Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Abstillen

Frage: Abstillen

Tienchen021

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Liebe Biggi, meine Tochter ist jetzt 16 Monate alt und wird hauptsächlich zum einschlafen gestillt (mittags, abends, nachts). In manchen Situationen (Krankheit, zahnen) möchte sie auch gerne Tagsüber gestillt werden, aber ich glaube dies kommt primär von ihrem Nähebedürfnis :-) Sie ist grundsätzlich keine große "Kuschlerin" und holt sich viel Nähe über das stillen. Grundsätzlich braucht sie viel Nähe und Körperkontakt, im Alltag wie auch zum schlafen. Früher konnte auch der Papa sie durchs Tragen in den Schlaf begleiten, akutell ist das aber leider undenkbar. Unsere Tochter hängt gerade sehr an mir. Nun möchte ich allerdings gerne langsam abstillen (nicht zwingend sofort, sondern in den nächsten Wochen) weiß aber nicht genau wie ich es am besten angehe. Sollte ich zuerst versuchen das Einnschlafstillen einzustellen? Momentan schreit und tobt sie, wenn ich probiere sie ohne stillen ins Bett zu bringen, sie findet auch gefühlt garnicht anders zur Ruhe. Das tut mir dann natürlich auch weh/leid für sie. Wie könnte ich am besten vorgehen und ein sanftes abstillen einleiten? Hast du Tipps für mich? Vielen lieben Dank.


Biggi Welter

Biggi Welter

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Liebe Tienchen021, so wie jede Stillbeziehung individuell ist, so ist auch jeder Abstillprozess unterschiedlich. Dabei gibt es nicht DEN EINEN Weg. Wichtig ist, dass du in deinem Entschluss gefestigt bist. Dein Kind wird sonst jeden Zweifel spüren und das macht es euch beiden noch schwerer. Bedenke, dass das Abstillen von dir und nicht von deinem Kind initiiert wird. Daher darf deine Tochter darüber traurig, wütend und verärgert sein. Wichtig ist, dass du sie in ihren Emotionen weiterhin begleitest und diese da sein dürfen. Gestehe sie ihr zu und begleite sie durch ihre Trauer und Wut. Manchmal ist dies eben für uns Mütter schwer auszuhalten, wenn wir unser Kind traurig oder wütend erleben. Du darfst dir aber sicher sein, dass dein Kind dadurch keinen Schaden nimmt. Indem du es weiterhin liebevoll begleitest (und ja nicht mit seiner Trauer allein lässt) bietest du weiterhin einen sicheren Hafen an dem es sich orientieren kann. Solltest du diese Emotionen tatsächlich nicht aushalten können, so ist es auch nicht schlimm, wenn du doch wieder die Brust anbietest. Du machst dabei nichts falsch, sondern gehst gefühlvoll auf dein Kind ein. Mache einen neuen Versuch, wenn du eben zu 100 % in deinem Entschluss nun abstillen zu wollen gefestigt bist. Wichtig ist, dass du nun nicht jeden Abend neu experimentierst und damit eventuell noch mehr Unruhe reinbringst. Solltest du wirklich merken, doch noch nicht so weit zu sein, so lass dir und deinem Kind einige Wochen für einen neuen Versuch Zeit. Ihr werdet das mit Sicherheit gemeinsam gut meistern und du wirst deine Tochter weiterhin liebevoll begleiten. Alles Liebe Biggi


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