lady_tornado97
Hallo liebe Frau Welter, meine Tochter ist nun 1 1/2 Jahre alt und geht mittlerweile seit August zum Tagesvater, da ich wieder arbeite. Noch begleite ich den Übergang in die Tagespflege mit Stillen. Sie isst und trinkt tagsüber gut, sowohl am Wochenende zu Hause als auch in der Woche in der Tagespflege. In der Woche tankt sie meistens morgens, bevor es zum Tagesvater geht, noch mal ordentlich auf, und nachmittags, wenn ich sie abgeholt habe, ebenfalls noch mal. Dann stillt sie erst wieder wenn es ins Bett geht und in der Nacht zwei bis drei mal. Sie stille hier allerdings nicht zum einschlafen. Wir haben ein festes Abendritual (Zähne putzen, Windel, Sandmännchen, Stillen, von Papa in den Schlaf getragen werden). Wir schlafen im Familienbett. Nun, da ich wieder berufstätig bin, merke ich wie mich das Stillen in der Nacht auslaugt und wie fertig ich tagsüber auf der Arbeit bin. Deshalb möchte ich, sobald meine Tochter relativ sicher beim Tagesvater ist, abstillen. Da wir im September noch im Urlaub waren und wir daher eine 2 wöchige Unterbrechung hatten lasse ich uns beiden noch etwas Zeit bis mein Gefühl mir sagt, dass der Zeitpunkt gekommen ist. Ich habe schon einige Beiträge hier zum Abstillen gelesen. Wenn es soweit ist werde ich meiner Tochter also die Situation erklären. Ich werde versuchen möglichst geduldig zu bleiben und werde ihr noch mal mehr Kuscheleinheiten geben. Ich rechne damit, dass es ihr nicht wirklich gefallen wird. Momentan spüre ich eh schon sehr deutlich die Autonomiephase. Darauf bin ich also eingestellt. Nun möchte ich aber vor allem wissen, wie es in der Nacht laufen kann? Wie schon geschrieben schlafen wir im Familienbett. Soll ich sie nachts weiterhin beruhigen, dann aber eben ohne Brust? Soll mein Mann diese Rolle dann erst mal übernehmen? Wir möchten unsere Tochter nun ungern ausquartieren und haben uns hier eigentlich vorgestellt, dass sie selbst entscheiden kann wenn sie soweit ist im eigenen Bett zu schlafen. Sollen wir ihr nachts Alternativen anbieten wie Milch o.ä.? Bisher nimmt sie tagsüber weder Pre noch Folgemilch an, sondern nur zuckerfreie Hafermilch. Die bekommt sie ab und an mal. Insgesamt denke ich, dass wir es sehr gut hinkriegen, ihr genug Ablenkung anbieten zu können. Jedoch die Nächte bereiten mir etwas Kopfzerbrechen. Vielen Dank schon mal.
Liebe lady_tornado97, ich finde es wundervoll, wie genau du alles planst und genau SO würde ich es auch machen :-). Lass es auf dich zukommen, übergebe deine Tochter evtl. dem Papa, er kann sie beruhigen. Ich würde in der Nacht möglichst nur Wasser anbieten (Kariesgefahr!) und versuchen, zu erklären, dass erst am Morgen wieder gestillt wird. Wichtig ist, dass ihr zum einen wirklich miteinander redet und du deinem Kind klar erklärst und sagst, was du willst und was du nicht mehr willst. Zum anderen muss für dein Kind deutlich erkennbar sein, wo deine Grenzen gesetzt sind. Liebevolle Konsequenz ist das Zaubermittel in der Erziehung. Deine Kleine wird sicherlich noch eine Weile schreien, toben, treten oder dich schlagen wollen. Ist das schlimm? Nein, es ist völlig normal, denn es ist die einzige Art, wie sie in diesem Alter ihren Frust ausdrücken kann. Wie kannst du damit umgehen? Lass es zu. Lass dich nicht verunsichern, denn es geht deinem Kind ja trotzdem gut, es bekommt kein Trauma fürs Leben, wird nicht an deiner Liebe zweifeln. Deine Tochter ist sauer, und das wird auch wieder vergehen. Bleibe bei ihr und sei du ruhig und klar, so dass sie sich an dir orientieren kann. Vielleicht wirst du sie ein wenig ablenken wollen (falls sie sich ablenken lässt), vielleicht bleibst du auch einfach nur in ihrer Nähe und versicherst ihr, dass alles ok ist, und dass ihr weiter stillen könnt (oder kuscheln), sobald sie sich etwas beruhigt hat. Wenn du konsequent bleibst, wird es klappen. Nur davon hängt es ab: Schaffst DU es... Vielleicht solltest du dein Vorhaben auf einen Urlaub oder wenigstens ein Wochenende legen, denn die ersten Nächte werden sicher nicht leicht werden.... Liebe Grüße, ich wünsche euch alles alles Gute! Biggi
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