuller s.o.) erfunden. Von der Natur ist es nicht vorgesehen, dass ein Baby oder Kleinkind allein ist und alleine einschläft. Nur passt dieses „natürliche" Verhalten des Babys nicht in unsere derzeitige Zeitströmung und damit haben wir ein (von uns selbst produziertes) Problem: Babys wissen nicht, was zur Zeit „Mode" ist und benehmen sich so, wie sie es seit Anbeginn der Menschheit getan haben. Sie können Ihr Baby also beruhigt in den Schlaf stillen. LLLiebe Grüße, Biggi
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