Mitglied inaktiv
Hallo, das hatten wir vor kurzem (Wachstumsschub mit 7,5 Wochen) schon mal und seit gestern wieder. Egal ob sie großen oder nicht so großen Hunger/Durst hat schreit sie sofort wenn sie meine Brustwarze sieht. Sie macht den Mund weit auf, nimmt sie nicht in den Mund und fängt somit auch nicht an zu nuckeln, sondern schreit los und schreit sich richtig fest Ich dachte der Schub sei vorbei, sie ist nun 8 Wochen... Hilfeee, was ist das? Flasche oder Schnuller nimmt sie nicht. Mit dem starken Milchspendereflex zu Anfang kam sie meiner Meinung nach ganz gut klar. Manchmal verschluckt sie sich dann zwar aber ich glaub nicht dass sie das nun so schlimm fand. Was könnte das sein?
Liebe Aquarius, für einen Stillstreik kann es viele Ursachen geben.Hat das Baby eine Erkältung oder eine verstopfte Nase, so dass es beim Trinken behindert wird? Hat es Ohrenschmerzen, so dass ihm das Stillen wehtut? Wurde kontrolliert, ob ein Harnwegsinfekt vorliegt? Ist die Mutter aus irgendeinem Grund beunruhigt oder aufgebracht? Babys reagieren auf die Gefühle ihrer Mutter. Gab es beim Stillen einen unliebsamen Zwischenfall? Wurde zum Beispiel gestillt während das Baby untersucht wurde und ist es dabei erschrocken? Kurz: Gab es irgendwelche einschneidenden Veränderungen oder besondere Situationen Manchmal lässt sich die Ursache auch nicht herausfinden und der Streik endet ebenso unvermittelt, wie er begonnen hat. In jedem Fall ist es sinnvoll, das Kind von der Kinderärztin/arzt anschauen zu lassen, um sicher zu sein, dass keine medizinische Ursache für die Verweigerung vorliegt. Bei einem Stillstreik weigert sich das Kind die Brust anzunehmen, es macht sich steif, drückt sich weg, vielleicht saugt es auch an und wendet sich dann ab. Ein Stillstreik kann einige Stunden aber auch tagelang dauern, manche Kinder streiken sogar über ein bis drei Wochen. Sie können versuchen Ihr Baby anzulegen, wenn es schon sehr schläfrig oder fast eingeschlafen ist. Viele Babys, die sich weigern, an der Brust zu trinken, wenn sie hellwach sind, tun es im Halbschlaf dann doch. Sie können ihm die Brust auch immer wieder anbieten, wenn es wach ist, drängen Sie aber nicht. Manche Babys sind eher bereit zu trinken, wenn ihre Mutter umhergeht statt stillzusitzen. Wenn Sie möchten, dass Ihr Baby wieder an Ihrer Brust trinkt, sollten Sie sich darauf einstellen, sich in den nächsten Tagen fast ausschließlich Ihrem Kind zu widmen. Wenn Sie es viel im Arm haben, zärtlich streicheln und es Sie in einer entspannten Atmosphäre einmal ganz für sich alleine hat, beruhigt es sich vielleicht und lässt sich dazu bewegen, wieder bei Ihnen zu trinken. Bei Babys, die sich beim Stillen überstrecken und aufbäumen hat es sich bewährt sie zu `bündeln". Beim Bündeln wickeln Sie das Baby gut in eine Decke ein, so dass seine Schultern nach vorne geneigt und die Arme unterhalb der Brust gekreuzt sind. So kann es den Kopf nicht zurückwerfen. Bei manchen Babys bewährt es sich, wenn die Decke unten offen bleibt, so dass die Füße frei bleiben. Wenn Sie Ihr Kind auf diese Weise eingepackt haben, sieht es wie ein `CA aus, mit dem Kinn auf der Brust und angezogenen Beinchen. Manche Babys brauchen anscheinend das Gefühl umhüllt und gehalten zu sein. Weitere Maßnahmen, die sich bei einem Stillstreik bewährt haben, sind: o im Umhergehen stillen, o in der Badewanne oder im Schaukelstuhl stillen, o im Halbdunkeln stillen, o im Halbschlaf stillen, o das Baby mit der Brust spielen lassen, o unterschiedliche Stillhaltungen ausprobieren, o alle künstlichen Sauger vermeiden, o das Baby massieren, o viel Körperkontakt (Haut auf Haut), o und ganz wichtig: keinen Stillstress erzeugen, weder bei der Mutter noch beim Kind, Ruhe und Gelassenheit, auch wenn es schwer fällt. Um Ihre Milchproduktion aufrecht zu erhalten und zu verhindern, dass Ihre Brust übervoll wird, sollten Sie Ihre Milch ausstreichen oder abpumpen. Die so gewonnene Milch können Sie Ihrem Kind mit einer alternativen Fütterungsmethode anbieten, z.B. mit einem Becher. Die Flasche ist in dieser Situation nicht unproblematisch, denn es kann Ihnen passieren, dass sich Ihr Kind dann zur Flasche hin abstillt. Am besten wenden Sie sich an eine Kollegin vor Ort, die Ihnen die Becherfütterung zeigen kann und Ihnen auch sonst noch weitere Tipps geben kann. Adressen von Stillberaterinnen finden Sie im Internet unter: http://wwwlalecheliga.de (Stillberaterinnen der La Leche Liga), http://www.afs-stillen.de (Stillberaterinnen der Arbeitsgemeinschaft freier Stillgruppen) oder http://www.bdl-stillen.de (Still- und Laktationsberaterinnen IBCLC). LLLiebe Grüße Biggi Welter
Ähnliche Fragen
Liebe Biggi, ich stille meine Tochter (fast 6 Monaten) an beiden Brüsten – ich habe eine geringe Milchproduktion. Aber kürzlich habe ich bemerkt, dass eine meiner Brüste ausläuft, wenn ich zur anderen wechsle. Es ist die Brust mit mehr Milch. Meine Tochter trinkt mit großen Schlucken aus der rechten Brust, wird dann langsamer, drückt sich von de ...
Liebe Biggi, Ich hatte vor einigen Tagen einen Miclhstau in der rechten Brust. Mit Wärme/Kälte und viel stillen bekam ich ihm jedoch in den Griff. Jetzt tut mir seid gestern diese Brust extrem weh. Wie Stiche. Sowohl beim Stillen als auch dazwischen, die Brust ist auch druckempfindlich. Ich sehe auch wieder eine gestaute Stelle, bekomme sie a ...
Liebe Frau Welter, mein kleiner Julius ist jetzt knapp 5 Monate alt. Wir hatten eine etwas schwere Anfangsphase mit viel weinen und quengeln, die sich aktuell zu bessern scheint. Ich konnte Julius von Anfang an tagsüber schlecht ablegen, er wollte immer lieber auf meinem Arm sein. Das Stillen hat von Anfang an super geklappt. Julius schl ...
Liebe Biggi, ich hätte gerne Deine Einschätzung zu einer Still- und Pumpfrage nach einer Brust-Stanzbiopsie. Ich habe Zwillinge (21 Monate) und stille im Alltag einen Zwilling an der Brust, während ich für den anderen Zwilling abpumpe. Von der abgepumpten Milch habe ich noch mehrere Liter eingefroren, sodass ich im Moment etwas flexibel bin. ...
Guten Morgen Mein Sohn ist 8 Wochen alt und benimmt sich zur Zeit sehr unruhig an der Brust. Lässt sie ist aus dem Mund, wird nervös, greift wieder danach, streckt sich durch usw. Und so die ganze Zeit. Was könnte das sein? Danke
Hallo liebe Biggi, vorab danke für deine Antwort. Meine Tochter ist genau 3 Monate und ich habe zurzeit etwas Probleme mit ihr beim Stillen. Vorab paar Infos : Das stillen hat am Anfang super geklappt, sie kriegt seit der Geburt einen Schnuller (den sie wirklich gut nutzen kann und auch gerne nimmt) , sie hat leider sehr stark mit Koliken zu kä ...
Hallo; Mein Baby ist 2 Monate alt und ich habe seit ca 1 Woche einseitige Schmerzen beim stillen (links). Woran kann das liegen dass ich nur einseitige Schmerzen habe? danke
Liebe Biggi, Mein 13 Monate alter Sohn wurde (und wird) bislang nach Bedarf gestillt. „Normalerweise“ stillt er jetzt noch nach dem Aufwachen am Morgen, einmal vormittags, dann nach dem Mittagessen/l bzw. zum Einschlafen beim Mittagsschlaf, 1-2 mal zwischendurch am Nachmittag, dann nochmal abends zwischen dem Abendessen und dem Schlafengeh ...
Hallo Frau Welter, Ich weiß aktuell nicht weiter. Meine Tochter ist nun 4 Monate und seit einer Weile ist sie in einer schwierigen Phase. Früher hat sie wirklich überall geschlafen. Stundenlang im Kinderwagen, in der Trage, im Stubenwagen etc... Seit einiger Zeit hat sich dies auf Trage und Brust beschränkt. Was ok für mich war. Daheim h ...
Liebe Fr. Welter! Seit etwa einer Woche produziert meine linke Brust deutlich mehr Milch als zuvor und auch als die rechte Brust und mein Milchspendereflex ist stärker. Auch spukt meine Tochter häufiger. Meine Tochter ist 2 Monate alt, ich stille sie voll. Am Anfang hatten wir kleine Startschwierigkeiten, da habe ich zusätzlich abgepumpt ...