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Liebe Biggi! Meine Tochter ist 21 Monate. Ich habe sie vor etwa einem Monat abgestillt. Das Abstillen war sehr einfach und problemlos und ich hab mich auch schon sehr darauf gefreut, endlich wieder "mir selber gehören", vielleicht mal über Nacht fortgehen können, usw. Ich hab auch sehr langsam abgestillt und meine Tochter scheint es gut verkraftet zu haben. Aber irgendwie gehts mir nicht gut: Ich bin lustlos, mag nicht arbeiten, bin dauernd grantig und in der einen Sekunde will ich ganz schnell wieder ein Baby und dann weiß ich wieder dass das ja nicht geht, weil ich ja arbeiten gehen will, usw. Zuerst dachte ich, dass es mir wegen dem grauen Wetter so komisch geht, aber gestern kam mir die Idee, ob es mit dem Abstillen zusammenhängen kann? Manche Frauen leiden ja unter Depressionen nach der Geburt, gibt es sowas auch nach dem Abstillen? Wenn ja: was kann man dagegen tun und wer kennt sich da aus? Vielen Dank fürs Lesen sandra
? Liebe Sandra, es gibt tatsächlich einen Zusammenhang zwischen depressiven Verstimmungen und plötzlichem Abstillen, aber ich denke nicht, dass Du so schlagartig abgestillt hast und außerdem wird diese Symptomatik eher bei Frauen beschrieben, deren Kinder deutlich jünger sind als deine Tochter. Dennoch will ich nicht ausschließen, dass die hormonelle Veränderung, die mit dem Abstillen einhergeht, mit zu deiner derzeitigen Stimmungslage beigetragen hat. Der Prolaktinspiegel sinkt und damit fällt dieses natürliche „Beruhigungsmittel" weg. In wie weit diese Situation nun bei dir wirklich behandlungsbedürftig ist oder ob Du einfach abwarten kannst, kann ich nicht beurteilen. Sprich doch einmal mit deiner Frauenärztin/arzt oder deiner Hausärztin/arzt, die dich dann bei Bedarf an entsprechende Spezialisten oder Therapeuten weiterleiten können. Ich wünsche dir möglichst bald wieder weniger graue Zeiten. LLLiebe Grüße Biggi
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