Mitglied inaktiv
Hallöchen, meine Tochter wird am Do. 6 Monate alt und an diesem Tag möchte ich mit dem ersten Karottengläschen (HIPP) anfangen. Seit ca. 1 Monat bekommt sie 2-3mal täglich PRE HA (HIPP), weil die Muttermilch "weniger" geworden ist, da ich mit der Milchpumpe abpumpen muss. Jetzt habe ich schon tagsüber das Abpumpen sein lassen, nur produziere ich momentan immernoch sehr viel Milch. Möchte aber bis Weihnachten komplett abgestillt haben. Gibt es da nicht irgendwelche HOMOPATISCHE Mittel (Globuli etc.) ??! Pfefferminz- und Salbeitee hängen mir schon aus den Ohren raus :o)) Liebe Grüsse Nicolé
Mitglied inaktiv
Liebe Nicky, die Übergänge zwischen Milchstau und Brustentzündung sind fließend. In beiden Fällen ist die Brust (an einer Stelle oder komplett) hart und schmerzt. Es kann rote und heiße Bezirke geben. Bei einer Brustentzündung kommen dann immer noch Fieber und eventuell auch Kopf und Gliederschmerzen, wie bei einer Grippe dazu. Ein Milchstau kann vielfältige Ursachen haben: Stress (gerade während der ersten Wochen nach der Geburt), einengende Kleidungsstücke (schlecht sitzende Bhs) oder einschneidende Schultergurte von einer Umhängetasche oder einer Tragehilfe, zu geringe Entleerung der Brust, wenn das Baby plötzlich durchschläft oder tagsüber eine Mahlzeit überspringt, bei manchen Frauen auch Kälte oder Zugluft. Es kommt auch vor, dass eine falsche Anlegetechnik dazu führt, dass einige Bereiche der Brust nicht richtig entleert werden (z.B. wenn die Mutter, wie leider immer noch oft empfohlen, beim Anlegen die Brust zwischen Zeigefinger und Mittelfinger klemmt, um die Nase des Babys freizuhalten). Bei einem Milchstau kannst Du die schmerzende Stelle vor dem Stillen wärmen (z.B. in einer Schüssel mit warmen Wasser oder in der Badewanne). Du kannst auch ein warmes feuchtes Tuch um die Brust legen. Manche Frauen empfinden es als angenehm, wenn sie zwischen den Stillmahlzeiten ein Heizkissen oder eine Wärmflasche über die Brüste legen. Andere wiederum finden Quarkwickel (bitte die Brustwarze und den Warzenhof aussparen) als hilfreich. Um die gestaute Stelle zu entleeren, solltest Du jede Stillmahlzeit auf der betroffenen Seite beginnen, bis der Knoten und die Schmerzen vergangen sind. Du solltest alle eineinhalb bis zwei Stunden anlegen und dabei das Baby so halten, dass sein Kinn gegen die schmerzende Stelle gerichtet ist (erfordert manchmal etwas Akrobatik). Die Milch wird auf diese Weise besser herausgesogen und dadurch löst sich die Blockierung besser. Sanfte Massage kurz vor oder während des Stillens kann ebenfalls hilfreich sein. Und wie immer gilt auch hier: auf korrektes Anlegen und eine gute Stillposition achten. Außerdem solltest Du Dir möglichst viel Ruhe gönnen. Wenn möglich leg dich mit deinem Kind ins Bett und überlass die Hausarbeit jemandem anderen. Da Du Fieber oder Schüttelfrost bekommen hast (die Symptome ähneln der einer Grippe), war es sinnvoll, dir Medikamente zu geben. Wichtig ist auch, dass Du weißt, dass eine Brustentzündung kein Abstillgrund ist. Ich wünsche Dir gute Besserung. LLLiebe Grüße Biggi
Mitglied inaktiv
Liebe Nicole, es lässt sich bei homöopathischen Mitteln nicht pauschal sagen x ist besser als y. Auch homöopathische Medikamente sind Medikamente und müssen zudem unbedingt von einer Fachkraft anhand eines ausführlichen Anamnesegesprächs für die jeweilige Frau und Situation passend ausgesucht werden. Nur weil Frau A mit Globuli X bei Situation Y gute Erfahrungen gemacht hat, muss das bei Frau B noch lange nicht das richtige Mittel sein. Homöopathie übers Internet ist sehr zweifelhaft. Wenn Sie sich für homöopathische Unterstützung des Abstillprozesses interessieren, wenden Sie sich bitte an eine entsprechend ausgebildete Ärztin/Arzt oder eine Hebamme. LLLiebe Grüße Biggi
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