muckimuck
Hallo liebes Expertenteam, meine Tochter ist jetzt 7 Monate alt und ich habe sie 5,5 Monate voll gestillt und dann mit Mittagsbrei angefangen, das ging erst sehr langsam (ca. 40g) und nun isst sie mittags 130g (sie würde auch mehr essen, aber ich habe die Portionen immer nur stückweise größer gemacht). Unser Tagesplan ist momentan wie folgt: 8:30: Stillen (widerwillig, aber geht) 12:30: 130g Mittagsbrei frisch gekocht 16:30: Getreide - Obst - Brei (noch nicht so viel Gramm) 19:30-20:00: 150g Getreide-Milch-Brei (den rühre ich mit 2er Milch an, weil ich Kuhmilch nicht geben wollte). Nachts stille ich sie meist im Schnitt 2-3x. Ich habe sie nach den Mahlzeiten immer noch gestillt, das mag sie seit ein paar Tagen aber nicht mehr. Wenn ich sie überrede, trinkt sie 3 schlucke aber das war’s dann. Sie trinkt aber auch kaum Wasser... ich biete es ihr im Becher und in der Flasche an (sie liebt es aus Bechern zu trinken, macht aber eher Quatsch, als zu trinken). Ich mache mir zum einen sorgen, dass sie nicht ausreichend Flüssigkeit bekommt den Tag über, da sie kaum etwas zusätzliches trinkt. Soll ich ihr etwas anderes als Wasser anbieten? Soll ich ihr morgens eine Flasche der 2er Milch geben? Oder stillen weiterhin probieren? Bzw. was kann ich ihr morgens noch anbieten zu essen statt stillen? Ich dachte eigentlich, Babys brauchen bis zum 1. Lebensjahr die Milch noch als Hauptnahrung... aber ich kann sie ja nicht zwingen :-( Vielen Dank und viele Grüße! Muckimuck
Liebe Muckimuck, wenn dein Kind wirklich nicht mehr an die Brust mag, würde ich in diesem Alter noch die Flasche anbieten. Mit sieben bis neun Monaten braucht das Kind noch mindestens drei Milchmahlzeiten, mit zehn bis zwölf Monaten noch mindestens zwei. Muttermilch ist der Goldstandard und von allen künstlichen Säuglingsnahrungen ist diesem Goldstandard die Pre Nahrung noch am ähnlichsten. Alle weiteren Nahrungen entfernen sich immer weiter von Goldstandard, was keinerlei Vorteile für die Gesundheit des Kindes bringt. Deshalb ist es nicht sinnvoll und vom ernährungsphysiologischen Standpunkt her auch nicht notwendig, andere Nahrung als Muttermilchersatz zu geben, als eine Pre Nahrung. Pre-MIlch kann wie Muttermilch nach Bedarf gegeben werden. Wie sie zubereitet wird, steht auf der Packung. Wenn Du dir die Zusammensetzung der künstlichen Säuglingsnahrungen anschaust, dann kannst Du sehen, dass Pre Nahrung eindeutig zu bevorzugen ist. Spätestens bei der sogenannten Folgemilch 2 ist es dann sogar so, dass diese kaum noch an die Muttermilch angepasst ist, oft sehr süß ist und von der Zusammensetzung her so, dass sie nicht mehr als ausschließliche Nahrung für das Kind ausreicht. Sie darf deshalb auch nur in Zusammenhang mit Beikost gegeben werden. Es gibt Länder, in denen Folgenahrungen gar nicht erhältlich sind. Eltern erhoffen sich, was die Werbung ja auch deutlich suggeriert, dass ihre Kinder mit einer Folgenahrung seltener gefüttert werden müssen und länger schlafen. Das ist der Hauptgrund, warum diese Nahrungen verkauft werden. LLLiebe Grüße Biggi Welter Pre, 1 oder 2 – was bedeuten die Kürzel der Säuglingsnahrung von Denise Both, IBCLC Die EU Norm unterscheidet zwischen drei verschiedenen Nahrungsarten: • Säuglingsanfangsnahrung • Folgenahrung • Antigen Reduzierte Nahrung Säuglingsanfangsnahrungen sind künstliche Säuglingsnahrungen, die den Nährstoffbedarf eines Babys in den ersten vier bis sechs Monaten als Alleinnahrung decken und zusammen mit geeigneter Beikost das gesamte erste Lebensjahr gegeben werden können. Sie tragen die Silbe "Pre" oder die Zahl "1" im Namen. Unter einer Pre Nahrung wird eine adaptierte Säuglingsnahrung verstanden, die der Muttermilch weitestgehend angeglichen ist, was ihre Zusammensetzung an Mineralstoffen, Kohlenhydraten, Fett und Eiweiß betrifft. Pre Nahrungen können, wie Muttermilch, nach Bedarf (ad libitum) gegeben werden. "1" steht für teiladaptierte Nahrung. Diese Säuglingsnahrung ist zum Teil der Muttermilch angeglichen, enthält mehr Eiweiß und außer Milchzucker noch weitere Zucker sowie Stärke. 1er Nahrung ist nicht so dünnflüssig wie Pre Nahrung und hält länger vor. Teiladaptierte Nahrung sollte nicht nach Bedarf gegeben werden. Folgenahrung wird durch eine "2" gekennzeichnet. Sie ist nicht mehr als alleinige Nahrung für den Säugling gedacht, sondern sollte frühestens ab dem fünften Monat zusammen mit Beikost gegeben werden. Ihre Zusammensetzung unterscheidet sich grundlegend von der der Muttermilch. Für allergiegefährdete Babys, zu denen zur Zeit etwa ein Drittel aller Neugeborenen zählen, gibt es antigen reduzierte Nahrungen, die durch die Abkürzung "HA" erkennbar sind. "HA" steht für hypoallergen und es bedeutet, dass in diesen Nahrungen das Kuhmilcheiweiß in kleinere Bestandteile aufgespalten wurde. Durch die Zerlegung des Eiweißes kann das Allergierisiko verringert werden. Außer den oben aufgezählten Nahrungen gibt es noch Spezialnahrungen (zum Beispiel laktosefreie Säuglingsnahrung oder Nahrungen mit sehr geringem Phenylalaningehalt), die besonderen Situationen vorbehalten sind. So kommt es zwar sehr selten vor, aber es gibt tatsächlich Fälle, in denen ein Baby keine Muttermilch erhalten darf (bei Galaktosämie, einer sehr seltenen Stoffwechselstörung) oder nicht ausschließlich gestillt werden darf (z.B. bei Phenylketonurie (PKU), ebenfalls eine Stoffwechselstörung).
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