Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Endlich ohne Stillhütchen, trinkverhalten

Frage: Endlich ohne Stillhütchen, trinkverhalten

Platzhalter

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Guten Tag, meine Tochter ist 8 Wochen alt und wir stillen seit der Geburt mit Stillhütchen, da ich sehr flache Brustwarzen habe. Seit ein paar Tagen üben wie fleißig ohne Hütchen, und es klappt ganz gut. Allerdings trinkt sie jetzt nur noch 5min an der Brust anstatt wie vorher 20min. Ist die kürzere Trinkdauer in Ordnung? Auch möchte sie jetzt nur eine Brust. Die Zweite wird dann nur noch angeschrien und dann bleibt es bei einer. Ist das in Ordnung? Die Fontanelle ist nicht eingefallen und sie ist ansonsten so wie immer. Danke im Vorraus!


Biggi Welter

Biggi Welter

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Liebe Platzhalter, ohne Stillhütchen bekommt dein Baby viel mehr Milch und wenn es ausreichend nasse Windeln hat, ist alles gut! Hier einmal die Kriterien für ein gut gedeihendes Baby: o mindestens fünf bis sechs nasse Wegwerfwindeln hat (um zu sehen wie nass "nass" ist, kann frau sechs Esslöffel Wasser auf eine trockene Windel geben). Diese Regel gilt aber nur für voll gestillte Kinder, das heißt das Baby bekommt nichts außer Muttermilch (kein Wasser, Tee, Saft usw.). o in den ersten sechs Wochen täglich mindestens zwei bis vier Stuhlentleerungen (später sind seltenere Darmentleerungen normal) o eine durchschnittliche wöchentliche Gewichtszunahme von mindestens 150 g pro Woche ausgehend vom niedrigsten Gewicht o eine gute Hautfarbe und eine feste Haut, o Wachstum in die Länge und Zunahme des Kopfumfangs o ein aufmerksames und lebhaftes Verhalten des Babys in den Wachphasen. Wenn dein Baby all diese Punkte erfüllt, dann dürfte alles in Ordnung sein! Wir Menschen sind nicht symmetrisch und das gilt auch für die Brüste einer stillenden Frau. Es ist ganz normal, wenn eine Brust mehr Milch bildet als die andere. In einigen Fällen kommt es zu einer stärkeren Milchproduktion in einer Brust, weil in dieser Brust mehr Milchgänge arbeiten und die Milch in dieser Brust schneller und reichlicher fließt. Manchmal wird (häufig unbewusst) an einer Seite mehr angelegt als an der anderen und so diese Seite zu mehr Milchbildung angeregt. Dieser Unterschied ist jedoch normalerweise bedeutungslos, da es nicht auf die Menge in einer Brust ankommt, sondern auf die Gesamtmenge. Du kannst versuchen durch gezieltes Anlegen einen Ausgleich zu schaffen, doch es gibt keine Garantie dafür, dass Du diesen Ausgleich erreichen wirst. Und wie gesagt: wichtig ist die Gesamtmenge und nicht, wie viel Milch eine Brust bildet. Du kannst ohne Probleme auch mit einer Seite voll stillen. Der in diesem Fall entstehende Größenunterschied zwischen den beiden Brüsten ist nur ein kosmetisches Problem und gleicht sich nach dem Abstillen wieder aus. LLLiebe Grüße Biggi


LizzieAlexKev

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Ich möchte dich mal beruhigen. Ich habe direkt nach der Geburt dasselbe Problem gehabt und im KH ein Stillhütchen bekommen. Das klappte auch ganz gut, bis mein Kleiner plötzlich nur noch die Brust pur wollte und die rechte gar nicht mehr anfasste. Das kam laut meiner Hebamme davon, dass das Hütchen zu einer Saugverwirrung führte. Und an die eine Brustwarze kam er besser ran, als die andere, weil die noch flacher war. Beim Stillhütchen muss deine Kleine sehr stark saugen, sodass sie die viele Kraft auch bei deiner Brust aufwendet. Deshalb die kürzeren Trinkzeiten. Da kommt mehr Milch auf einmal. Die nicht so genutzte Brust habe ich bei Schmerzen abgepumpt und dann im Avent-Fläschchen gefüttert, weil die für meinen Sohn die perfekte Form hatten. Nach der ersten Brust habe ich ihn an die nicht so gemochte Brust angelegt und dann das abgepumpte gegeben, falls es nötig war. Nach ein paar Wochen ging es dann ohne Abpumpen. Wenn du sie nur an einer anlegst, dann wird die eine immer voll sein und bei der anderen stillst du mehr oder weniger ab. Ich hab alle drei vier Tage meinen Kleinen gewogen und der KA war auch überzeugt, dass alles gut war. Wenn deine Kleine jeden Tag so 6 nasse Windeln hat und nicht jede Stunde an die Brust will, dann bekommt sie auch genug. Hätte sie Hunger, wäre sie viel unleidlicher. LG und viel Glück von Liz und Alex


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