Meyla
Hello again....
Nach dem meine kleine, grade mal 4 Wochen junge Maus und ich unseren anstrengenden Start hinter uns haben, schleicht sich ein neues Problemchen ein.
Zum Anfang war es zu wenig Milch -> ich habe also gepumpt (schlampig da ich es nicht konnte) und viel angelegt. Dazu gab es Fencheltee so wie es mir schmeckte und ein Malzbier. Die Milchmenge wurde besser. Ich stellte das mästen mit Tee wieder ein. Zack.... Milch weg. Wieder von vorn -> Milch wieder da. Während dessen Clustern unter abartigen Schmerzen. Schmerzen abgeklärt (Vasospasmus und ein staubsaugerartiges Baby. Der Spasmus quält mich enorm!)
Nun dachte ich.... wir haben es endlich mal!
Nein! Wir halten den roten Faden!
Die Brüste schwollen massiv an, erneutes Gesuche. Soor? Mastitis?
Es war ein Stau auf beiden Seiten + spastik. Dann der Schwellung konnte die kleine die riesige Brust, egal wie ich gequetscht habe, nicht in den Mund nehmen. Sie schrie meine Brust also nur an und hungerte einen ganzen Tag. Ich Pumpte alles raus, bloß die kleine wieder die Brust fassen konnte. Unmengen.
Nun hab ich diese Staus seit einer knappen Woche. Die Brust ist riesig bei mir (75 H ist zu klein aber größer find ich nix). Die Kleine kann die Riesen Knoten nicht abtrinken.... audstreichen klappt auch nicht, egal wie warm ich die Brust mache, Dusche usw. Also Pumpe ich die Knoten weg. Das wäre ich mir echt gerne los....
Habt ihr da eine Idee? Habe schon mit einer Beraterin gesprochen und meiner Hebamme. Daher der obige Marathon
wir kommen nicht weiter. Die Maus wird immer fauler beim saugen weil sie das zuletzt halt nicht musste. Das beschert mir natürlich noch schönere schwellungen.... Sie motzt wie eine große wenn sie saugen müsste.... und lässt es erstmal nach.
Zum Mäuse melken! Der einzige Trost ist ein dickes Kind! Sie nimmt gute 50g am Tag zu. Der geht's prächtig!
Liebe Meyla, bekommt Dein Kind jetzt die Flasche? Wenn ja, kann es sein, dass es saugverwirrt ist und deshalb die Brust ablehnt. Das Saugen an einem künstlichen Sauger unterscheidet sich grundlegend vom Saugen an der Brust. Der künstliche Sauger ist bereits vorgeformt und relativ steif. Die Brust ist weich und nachgiebig. Ein Schnuller kann in den geschlossenen Mund eines Babys gesteckt werden. Um die Brust zu erfassen, muss das Baby den Mund weit öffnen, die Brustwarze reicht dann weit nach hinten in den Mund, wo die Bewegungen des Kiefers und der Zunge nicht stören. Auch die Bewegungsmuster der Muskeln von Mund, Gesicht und Zunge, sind am künstlichen Sauger ganz anders, als an der Brust. Mit der Saugtechnik, die das Baby beim Trinken an einem Flaschensauger oder beim Nuckeln an einem Beruhigungssauger anwendet, kann es kaum Milch aus der Brust bekommen. Solange der Milchspendereflex dazu beiträgt, dass die Milch rasch fließt (und das ist in den ersten Minuten einer Stillmahlzeit so), geht es noch gut. Lässt er nach, wird das Baby ungeduldig denn: Ein Baby, das mit der Flasche gefüttert wurde, hat einen sofort einsetzenden, gleichmäßigen Milchfluss kennengelernt. An der Brust reagiert es dann frustriert, weil nicht der von ihm erwartete, sofortige und stetige Milchfluss einsetzt. Nun gilt es für dich zu entscheiden, wie wichtig dir das Stillen ist. Wenn du es gern noch eine Weile fortführen möchtest, wird es sinnvoll sein, keine Flasche mehr zu geben, sondern eine alternative Fütterungsmethode zu wählen. Mit der Brustkompression kannst du den Milchfluss unterstützen, wenn deine Kleine anfängt, ungeduldig zu werden. (Siehe unten) Ein wenig Geduld wird es brauchen... darum empfehle ich dir, auch mal nach einer Stillberaterin vor Ort zu schauen, die dir im direkten Gespräch Tipps geben kann und eventuell auch sieht, wie dein Baby sich an der Brust verhält. Adressen von Stillberaterinnen finden sich im Internet unter: http://wwwlalecheliga.de (Stillberaterinnen der La Leche Liga), http://www.afs-stillen.de (Stillberaterinnen der Arbeitsgemeinschaft freier Stillgruppen) oder http://www.bdl-stillen.de (Still- und Laktationsberaterinnen IBCLC). LLLiebe Grüße Biggi Brustkompression "Der Zweck der Brustkompression ist den Muttermilchfluss zum Baby weiter zu erhalten, auch wenn das Baby selber nicht mehr so produktiv trinkt ("weit geöffneter Mund Pause dann Schliessen des Mundes"). Auf diese Weise wird das Baby länger weiter trinken. Die Brustkompression simuliert einen Milchspendereflex ("Letdown reflex") und oft stimuliert sie sogar tatsächlich das Auftreten eines natürlichen Milchspendereflexes. Diese Technik kann bei schlechter Gewichtszunahme eines Babys hilfreich sein. Die Brustkompression setzt den Milchfluss fort, wenn das Baby nicht mehr richtig von der Brust trinkt, sondern nur noch daran nuckelt, und bewirkt beim Baby folgendes: 1. Es bekommt mehr Muttermilch. 2. Es bekommt mehr fettreiche Milch (Hintermilch). Die Brustkompression Wie funktioniert sie? 1. Halten Sie das Baby mit einem Arm/einer Hand. 2. Halten Sie die Brust mit der anderen Hand, den Daumen auf der einen Seite der Brust (am einfachsten ist es, wenn der Daumen auf der oberen Seite der Brust positioniert ist), die anderen Finger auf der anderen, unteren Seite (C Griff). Alle Finger sollten ziemlich weit weg von der Brustwarze sein. 3. Schauen Sie wie das Baby trinkt (zu Ihrem Verständnis können Sie folgenden Video anschauen unter: www.thebirthden.com/Newman.html). Machen Sie sich keinen Stress, sie brauchen nicht jeden Schluck zu erwischen. Das Baby bekommt eine nahrhafte Menge Muttermilch, wenn es mit der Technik "Weit geöffneter Mund Pause dann Schließen des Mundes" trinkt. 4. Wenn das Baby nur noch an der Brust nuckelt und nicht mehr richtig mit der oben beschriebenen Technik trinkt, dann ist es Zeit, die Brustkompression einzusetzen. Rollen Sie nicht ihre Finger über die Brust zum Kind, sondern drücken sie nur. Aber nicht so sehr, dass es schmerzt und versuchen Sie, die Form des Brustwarzenhofes nicht zu verändern. Mit der Kompression sollte das Baby wieder anfangen effektiv zu saugen und schlucken, d.h. mit dem Typus "Weit geöffneter Mund Pause dann Schließen des Mundes". Benutzen Sie die Brustkompression nur dann, wenn das Kind nuckelt, nicht aber wenn es richtig trinkt! 5. Belassen Sie den Druck so lange, bis das Baby auch mit der Kompression nicht mehr richtig trinkt, dann lösen sie den Druck. Oft hört das Baby ganz auf zu saugen wenn der Druck wegfällt, aber es wird bald wieder damit anfangen, nämlich sobald die Milch wieder fließt. Falls das Baby nicht aufhört zu nuckeln warten Sie einen kurze Zeit, bevor Sie wieder mit der Brustkompression beginnen. 6. Die Gründe, wieso Sie den Druck lösen sollen sind einerseits, dass Sie Ihre Hand etwas ausruhen können und anderseits, damit die Muttermilch wieder zum Kind fließen kann. Das Baby wird, falls es aufgehört hat zu saugen als Sie die Kompression gelöst haben, nun wieder damit beginnen, wenn es die Milch wieder schmeckt. 7. Wenn das Baby wieder zu saugen beginnt kann es sein, dass es effektiv trinkt mit dem Typus "Weit geöffneter Mund Pause dann Schließen des Mundes". Falls dies nicht der Fall ist, d.h. das Kind nur nuckelt, benutzen Sie wieder die Brustkompression wie oben erklärt. 8. Fahren Sie so an der ersten Brust fort bis das Baby auch trotz der Kompression nicht mehr trinkt. Sie sollten dem Baby erlauben, noch eine kurze Weile länger an dieser Seite zu bleiben, da Sie manchmal einen erneuten "Let down" Reflex (Milchspendereflex) bekommen können. Das Baby würde dann von selber wieder zu trinken beginnen. Falls es jedoch nicht mehr trinkt, erlauben Sie ihm sich selbst von der Brust zu lösen oder nehmen sie es von der Brust. 9. Falls das Baby mehr möchte, offerieren Sie ihm die andere Seite und wiederholen den Prozess." (Quelle: Handout Nr. 15. Breast Compression. Revised Januar 2005 Verfasst von Dr. Jack Newman, MD, FRCPC. ©2005; www.BreastfeedingOnLine.com; Übersetzung von: Anke Käppeli Tinnes, IBCLC in Ausbildung, Zollikerberg, April 2006)
Meyla
Danke für die Antwort! Ich stille weiterhin, die Milch friere ich ein. Kann man etwas gegen dieses faule saugen tun? Sie frustriert wahnsinnig wenn sie arbeiten muss und schreit und zappelt wie nix gutes. ..
Liebe Meyla, es gibt verschiedene Maßnahmen, die helfen können, dass das Baby an der Brust richtig saugt: 1. Die Mutter wärmt die Brust vor dem Stillen, z.B. mit einem warmen Kirschkernsäckchen. Das führt dazu, dass die Milch leichter fließt. 2. Die Mutter drückt einen oder zwei Tropfen Milch aus, so dass ihr Baby diese Milch gleich riecht und schlecken kann. 3. Die Mutter wendet die Brustkompression an, während das Baby saugt (s.u.). So gelangt mehr Milch in Babys Bauch bei gleich langer Trinkzeit. 4. Mit dem Super-Wechselstillen regt die Mutter das Baby an, aktiv weiter zu saugen. Beim Super-Wechselstillen lässt die Mutter das Baby so lange an der Brust, wie es nach jeder oder jeder zweiten Saugbewegung schluckt. Sobald es seltener schluckt oder beginnt einzuschlafen, wird es von der Brust abgenommen. Die Mutter beugt es einige Male sanft von der Hüfte aus nach vorne, um es aufzuwecken; dann wird es an die andere Brust angelegt und wieder so lange gestillt, wie es regelmäßig schluckt. Erfolgt das Schlucken wieder seltener, lässt die Mutter das Baby aufstoßen oder beugt es in den Hüften, um es aufzuwecken, und legt es wieder an der ersten Brust an. Dieses »Wecken und Wechseln« wird 20 bis 30 Minuten lang durchgeführt, und wenn es darum geht, die Milchmenge zu steigern (etwa weil das Baby nicht gt genug zunimmt) sollte es tagsüber mindestens alle zwei Stunden und nachts alle vier Stunden erfolgen. Bei manchen Babys muss die Mutter möglicherweise schon nach jeweils 30 bis 60 Sekunden wechseln, zumindest in der Anfangsphase. Probiere es mal aus! Liebe Gruß Biggi
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