Stillmami2010
Hallo, auch wenn ich ein wenig traurig darüber bin, ich möchte endgültig abstillen. Mein Sohn wird im März ein Jahr alt und muss in die Kita gehen, bis dahin wollte ich es geschafft haben. Ich habe es leider nach wie vor nicht geschafft ihn dazu zu bringen komplette Mahlzeiten aus der Flasche zu trinken. Er trinkt ca 150-200 ml Wasser über den Tag verteilt, seine Mahlzeiten sehen sonst wie folgt aus: 5,30 Uhr stillen 09.00 Uhr Milchbrei 12.00 Uhr Gemüse-/Fleischbrei 13.30 Uhr Einschlafstillen 16.00 Uhr GOB 18.00 Uhr Stillen 18.30 Uhr Milchbrei So... Ich weiß echt nicht, wie ich das jetzt hin kriegen soll, ohne dass ihm die Flüssigkeit fehlt .Meine Bedenken sind folgende: 1. 5.30 Uhr ist zu früh, um die Still-Mahlzeit mit Brei zu ersetzen, da er im Halbschlaf trinkt, würde die Mahlzeit gern durch eine Flasche ersetzen, die er allerdings nicht nimmt. (Ist das in mit 12 Monaten eigtl. noch altersgerecht?) 2. 13.30 Uhr Einschlafstillen und 18.00 Uhr - einfach wegfallen lassen, da er ja um 12.00, 16.00 und 18.30 Uhr isst? Oder die Mahlzeit 18.30 Uhr einfach auf 18.00 Uhr verschieben und 19.00 Uhr auch die Flasche (theoretisch, weil die nimmt er ja nicht)? 3. Die Flaschenmahlzeiten sind ja wirklich theoretisch, sind die Chancen erfahrungsgemäß größer, dass er die Flasche nimmt, wenn ich sofort alle Stillmahlzeiten ersetze und nicht nach und nach? 4. Wenn das mit der Flasche nicht klappt, und ich lass die Stillmahlzeiten einfach weg, dann hätte er nur 4 Mahlzeiten, reicht das um zuzunehmen? Und reicht die Flüssigkeit aus Brei + den 150-200 ml Wasser? Oder wird er erfahrungsgemäß nach mehr Wasser verlangen? Ich hoffe Sie können mir individuelle Antworten auf alle meine Fragen bzw. nen "Fahrplan" wie ich am besten vorgehe, geben, würde mich wirklich sehr freuen, da ich wirklich keine Ahnung habe, wie ich das hin kriegen soll. Wie immer vielen Dank im Voraus. LG
Kristina Wrede
Liebe Stillmami2010, bist du sicher, dass du nicht zumindest das nächtliche Stillen beibehalten möchtest? Gerade WEIL er so früh in die Kita kommt wird es ihm gut tun, denn es ist die einfachste Art, Geborgenheit und das Gefühl von "alles ist gut" zu finden.... Klar ist mit 12 Monaten Flasche noch altersgerecht, man spricht ja auch immer noch vom SÄUGling... Ganz einfach wird es natürlich nicht, denn du musst euren Rhythmus umstellen. Wenn er morgens trinken will, wirst du ihn vermutlich wecken müssen und ihm mit viel Geduld immer wieder die Flasche (oder einen Trinklernbecher) anbieten. Um diese Zeit sind die Kleinen aber besonders schwer vom Stillen abzubringen, daher ist es meist empfehlenswert, genau diese Stillmahlzeit zuletzt zu ersetzen... Auf welche Art und Weise er die Flasche leicher annimmt ist schwer zu sagen. Die Techniken beim Trinken der Brust bzw. der Flasche unterscheiden sich völlig voneinander. Das Baby empfindet den Flaschensauger wahrscheinlich als etwas Befremdliches, dem es nichts abgewinnen kann. Manche Kinder nehmen die Flasche auch einige Zeit an und verweigern sie dann. Wenn die Mutter die Flasche geben will kommt noch dazu, dass es sich denkt `Was soll denn damit? Ich kann doch die Milch meiner Mutter riechen und fühle ihre Brust und bekomme so etwas Seltsames in den Mund gestecktA. In einigen Fällen hilft es daher, wenn jemand Anderes die Flaschenfütterung übernimmt. Es empfiehlt sich auch, nicht zu warten, bis das Baby sehr hungrig oder müde ist. Müde oder hungrige Babys sind nicht unbedingt daran interessiert etwas Neues auszuprobieren. Manche Babys wollen auch einfach nicht aus einer Flasche trinken. Bei diesen Kindern kann man dann versuchen, ob sie aus einer Trinklerntasse (Schnabeltasse) trinken. Viele Mütter berichten, dass ihre Babys die Trinklerntasse von Avent mit dem weichen Schnabelaufsatz gerne (oder zumindest lieber) annehmen. Unter Umständen kann man auch löffeln. Hier noch ein paar Tipps, wie das Baby die Flasche vielleicht besser annimmt: • die Flasche anbieten, ehe das Baby zu hungrig ist • das Baby beim Flaschegeben in ein Kleidungsstück der Mutter (Geruch) einwickeln • den Flaschensauger nicht in den Mund des Babys stecken, sondern die Lippen des Babys damit berühren, so wie die Mutter dies mit der Brustwarze tut • den Flaschensauger mit warmem Wasser auf Körpertemperatur bringen oder beim einem zahnenden Baby abkühlen, um die Zahnleisten zu beruhigen • verschiedene Saugerformen und Lochgrössen ausprobieren$ verschiedene Haltungen beim Füttern einnehmen • versuchen das Baby im Halbschlaf zu füttern • geduldig bleiben und auch alternative Fütterungsmethoden in Betracht ziehen (z.B. Becher, Löffel) Wieviele Mahlzeiten er braucht müsst ihr auch individuell beobachten. Vielleicht nimmt er zwischendurch einen "Snack", etwas Obst zum Beispiel. Oder ein Joghurt. Das wäre dann auch eine wertvolle Milchmahlzeit, am besten natürlich, wenn es ungesüßter Joghurt ist. Lieben Gruß, Kristina
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