Frage im Expertenforum Stillberatung an Kristina Wrede:

Einschlafstillen - zu wenig Milch?

Frage: Einschlafstillen - zu wenig Milch?

Anmimu79

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Guten Abend Frau Welter, Ich habe seit ein paar Wochen folgendes Problem mit unserem 27 Wochen alten Sohn L. Es ist unser zweites Kind, den ersten Sohn habe ich 26 Monate gestillt). In den ersten Wochen war L. kein Kind welches zum einschlafen stillen wollte, eher wenn er aufwachte. Dies änderte sich in den letzten Wochen. Es wurde mit 8 Wochen abends zum Kampf, das einschlafen. Egal wie leicht-müde, total müde, spät oder schon recht früh, er schrie sich in den Schlaf. Tragen, federwiege, Pezziball, ruhig im Arm sitzen, hinlegen und daneben liegen, nichts passte. Auch stillen wollte er überhaupt nicht. Das hat sich gefühlt in den letzten 2-3 Wochen geändert. Nun aber zum Problem: er trinkt oft ca eine Stunde vor dem schlafen gehen. Und möchte nun zum schlafen gehen aber nochmal trinken. Und dann ist nichts, bzw nicht genügend Milch da. Das nichts drin hat, weiß ich. Am Anfang dachte ich noch es gibt sich, der Körper braucht Zeit, sich darauf einzustellen. Aber es ändert auch nicht. Ich weiß auch nicht, ob er dann weil müde zwar will, aber nicht genügend saugt. Ich bin ratlos. Der milcheinschuss, den ich in dieser Stillbeziehung deutlich spüre, jedes Mal, ist recht spät. Mindestens eine Minute. Wach und fit überbrückt er das, müde macht es ihn rasend. Und dann ist die Spirale mit abdocken, aber eigentlich wollen, andocken, kommt so schnell nichts, abdocken etc. voll da. Nachts keine Probleme. Nun zu meiner Frage: haben die eine Idee zu der verzwickten Situation? Ich weiß, je mehr Stress ich in der Situation habe, umso schlechter fließt die Milch. Ich versuche mich auch wirklich zu entspannen, trotz seines schimpfens. Ich bin ratlos. Vielen Dank für Ihre Hilfe. Herzliche Grüße Hannah


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Liebe Hannah, es klingt so, als wäre es gut, wenn du mal Kontakt mit jemandem aufnehmen könntest, der euch auch sehen kann. Adressen von Stillberaterinnen findest Du im Internet unter: http://wwwlalecheliga.de (Stillberaterinnen der La Leche Liga), http://www.afs-stillen.de (Stillberaterinnen der Arbeitsgemeinschaft freier Stillgruppen) oder http://www.bdl-stillen.de (Still- und Laktationsberaterinnen IBCLC). Es scheint, als sei es ein Baby "mit besonderen Ansprüchen", wie Dr. Sears (Autor von "Das 24-Stunden Baby") nennt. Ich kann von hier aus überhaupt nicht beurteilen, ob wirklich keine Milch da ist am Abend oder ob die belastendende Situation dazu führt, dass dein Milchspendereflex eher spät ausgelöst wird. (Und ohne den fließt ja nix, egal wie viel möglich wäre.) Es ist natürlich nicht einfach, entspannt zu bleiben, wenn man sich sorgt, das weiß ich sehr gut. Helfen kann, wenn man akzeptiert, dass dieses eine Baby so ganz anders ist als der Bruder, ganz eigene Bedürfnisse hat und das Recht, sie trotz aller Herausforderungen befriedigt zu bekommen. In dem Wissen, dass genau das ihm helfen wird, zu reifen. Auch dieses Kind wird groß und weniger bedürftig, jetzt jedoch IST er es. Oft hilft es Frauen, den MSR früher auszulösen, in dem sie etwas Warmes (z.B. Kirschkernsäckchen, warmes Tuch, kleine Wärmflasche usw.) auf die Brust legen. Vielleicht magst du das ausprobieren? Wäre auch eine tolle Unterstützungsmöglichkeit für einen liebevollen Partner: Dir dieses Hilfsmittel zu bringen, wenn du es brauchst. Wie gesagt, such aber bitte auch mal nach jemandem vor Ort. Das wird dir sicher gut tun! Lieben Gruß, Kristina


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