Makinde
Meine Tochter wird am 05.04.2021 ein Jahr, aber ich möchte abstillen und weiss nicht wie.
Liebe Makinde, das Abstillen ist ein sehr individueller Prozess für den es kein „Patentrezept“ gibt. Du musst Dir darüber im Klaren sein, dass das Stillen für Deine Tochter mehr als „nur“ Nahrungsaufnahme ist. Wichtig ist, dass Du für Dich einen Weg wählst, hinter dem Du voll und ganz stehst und eben keine Zweifel aufkommen lässt. Diese würde Dein Kind sofort spüren, was Euch sicher beiden das Abstillen zusätzlich erschweren wird. Mach Dir bewusst, dass jede nicht vom Kind initiierte Veränderung zwangsläufig zu Protesten auf Seiten Deines Kindes führen wird. Das ist völlig normal und darf auch so sein. Begleite Dein Kind liebevoll durch diese Emotionen und sei weiterhin mit Deiner Nähe und Fürsorge für es da. Gestehe ihm seine Wut, Trauer vielleicht auch Ärgernis über das Beenden der Stillzeit ein und begleite es durch diese Gefühle. Viele Mütter gehen beim Abstillen schrittweise vor und verkürzen erstmals nicht die Stillhäufigkeit sondern die Stilldauer. Im nächsten Schritt dann eben die Häufigkeit. Dadurch kann sich erstens Deine Brust besser umstellen und Du vermeidest einen möglichen Milchstau und für viele Mütter und auch Kinder ist es so eben ein Abstill-Prozess über vielleicht sogar mehrer Wochen und erleichtert somit beiden den „Abschied“ dieser innigen Beziehung. Für manche Mütter ist allerdings manchmal der Punkt erreicht an dem Sie einfach nicht mehr stillen wollen oder können und auch dann ist das machbar und kann auch relativ „schnell“ umgesetzt werden. Wie lange ein Kind braucht um diese Umstellung zu akzeptieren ist individuell unterschiedlich und hängt von mehreren Faktoren ab. Meine ganz persönliche Meinung ist der Rat zu einem sanften Vorgehen, so wie oben geschildert. Aber letztlich musst Du für Dich entscheiden welchen Weg Du wählst und voll und ganz hinter deinem Vorhaben stehen. Du kannst Deinem Kind im Vorfeld erzählen was sich nun verändern wird. Auch wenn es nicht jedes Wort sinngemäß versteht, so spürt es doch die Veränderung und Deine innere Haltung dazu. Begleite es weiterhin mit deiner Liebe und Geborgenheit und es wird sicher keinen „Schaden“ nehmen. Manche Kinder mögen es gerne mit der Brust weiterhin zu kuscheln und eine Hand darauf zu legen. Wenn das für Dich ok ist, so kannst Du das zum Beispiel anbieten. Ich wünsche Dir alles Liebe, Biggi
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