Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

An alle: Urlaub und Abstillen

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Mitglied inaktiv

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Liebe Biggi und wer mir sonst noch antworten will (wäre schön, wenn das viiiiiele wären)! Wir fahren mit unserem 13 Monate alten Jakob (8700g) das erste Mal auf Urlaub und obwohl ich schon eine 12jährige habe, bin ich ein bisschen aufgeregt. Was muss ich denn alles beachten? Wir fahren nur nach Kärnten wandern und vielleicht 2 Tage ans Meer. Aber da Jakob eine Frühgeburt (1500g) war, bin ich übervorsichtig. Da er noch nicht gehen kann, werden wir ihn beim Wnadern in der Rückentrage tragen, aber kann ich ihn denn im Wald einfach rauslassen zum Krabbeln? Almwiesen gibt es ja nicht überall. Und wie lange kann er denn unbeschadet in der Trage verbringen ohne Bewegung? Wenn wir an einen See baden gehen, soll ich ihm dann schon Schwimmflügerl geben, oder so eine Schwimmweset für Babies kaufen oder besser gar nicht zum Wasser. Das gleiche gilt fürs Meer. Und ist es am Strand besser mit Windel (reibt da der Sand nicht zwischen Windel und Haut?) oder ohne, auch wenn er alles voll macht (bei uns im Garten ist er schon nackt, aber da stört mich das kleine geschäft ja auch nicht). Und zur Ernährung: Es hat sich gerade günstig ergeben, dass ich schön langsam abstille. Jakob ist abends nach dem letzten Stillen nicht mehr satt geworden und immer früher aufgewacht. Ich habe daher vor 3 Wochen abends nach dem Stillen mit einem Milumil2 Fläschchen angefangen. Jetzt will er gleich das Fläschchen und keine Brust mehr. Nur morgens nach dem Aufstehen gibt es noch Mumi und manchmal vor-, oder nachmittags, wenn das Einschlafen gar so schwer fällt. Das möchte ich auch noch für den Urlaub so beibehalten, damit er in der fremden Umgebung besser schlafen kann. Allerdings wird die Milch schon weniger, was ja beabsichtigt ist, da ich im September wieder arbeiten gehe. Deshalb will er dann die Vormittagsmahlzeit auch früher. Und so verschiebt sich halt alles. Oder ist es besser eine Mahlzeit einzuschieben? Er bekommt normalerweise: Mumi - Obst - Menü - Vollkornfrüchtebrei - Milchbrei - Milumil2. Außerdem habe ich Angst, dass er zuwenig Milchbekommt, da das morgendliche Stillen ja so wenig ist. Soll ich statt des Vollkornfrüchtebreis am Nachmittag lieber Fruchtzwerge oder ähnliches geben? Aber die machen doch sicher nicht so satt, wie der Brei. Oder besser Vormittag als zweite Jause einen Fruchtzwerg? Und wie mache ich das im Urlaub? Wieviele warme Mahlzeiten braucht er denn unbedingt? Da wir nur morgends und abends zu Hause sind, kann ich ja nur den Milchbrei und dann das Fläschchen warm geben. Kaltes Menü ist ja grauslich. Oder soll ich das Menügläschen für den Abend aufheben und Mittags den kalten Milchbrei aus dem Gläschen geben? Das Menü ganz weglassen ist ja auch nicht gescheit. Tut mir leid, dass es so lange geworden ist, aber ich bin soooo unsicher und der Urlaubsvorbereitungsstress neben dem gerade laufenen Umzug macht mich echt fertig. Ich zweifle sowieso daran, dass ich mich im Urlaub erholen kann. Die Große ist in der Pubertät und will nicht helfen und da sollte wenigstens mit unserem Zwerg nichts schief gehen. Vielen Dank, Christine


Biggi Welter

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? Liebe Christine, jetzt atme mal tief durch und setz dich (vielleicht mit einer Tasse Tee oder bei den derzeitigen Temperaturen einem Glas Eistee) hin und entspanne dich. Du bereitest einen Urlaub vor, keine Expedition in die Wildnis. Es wird deinem Kind kaum schaden, wenn die Mahlzeiten einmal durcheinander geraten und er dürfte inzwischen wohl auch so weit sein, dass Du ihn am normalen „Erwachsenenessen" mitessen lassen kannst. Der ganze Aufwand mit speziellen Gläschen für Brei, Menügläschen usw. ist sicher in dem Maße nicht notwendig (und Fruchtzwerge, die ohnehin viel zu viel Zucker enthalten und lange nicht das halten, was die Werbung verspricht, sind absolut sicher nicht notwendig). Dein Sohn braucht jetzt noch etwa zwei Milchmahlzeiten und die sind mit einmal Stillen und der Flasche am Abend abgedeckt. Selbst wenn er jetzt für ein paar Tage weniger Milch bekommt, dann ist das auch kein Drama. Ein paar Urlaubstage in entspannter Atmosphäre sind für dich und dein Familie ungleich wichtiger, als ein immer perfekter Ernährungsplan für deinen Sohn. Er bekommt nicht gleich Mangelerscheinungen, wenn er für einige Tag nicht „exakt nach Plan" ernährt wird. Beim Wandern solltet ihr wirklich viele Pausen machen, in denen der kleine Mann aus der Rückentrage heraus kann (und achte auch genügend Sonnenschutz, gerade in der Trage). Auf dem Waldboden würde ich ihn nicht unbedingt herumkrabbeln lassen, da es auch in Österreich den Fuchsbandwurm gibt und Kinder in dem Alter nun einmal so ziemlich alles in den Mund stecken. Vielleicht könnt ihr ja eine Decke für die Pausen mitnehmen. Meine Kinder konnten mit 13 Monaten mit Schwimmflügeln ins Wasser gehen. Manche Kinder kommen zu Anfang besser mit Schwimmreifen zurecht. Das müsst ihr einfach ausprobieren. Achte jedoch darauf, dass das Wasser nicht zu kalt ist und dass dein Kind nicht zu lange drin bleibt. Mach dich darauf gefasst, dass der Urlaub dazu führen kann, dass dein Sohn wieder mehr gestillt werden will (auch und vor allem nachts). Stillen ist mit Sicherheit bequemer, gerade im Urlaub und Du kannst das Abstillen ja dann nach dem Urlaub zu Hause wieder weiter vorantreiben (deine Wiederaufnahme der Berufstätigkeit muss nicht automatisch das Ende des Stillens bedeuten). Ich hoffe, meine Antwort hat dich jetzt beruhigen können und nicht noch weiter verwirrt und wünsche euch einen schönen Urlaub. LLLiebe Grüße Biggi


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Hallo Christine, kann es sein, daß Du Dich etwas verrückt machst und überängstlich bist? Ich war mit meinem 13monatigen Sohn bereits mehrfach im Urlaub, mit 3 Monaten auf Ameland in der Jugendherberge, mit 9 Monaten nach Lanzarote geflogen, vor kurzem Strandurlaub in Holland. Es ist doch überhaupt kein Problem, mit einem Stillkind in Urlaub zu fahren. Sieh es mit den Mahlzeiten nicht zu eng. Ein Kind kann sehr gut auf eine warme Mahlzeit abends umstellen. Häufigeres Stillen mußt Du einkalkulieren. Ich habe die Erfahrung gemacht, daß natürlich ein wärmeres Klima und ungewohnte Umgebung z. T. erheblich häufigeres Stillen erforderlich machten. Jonas krabbelt überall auf dem Boden. Der Hinweis von Biggi mit dem Fuchsbandwurm ist aber sicher richtig. Inzwischen nimmt er auch nicht mehr alles in den Mund. Zum Tragen: ich trage Jonas im Tragetuch. Ich merke deutlich, wenn es ihm zu lange ist. Er macht sich dann durchaus bemerkbar. Das längste sind 2 Stunden (wenn er schläft). Auch bei längeren Autofahrten merken wir dann schnell, wenn er wieder Bewegung braucht. Am Strand haben wir Jonas meist ohne Windel krabbeln lassen. Jeder Hund pinkelt auch in den Sand und das große Geschäft erledigt Jonas zum Glück immer morgens. Ansonsten kann man es bei Bedarf ja auch mit einer Schaufel entsorgen. Auf ausreichenden Sonnenschutz achten! Ich habe LSF 30+ verwendet, damit hat er keine Rötung bekommen. Wie lange Dein Kind im Wasser bleiben kann, hängt von verschiedenen Dingen ab. Wie warm ist das Wasser, die Luft, wie windig ist es usw. Fühle mal ab und zu, wie warm oder kalt es sich anfühlt. Lippen blau und zittern, dann ist es eigentlich schon zu lange gewesen. Du bekommst schnell ein Gefühl dafür. Ich hatte keine Schwimmhilfen, Jonas ist allerdings auch nur so weit ins Wasser, wie er selbst noch krabbeln konnte. Richtig Schwimmen waren wir also nicht. Jonas war am liebsten in diesen warmen Pfützen, die am Watt zurückbleiben, wenn das Wasser abläuft. Die sind nicht tief, nicht gefährlich und schön warm. Außerdem lernt man da viele Leute mit anderen Kleinkindern kennen. schönen Urlaub. gruß, Anne


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