Mitglied inaktiv
Liebe Kristina, mein Sohn ist jetzt 16 Monate alt und wird noch abends, morgens und ab und zu auch nachts gestillt bzw. stillt ER noch :-) Seit einiger Zeit merke ich aber, dass ich nicht mehr so richtig Spaß daran habe, wie ich früher so gerne gestillt hatte. Dass es mittlerweile sehr unangenehm für mich ist trägt wohl auch seinen Teil mit bei. Ich habe das Gefühl, er hat das Trinken verlernt. Aber es wird wohl seine Nuckel-Beruhigungs-Technik sein und Milch möchte er kaum noch trinken. Ich hatte mir eigentich unsere Stillgeschichte so vorgestellt, dass er sich selber irgendwann man abstillt. Aber er ist immer noch so fixiert darauf, dass er mittlerweile mir ständig an dem Pulli zieht. Ich versuche ihn dann abzulenken, was auch gelingt. Aber schade finde ich es schon, dass ich in "verbiegen" muss. Aber ich habe für mich festgestellt, dass ich die Stillbeziehung doch jetzt so langsam beenden möchte. Aber wie stillt man ein 16-Monate alten Jungen, der nur an der Mama hängt, behutsam ab? Ich habe Angst, ich könnte ihm dadurch schaden, wenn ich ihm jetzt die Brust verweigere. Ich sperre sie zwar nicht weg und gebe ihm schon mehr Kuschel- und Streicheleinheiten. Aber richitg glücklich scheint er damit nicht zu sein. Ich aber leider auch nicht mehr mit dem Stillen :-( Lieben Gruß, Sonty
Kristina Wrede
Liebe Sonty, irgendwann sind unsere Kinder so groß, dass sie lernen (müssen), dass es nicht immer so gehen kann wie man möchte. Das hat sicher auch bei Euch schon vor längerer Zeit begonnen, und das Abstillen wird nun ein Teil dieser Erfahrung für deinen Sohn werden. Er kann dadurch auch Positives lernen: Man bekommt zwar nicht immer, was man will, "aber ist doch gar nicht schlimm", wie mein Dreijähriger zu sagen pflegt. "Mama ist da, sie ist immer noch liebevoll, schimpft nicht, weil ich einfach so gern bei ihr trinken würde, sie sagt nein, aber sie tröstet mich." Denk also daran, dich nicht von ihm zu distanzieren, wenn du ihn abstillst, sondern ihm erst recht viel Nähe und Kuschelmöglichkeiten zu bieten. Es dauert meist nur ein paar Tage, bis die Kleinen akzeptiert haben, dass sich die bislang bekannten Gewohnheiten nun geändert haben. Vielleicht hilft es euch, zunächst einmal nur "punktuell" abzustillen. Sprich mit deinem Sohn und erkläre ihm, dass Ihr z.B. nur noch abends zum Einschlafen Stillen werdet, dass er zwischendurch zwar (wenn ihr zuhause seid) an der Brust kuscheln darf, aber nicht trinken. So oder ähnlich könnte die Vereinbarung aussehen. Wichtig ist, dass du dir genau überlegst, wie es sein soll. Dann sprichst du mit deinem Kind und erklärst ihm, was sich ändern wird. Und dann nimmst du ihn so, wie er ist, und erlaubst ihm auch traurig oder gar wütend zu sein, ohne ihm deine Liebe zu entziehen. Ich bin sicher, du findest den für euch optimalen Weg! Lieben Gruß, Kristina
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