Dalia17
Guten Abend, Meine Tochter ist jetzt 13 Monate und Nuckelt nurnoch zum Einschlafen. Nachdem ich sie ins Bett gebracht habe bekommt sie meist nurnoch die Flasche wenn sie wach wird. Heute habe ich mit meinem Mann mal etwas getrunken und zwei Zigaretten geraucht. Um genau zu sein waren es drei Gläser Sekt. Und es kam wie es kommen musste, sie wurde nach drei Stunden wach und wollte partout die Flasche nicht. Sie hat geweint und getobt bis ich ihr die Brust gegeben habe. Nun habe ich ein ganz schlechtes Gewissen ihr meine Muttermilch gegeben zu haben trotz Nikotin und Alkohol. Sie ist nach zwei Minuten wieder friedlich eingeschlafen aber ich frage mich trotzdem: wie schädlich ist das Ganze? Was kann das für Folgen haben? Meine Hebamme meinte mal zu mir ein Glas Sekt in der Stillzeit ist durchaus vertretbar aber es war ja nun definitiv mehr als eins und dazu noch die Zigaretten. Ich fühle mich ganz furchtbar. Liebe Grüße
Liebe Dalia17, das Komitee für Medikamente der Amerikanischen Akademie der Kinderärzte betrachtet Alkoholgenuss in der Stillzeit als vertretbar, obwohl beim Konsum großer Alkoholmengen Nebenwirkungen beobachtet wurden. Es konnten keine Schädigungen durch gelegentliches Trinken oder regelmäßiges Trinken geringer Alkoholmengen (ein Glas oder weniger täglich) festgestellt werden. Alkohol geht unbehindert in die Muttermilch über. Man hat herausgefunden, dass die Konzentrationsspitze in der Muttermilch 30 bis 60 Minuten nach dem Trinken bzw. 60 bis 90 Minuten nach dem Genuss von alkoholhaltigen Nahrungsmitteln erreicht wird (Lawton 1985). Alkohol wird auch unverändert aus der Milch und dem Kreislauf der Mutter ausgeschieden. Bei einer Frau mit einem Gewicht von 55 kg dauert es etwa zwei bis drei Stunden, bis die Alkoholmenge von einem Glas Bier oder Wein von ihrem Körper abgebaut wird (Schulte 1995). Allerdings dauert es umso länger, den Alkohol abzubauen, je mehr davon aufgenommen wurde. Bei einer Frau von 55 kg dauert es bis zu 13 Stunden, bis ein Glas eines hochprozentigen Getränks abgebaut wird. Natürlich ist es das Beste, wenn eine Mutter nicht raucht, darüber brauchen wir wohl nicht zu diskutieren. Wenn man sich die Situation mal objektiv anschaut, wird ein Kind einer Raucherin in einem Umfeld mit Zigarettenrauchs mit all seinen Nachteilen aufwachsen. Demgegenüber stehen die Vorteile des Stillens, auch wenn die Milch mit Nikotin belastet sein wird. Nikotin tritt rasch in die Muttermilch über. Cotinin, das wichtigste Stoffwechselprodukt des Nikotins, erscheint ebenfalls rasch in der Muttermilch. Mit zunehmender Zahl gerauchter Zigaretten steigen Nikotin und Cotiningehalt in der Muttermilch an (Schwartz Bickenbach et al., 1987). Neben Nikotin und Cotinin sind weitere hochgiftige und auch krebserregende Stoffe in der Muttermilch von Raucherinnen zu erwarten. So sind z.B. die Kadmiumkonzentrationen in der Muttermilch gegenüber denen von Nichtraucherinnen deutlich erhöht (Radisch et al., 1987). Diese Untersuchungen beziehen sich alle auf Frauen, die deutlich mehr geraucht haben... mindestens 10 Zigaretten pro Tag. Nikotin hat eine Halbwertszeit von 90 min. Wenn du also direkt nach dem Stillen rauchst, und genug Zeit bis zur nächsten Stillzeit verstreicht, dann reduzierst du das Risiko, dass du dein Kind belastest. LLLiebe Grüße Biggi
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