Mamawasser
Hallo, Ich habe hier einen 22 Monate alten Brustjunkie. Bis vor drei Wochen haben wir auch noch oft tagsüber gestillt. Vor drei Wochen habe ich aber tagsüber mit Tränen tagsüber abgestillt. Dies klappt mittlerweile gut. Nun möchte ich auch nachts nicht mehr allzu lange stillen, maximal vielleicht noch ein halbes Jahr aber am liebsten früher. Ich weiss nur nicht wie ich es angehen soll. Er schläft nur an der Brust ein (tagsüber auch Kinderwagen manchnal), nimmt keinen Schnuller, keine Flasche. Was mich am meisten belastet ist das nuckeln in der früh, ich schaue nicht auf die uhr aber bestimmt so zwei bis drei stunden vor dem aufstehen , gefühlt alle 15 bis 20 Minuten ewiges nuckeln. Das Problem dabei ist dass ich meist nicht dabei schlafen kann und er sich wirklich nicht abdocken lässt und ich somit nicht aufstehen kann um mich schon mal für die Arbeit fertig zu machen. Zuerst noch ein paar Fragen: wie merke ich denn ob er nachts nicht doch Hunger hat? Oder braucht er in dem Alter nichts mehr auch wenn er Hunger hat? In welchem Alter vergessen die Kinder das stillen? Habe mal gelesen dass sie es sich ab einem gewissen Alter erinnern können ans stillen. Was mache ich falls die Zähne dazwischen kommen? Bzw. habe ich Angst dass ich es gar nicht merke weil ich denke er weint weil ich nicht stille und dabei kommen Zähne und er hat Schmerzen oder wird krank. Da es wahrscheinlich auch besser wäre ich hätte Urlaub , noch die Frage, wie viele Tage sollte ich wohl einplanen bis es besser ist? Längere Zeit Urlaub oder reichen ein paar Tage? Ich möchte ja sanft abstillen. Und wie kann ich sanft abstillen? Ich habe von der Gordon Methode gehört. Sollen es wirklich gleich 7 Stunden am Stück ohne stillen sein? Ist das noch sanft? Und wie soll mein Kind nicht verwirrt sein wenn es in dem besagten Zeit nicht stillen darf und dann wieder? Er kann ja keine Uhr lesen. Habe auch irgendwo meine och gelesen dass es für Kinder in dem Alter schwer /nicht zu verstehen ist . Wie also dann abstillen? Und holt er das stillen dann danach viellleicht nicht umso mehr nach? Und wie mache ich das mit dem einschlafen ohne stillen? Gibt es noch andere Methoden ein Kleinkind abzustillen/sanft abzustillen? Gibt es ein Buch/Internetseite wo ich dazu etwas lesen kann? Und das wichtigste: Schadet es unserer Bindung? Sorry für die vielen Fragen. Danke schon mal im Voraus für deine Antwort. Liebe Grüße
Liebe Mamawasser, warum die Brustwarzen schmerzen, kann ich Dir leider nicht sagen, lass die Brust mal von einem Arzt ansehen. Es steht absolut außer Frage, dass unruhige Nächte und zu wenig Schlaf ein Wahnsinnsproblem sind und vermutlich wissen die meisten Mütter nur zu gut, wie es ist, wenn man sich nach mehr Schlaf, bitte nur ein bisschen mehr Schlaf, sehnt. Aber es gibt nun mal keine Patentrezepte, die das Kind dazu bringen, länger zu schlafen, auch nicht die Schlaftrainingsprogramme à la "jedes Kind kann“. Du kannst jetzt mit vielen Tricks versuchen, die Situation zu verändern, aber es wird nur Stress und Tränen geben, denn dein Kind IST einfach in der Phase, in der es dich so viel braucht. In dieser Zeit verarbeiten Kinder vieles in der Nacht, und brauchen die Bestätigung, dass Mama ganz nah ist, und die beruhigende Milch, noch ziemlich. Es ist kein Rückschritt, wie es scheint, sondern zeigt, dass sich Dein Kleines weiter entwickelt! Dein Baby braucht also vor allem eines: Zeit zum Reifen. Vielleicht "schenkst" Du ihm einfach noch ein bisschen von dieser Zeit, in der Du ihm gestattest, so zu sein, wie es ist. Du machst nichts falsch! Ehe Du aber jetzt zusammenklappst, weil Du nicht mehr genug Schlaf bekommst, muss eine Lösung gefunden werden, die Dich entlastet. Das kann durchaus eine vermehrte Einbeziehung des Vaters sein, wenn es nachts nicht geht, dann eben mal am Tag, damit Du eine Möglichkeit hast, Dich auszuruhen und neue Energie zu sammeln. Auch wenn Dein Baby sich beschwert und protestiert, ist das völlig okay, denn Ihr lasst es ja nicht alleine, sondern steht ihm bei. Wenn Du nicht mehr ständig stillen möchtest, wird es am besten sein, wenn Du schrittweise vorgehst, z.B. in dem du zunächst eine gewisse stillfreie Zeit in der Nacht einführst. Dazu kannst du wie folgt vorgehen: Erkläre Deinem Kind schon bei Tag, was sich in der Nacht ändern wird, und versuche, Signale zu definieren, die es wieder erkennen kann (z.B. "erst wenn der Radiowecker angeht, dann darfst Du trinken") und die sich eventuell anpassen lassen (den Radiowecker kann man etwa jeden 2. Tag eine viertel Stunde nach hinten programmieren, so dass die Pause immer länger wird). So wird die Nacht allmählich stillfrei. Wenn sich Dein Kind dann in der Nacht beschwert, dass es nicht trinken darf (und das kann es natürlich nur durch weinen oder schreien), dann tröste es und sprich liebevoll-beruhigend mit ihm, und gestehe es ihm auch wirklich zu, sauer zu sein, aber bleib konsequent beim "Nein", bis der vereinbarte Zeitpunkt (z.B. der Radiowecker geht an) für das Stillen gekommen ist. Dann jedoch solltest Du auch von Dir aus Deinem Kind die Brust anbieten - so lernt es, dass es sich auf Dein Wort verlassen kann. Natürlich kannst Du ihm während der Nacht einen Schluck Wasser oder auch einen Schnuller anbieten, doch sei nicht allzu überrascht, wenn das anfangs mit Wut abgewiesen wird. Dein Kleiner wird vermutlich schreien, toben, treten oder Dich gar schlagen wollen. Ist das schlimm? Nein, es ist völlig normal, denn es ist die einzige Art, wie er in diesem zarten Alter seinen Frust ausdrücken kann. Wie kannst du damit umgehen? Lass es zu. Lass Dich nicht verunsichern, denn es geht Deinem Kind ja trotzdem gut, es bekommt kein Trauma fürs Leben, wird nicht an Deiner Liebe zweifeln. Dein Baby ist sauer, und das wird auch wieder vergehen. Bleibe bei ihm und sei Du ruhig und klar, so dass Dein Kleiner sich an Dir orientieren kann. Vielleicht wirst Du ihn ein wenig ablenken wollen (falls er sich ablenken lässt), vielleicht bleibst Du auch einfach nur in seiner Nähe und versicherst ihm, dass alles ok ist. Ehrlicherweise muss ich dazu sagen, dass die ersten Nächte zwangsläufig sehr unruhig sein werden. Doch in der Regel akzeptieren Kinder relativ schnell die neuen "Spielregeln", und je älter sie sind, desto einfacher. Nur wenn sich Dein Kind über mehrere Tage hinweg gegen diese stillfreie Zeit sperrt, oder gar tagsüber extrem anhänglich bzw. weinerlich wird, oder gar eine Hautreaktion zeigt, dann weißt Du, dass es noch zu früh ist und Du vielleicht einfach noch ein paar Wochen warten und durchhalten solltest. Dieser Vorschlag stammt von Elizabeth Pantley, Autorin des Buchs "Schlafen statt Schreien: Das liebevolle Einschlafbuch: Das 10-Schritte-Progamm für ruhige Nächte", das nun auf Deutsch erschienen ist und das ich wärmstens empfehlen kann. Pantley hat ein Programm entwickelt, mit dem man älteren Babys, auch Stillkinder, dabei helfen kann, auch ohne Brust oder ständiges Stillen die Nacht zu schaffen. Auch wenn man nicht alle ihre Schritte anwendet haben viele Mütter doch gute Erfahrungen mit diesem Buch gemacht. Ich hoffe, diese lange Antwort hilft Dir ein wenig weiter, und drück die Daumen, dass die Nächte bald wieder ruhiger werden. Liebe Grüße Biggi
Mamawasser
Achja, sollte ich in der ersten Zeit dann durch tragen/schaukeln beruhigen oder lieber gleich ohne da ich dies sonst auch wieder abgewöhnen muss? Ich habe schon öfter versucht meinen kleinen statt stillen in den Arm zu nehmen aber das mag er glaube nicht . Und seit ich tagsüber abgestillt habe tut mir die eine Brustwarze beim stillen manchmal sehr weh. Kann es sein dass er Jetzt anders trinkt oder dass keine /wenlger Milch kommt?
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