rosamunde80
Hallo, mein Kleiner ist 10 Monate und wird nur noch nachts zum einschlafen gestillt. Leider wacht er nachts zum Teil alle 1-2 Stunden auf und schläft nur an der Brust wieder ein. Das geht schon einige Wichen so und mittlerweile kann ich nicht mehr. Haben sie einen Tip wie ich abstillen kann? Vielen lieben Dank
Kristina Wrede
Liebe rosamunde80, viele Babys im Alter deines Kleinen wachen nachts häufig auf, und Abstillen gewährleistet nicht, dass sie das NICHT trotzdem tun. Darum ist es wichtig, diese Entscheidung sehr bewusst zu treffen, denn viele Mütter finden es dann doch weniger anstrengend, ihr Baby nachts an die Brust zu lassen als aufzustehen und ein Fläschchen zuzubereiten. Eine Möglichkeit, in dieser Phase trotzdem genug Schlaf zu bekommen wäre, das Baby mit ins Bett zu nehmen. Wenn das z.B. an der Wand steht oder mit einem Gitter gesichert ist, so dass ein Säugling nicht herausfallen kann, brauchst du gar nicht ganz wach zu werden, wenn dein Baby nachts trinken will. Zugleich kannst du auch versuchen, das nächtliche Stillen zu reduzieren, in dem du etwa stillfreie Zeiten in der Nacht einführst. Hier kannst du die Details dazu nachlesen: https://www.rund-ums-baby.de/stillberatung/Wie-abends-abstillen_178174.htm Wenn du doch lieber komplett abstillen möchtest, dann bedenke, dass für deinen Sohn das Stillen durchaus noch wichtig ist und sein Bedürfnis danach ganz natürlich und normal ist. Er tut nichts falsches, wenn er nach der Brust verlangt und er hat kein Bewusstsein darüber, dass es Mama stressen könnte. An der Brust findet er ja auch nicht nur Nahrung, sondern Nähe, Geborgenheit, Trost, Sicherheit. All das, was auch wir empfinden, wenn uns eine Person umarmt, die uns sehr liebt und der wir voll vertrauen können. Dieses Gefühl braucht jeder Säugling, damit sich sein Nervensystem gesund entwickeln kann. Die beruhigenden Hormone wirken auf die Entwicklung des Gehirns. Sehr schön erklärt ist das in dem Buch "Die neue Elternschule: Kinder richtig verstehen und liebevoll erziehen" von Margot Sunderland. Es ist also nachvollziehbar, dass ein Säugling, der von sich aus noch nicht bereit ist abzustillen, sich beschwert und protestiert mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln. Und drum ist es auch verständlich, dass das Wichtigste, was er dann braucht, liebevolle und einfühlsame Begleitung ist. Sprich: Jede Mutter hat jederzeit das Recht zu entscheiden, dass sie nicht mehr stillen mag. Sie sollte ihrem Kind aber mit viel Geduld und Liebe beistehen, bis dieses versteht, dass es sich mit Alternativen zufrieden geben muss und auch kann. Leider ist dieser Beistand in der Regel deutlich anstrengender als (in diesem Fall) dem Baby zu geben, was es benötigt, es also zu stillen. Denn einen schreienden Säugling nachts durch die Wohnung zu tragen, ihm beruhigende Laute ins Ohr zu raunen und ihm hin und wieder einen Schluck Wasser oder Ersatzmilch anzubieten (die wütend abgelehnt werden) ist kein Zuckerschlecken. Aus diesem Grund entscheiden sich viele Mütter dazu, doch noch etwas länger zu stillen, sich das Leben mit dem Stillen dabei so einfach wie möglich zu machen, eben z.B. in dem sie das Kind mit zu sich ins Bett nehmen. Ich hoffe, meine Antwort hilft dir weiter. Konkrete "Anleitungen" zum Abstillen gibt es keine, weil es immer abhängig davon sein wird, wodurch sich ein Baby beruhigen oder ablenken lässt und wie die Person, die das Kleine dabei betreut, selbst so drauf ist (wie robust sind die Nerven, was macht sie selbst nervös usw.). Lieben Gruß, Kristina
Ähnliche Fragen
Hallo, mein Sohn ist jetzt genau 18 Monate und wir wollten mehrfach abstillen was nicht geklappt hat. Ohne mich in der Nähe kommt er problemlos ohne Milch aus aber mit mir wollte er immer an die Brust. Nun hatte ich in der vergangenen Woche eine schwere Corona Erkrankung und bekomme seit Donnerstag ein Antibiotikum bei der für die Stillzeit hinter ...
Hallo, mein Kind wird in paar Tagen 2 Jahre alt. Ich stille immer nach Bedarf - auch nachts. Mal 1 mal nachts, mal aber auch 4 mal. Jetzt meinte die Zahnärztin ich soll schnell wie möglich nachts nicht mehr stillen. Das wäre fatal für die Zähne zwecks Karies. Habe natürlich Angst! Wie fange ich an nachts nicht mehr zu stillen. Ein ...
Hallo, ich habe nun 3 Monate voll gestillt und würde nun gerne abstillen und auf Pre umstellen. Wie gehe ich hier am Besten vor ohne einen Milchstau zu bekommen? Ist abpumpen sinnvoll? Salbeitee trinken? Würde gerne innerhalb einer Woche abstillen. vielen Dank. lg
Liebe Frau Welter, ich habe eine Frage zum Thema (Ab)Stillen: mein Sohn ist 9 Monate alt. Bis 6 Monate wurde er voll gestillt, er hat zu keiner Zeit Schnuller oder Flasche akzeptiert. Wir haben alle möglichen Sauger, Flaschen, Pulvermilch, abgepumpte Milch ausprobiert, egal ob müde, wach hungrig, Papa oder Mama, er wollte es einfach nicht. Haben wi ...
Liebe Biggi, ich bin aktuell in der 8. SSW und muss auf dringenden Rat meiner Gynäkologin abstillen, da es sich um eine Risikoschwangerschaft handelt. Diese Entscheidung tut mir unglaublich weh, auch wenn ich weiß, dass sie medizinisch notwendig ist. Mein Kind ist 20 Monate alt und stillt tagsüber nur noch zum Einschlafen, abends ebenfalls zum E ...
Guten Tag, ich möchte gerne zum Thema Abstillen und Milchstaus beraten werden. Mein Kind ist jetzt 8 Monate geht und soll ab Mai in die Krippe gehen. Bis dahin würde ich gerne sukzessive abgestillt haben, da ich ab Juni auch wieder arbeiten will und nicht weiter stillen möchte. Nun ist es so, dass er bereits 3x täglich Beikost bekommt und es auc ...
Kind 20 Monate stillt noch 3 Mal: Morgens 5-6Uhr Mittags 11Uhr oder 14uhr [wenn ich Sie hinlegen um 11Uhr - wenn Sie in der Kita ist nach dem abholen 14Uhr] Abends 18:30-19Uhr Sie isst sehr schlecht. Es gibt kein essen, bei dem man sagen kann,dass isst Sie bestimmt/sicher. Gemüse isst Sie nur wenig und auch Obst geht nicht immer. ...
Liebe Biggi, ich muss so langsam abstillen, da bei mir eine chronische Borreliose festgestellt wurde und wenn ich meine eigene Gesundheit angehen möchte, muss ich gewisse Dinge einnehmen, die nicht an Stillenden erprobt sind bzw. teilweise stillunverträglich sind. Meine Tochter ist jetzt 16 Monate alt und das Einschlafen untertags ist ziemlich her ...
Liebe Biggi, ich habe soeben viele deiner Antworten auf gestellte Fragen zum Thema Abstillen gelesen und war berührt von deiner Empathie und deinem Verständnis für jede einzelne Situation der Mütter die verzweifelt, verunsichert und einfach nicht weiter wissen - so wie ich. Hier unsere Situation. Unser Sohn ist jetzt 19 Monate alt und wird fast ...
Hallo. Ich würde gerne "abstillen", habe seit Mitte Mai für unseren Sohn abgepumpt. Durch Brustentzündung im Dezember und Milchstaus etc. bin ich mittlerweile soweit, dass ich schon mitten im Abstillprozess bin, jetzt aber gerade nicht weiß wie ich es "beende". Ich pumpe nur noch morgens und abends 10 Minuten und es kommt auch nicht mehr viel raus ...