Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Frage zum Abstillen

Frage: Frage zum Abstillen

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Hallo Biggi, mein Sohn ist jetzt 3 Wochen alt, ich wollte ihn eigentlich voll stillen. Nun haben wir aber das Problem, das er trinkfaul ist. Im KH hat man mir bereits Stillhütchen gegeben, ohne diese nimmt er die Brust gar nicht. Mit braucht er ca. 2-3 Std, weil er zwischendurch immer einschläft. Das schafft mich ganz schön. Ich habe deswegen zugefüttert und festgestellt, das er mit der Flasche wesentlich besser zurechtkommt. Er nimmt seit dem auch besser zu. Deshalb möchte ich gerne abstillen. Geht das auch ohne Medikamente? Wenn ja, wie?


Biggi Welter

Biggi Welter

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? Liebe Michi, würden Sie auch dann abstillen wollen, wenn sich Ihr Problem lösen ließe? Falls die Antwort auf diese Frage „ja" lautet, kann ich Ihnen nur wärmstens ans Herz legen, sich mit einer Stillberaterin in Ihrer Nähe in Verbindung zu setzen, die Sie nochmals gezielt beraten kann. Wenn Sie mir Ihren Wohnort mit Postleitzahl angeben, suche ich Ihnen gerne die nächstgelegene LLL-Stillberaterin heraus. Die Kollegin kann Sie selbstverständlich auch beim Abstillen unterstützen. Abstillen ist ein natürlicher Vorgang, der keine Medikamente braucht. Die Tatsache, dass es Länder gibt, in denen es keine Zulassung für Prolaktinhemmer als Abstillmedikament gibt beweist, dass keineswegs „immer" Abstilltabletten benötigt werden. Im Gegenteil: Es ist möglich auch beim primären Abstillen (also den Abstillen unmittelbar nach der Geburt) ohne diese Präparate auszukommen. Dazu kommt, dass die Wirkung von Abstillmedikamenten außerhalb der unmittelbaren Neugeborenenperiode nicht bewiesen ist. Beim Abstillen gehen Sie am besten so vor, dass Sie Ihr Kind zunächst anlegen, aber es sich nicht vollständig satt trinken lassen, sondern anschließend noch die Flasche anbieten. Bei manchen Kinder empfiehlt sich auch die umgekehrte Vorgehensweise, zuerst Flasche anbieten und anschließend noch die Brust, das müssen Sie ausprobieren. Allmählich steigern Sie die Menge der Flaschennahrung, bis die Mahlzeit vollständig ersetzt ist. Falls die Brust dann zu spannen beginnt, pumpen Sie gerade so viel Milch ab oder streichen von Hand aus, dass die unangenehme Spannung nachlässt und Sie sich wieder wohl fühlen. Nicht mehr Milch als unbedingt notwendig entleeren, denn sonst wird die Produktion wieder angeregt. Zusätzlich können Sie die Brust kühlen. Ein Einschränken der Trinkmenge (wie es leider immer noch häufig empfohlen wird) ist nicht empfehlenswert. Trinken Sie entsprechend Ihrem Durstgefühl. Was hingegen hilfreich sein kann, ist das Einschränken des Kochsalzkonsums. Auch sollten Sie keinesfalls die Brust hochbinden. Was hilfreich sein kann ist ein gut sitzender, stützender BH, der jedoch keinesfalls einengen darf. Es gibt auch naturheilkundliche und homöopathische Mittel, die zum Abstillen eingesetzt werden können. Wenn Sie sich hierfür interessieren, wenden Sie sich bitte an eine entsprechend ausgebildete Ärztin/Arzt oder Hebamme. Besprechen Sie mit Ihrer Kinderärztin/arzt, welche Nahrung für Ihr Kind empfehlenswert ist, eine normale Pre-Nahrung oder eventuell eine HA-Nahrung. LLLiebe Grüße Biggi Welter


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