Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Abstillen

Frage: Abstillen

PaChriPa

Beitrag melden

Liebe Biggi, Liebe Kristina, Ich benötige ganz dringend eine Vorgehensweise für die kommende Woche um unseren 9 monatigen Schatz abzustillen. Bislang stillte ich ihn voll und nebenbei bekam er die Möglichkeit Familienkost zu essen, da er Brei noch nie mochte. Nudeln mag er gerne oder auch ab und zu  "Quetschies". Tagsüber trinkt er ergänzend etwas Tee. Zwischen 30-150ml. Folgemilch oder aufgetaute MuMi ist gar nicht seins. Er verbindet die MuMi mit meiner Brust. Seit Anfang an. Die Mahlzeiten sind noch nicht konstant und konsequent. Daher bekam er IMMER danach die Brust. Unser Problem ist, dass von heute auf morgen durch Medikamenteneinnahme meine Milch immer weniger wird. Trotz Abpumpen und auch beim Stillen selbst, merke ich, dass ich sehr oft keinen MSR habe. Gerade nachts habe ich ihn in den letzten beiden Tagen fast stündlich gestillt. Und trotzdem hat es sich nicht mehr reguliert. Das geht nun seit Dienstag so. Der Papa hat diese Woche noch Urlaub, sodass wir uns jetzt noch schnell umgewöhnen müssen. Ich liebe es ihn zu stillen und mir blutet jetzt schon das Herz. Aber es nützt nichts. Ich brauche dringend eure Hilfe und Unterstützung. Und eine Frage kam mir gerade in den Kopf: ist es pauschal zu sagen, ob ein Kind nachts Dutst/Hunger hat oder einfach nur die Nähe braucht? Unser Schatz ist noch bei uns im Schlafzimmer, aber im eigenen Bettchen. Wenn er nochmals aufwacht, bevor wir zu Bett gehen, dann geht auch oftmals der Papa. Aber dann brüllt er und gibt erst Ruhe, wenn er mich hat und im besten Fall seine Brust zur Beruhigung trinkt oder auch nur nuckelt. Ich danke euch für eure Unterstützung und hoffe, dass es nicht zu schwer wird und schmerzt...


Biggi Welter

Biggi Welter

Beitrag melden

Liebe PaChriPa, warum glaubst Du, dass die Milch weniger wird? Ich glaube eher, dass dein Baby bei dieser extremen Hitze Durst hat und vielleicht auch aufwacht, weil ihm die Hitze zu schaffen macht. Schluckt denn dein Kleiner beim Trinken über mehrere Minuten? Wenn ja, dann wird der Reflex schon ausgelöst, aber du spürst ihn eben nicht mehr so stark wie bislang. Es ist durchaus normal, dass sich das so einpendelt und dabei nicht mehr so deutlich zu spüren ist. Wenn er allerdings zu Beginn zappelt, kann es schon sein, dass der Reflex nicht sofort ausgelöst wird. Du kannst mal schauen ob es besser wird, wenn du vor Stillbeginn eine warme Auflage auf die Brust legst (z.B: ein kleines Kirschkernsäckchen). Wenn Du eigentlich nicht abstillen magst, dann würde ich das auch nicht tun. Selbst wenn die Milch weniger ist, dann ist das ok, so lange dein Kind die Brust akzeptiert, wird es einfach vermehrt trinken und die MIlvchmenge wird dadurch gesteigert. Wenn Du das nicht möchtest, braucht die Kind noch Milch, denn im ersten Jahr ist Milch die Hauptnahrunhgsquelle. Hast Du die Becherfütterung schon einmal probiert? Wenn du bei Youtube die Stichworte "Cup feeding" und "baby" eingibst, kannst du viele Videos finden auf denen zu sehen ist, wie das geht. Es ist in der Regel von Fütterer und Kind wirklich schnell gelernt und so wird auch eine Saugverwirrung sicher vermieden.. Wenn Du das nicht magst, helfen folgende Tipps: - Lass immer JEMANDEN ANDEREN die Flasche anbieten, mach es nie du selbst (vielleicht kannst du den nächsten Versuch ja auf ein Wochenende legen?). Es gibt einige Tricks, die helfen können: - versucht die Flasche anzubieten, wenn das Baby nicht allzu hungrig (zur regulären Stillzeit wird es keine Experimente mitmachen wollen) ist; - lass die fütternde Person das Baby ganz liebevoll halten, während die Flasche angeboten wird; - anstelle den Sauger in den Mund zu schieben, die Unterlippe damit kitzeln, damit das Kind selbst ihn nimmt; - dein Baby könnte in ein Kleidungsstück eingewickelt werden, welches nach dir riecht; - der Sauger der Flasche könnte mit warmen Wasser auf etwa Körpertemperatur gebracht werden; - probiert verschiedene Sauger - Silikon + Kautschuk, verschieden Formen, größere oder kleinere Sauger; - probiert verschiedene Trinkpositionen aus; - vielleicht geht es mit rhythmischen Schaukeln besser, auch Gehen kann Erfolg bringen. Einige Babys nahmen die Flasche, wenn sie im Autositz saßen, besser; - probiere, die Flasche zu geben, wenn dein Baby schläft; - gib nicht sofort auf, wenn es nicht klappt, probiert es weiter - aber bedenke auch, dein Baby kann auch (tagsüber) aus einer Tasse, vom Löffel, mit der (Kunststoff-) Pipette oder dem "Soft Cup" gefüttert werden - es muss nicht zwangsläufig eine Flasche sein. LLLiebe Grüße Bigg


PaChriPa

Beitrag melden

Liebe Biggi, Wir hatten in den 9 Monaten bereits zwei Mal durch Krankheit die Situation, dass meine Milch zurückging, sich dann aber wieder regulierte. Aber diesmal ist es anders. Meine Brust ist extrem weich, selbst Stunden nach dem Stillen. Das war immer anders, da konnte ich schon nach kurzer Zeit wieder auf eine vollere Brust zurückgreifen. Ich merke, dass es sich ändert, auch wenn unser Kleiner seine Art zu trinken nicht ändert. Es ist schwierig zu beschreiben, aber ich merke es eindeutig. Vielleicht liegt es auch am Medikament..


Bei individuellen Markenempfehlungen von Expert:Innen handelt es sich nicht um finanzierte Werbung, sondern ausschließlich um die jeweilige Empfehlung des Experten/der Expertin. Selbstverständlich stehen weitere Marken anderer Hersteller zur Auswahl.

Ähnliche Fragen

Hallo, Mein Sohn wird in sechs Wochen 3 Jahre alt. Er geht halbtags in den Kindergarten, den Rest der Zeit kümmere ich mich um ihn. Ich versuche ihn seit ca. 6 Monaten abzustillen. Zuerst haben wir es auf vier mal reduziert (morgens, Mittagsschlaf, abends und einmal nachts), dann habe ich versucht, es auf zweimal zu reduzieren, ohne nennenswert ...

Hallo, wir stillen immer noch :) Mein Sohn wird im Mai 2 Jahre und seit ein paar Wochen merke ich, dass er nur noch an der Brust "nuckelt" und eigentlich nicht mehr trinkt. Er trinkt 1x immer um ca. 23 Uhr richtig viel und die restlichen male nuckelt er nur wie bei eimem Schnuller. Er lässt sich aber anders (außer durch ewiges herumtragem) micht me ...

Hallo Frau Welter, ich bin leider total verunsichert und weiß nicht recht an wen ich mich wenden kann. Ich habe jetzt auch viele ähnliche Beiträge und Ihre Antworten dazu gelesen, aber nichts passt so richtig zu mir.  Mein Sohn wird in einem Monat 2 Jahre. Nach anfänglichen Problemen beim stillen, haben wir eine richtig schöne Stillzeit zusammen. M ...

Hallo, Meine Tochter ist 13 Monate alt und aufgrund einer anstehenden Kinderwunschbehandlung muss ich sie leider jetzt schon abstillen. Ich habe es bereits geschafft sie nachts abzustillen und sie schafft es mehrere Stunden zu schlafen, wacht aber dennoch öfter auf. Sie wird aktuell mehrmals gestillt: morgens nach dem aufwachen, mehrmals tagsüber ...

Hallo Biggi, meine Tochter ist 2 1/4 Jahre alt. Sie stillt noch sehr viel tagsüber und auch nachts noch häufig. Unsere Nächte sind oft sehr sehr unruhig und ich bin morgens völlig gerädert, da ich manchmal einfach nicht wieder in den Schlaf finde. Jetzt haben mein Mann und ich den Plan, unsere Tochter nachts abzustillen. Dazu möchte er die Nächte ...

Liebe Biggi,  ich hatte dir vor 2 Monaten geschrieben, dass ich einen Ausschlag unter der Brust habe und ich bei einer sehr unsensiblen Hausärztin war, die meinte ich müsse abstillen.  Nach deiner Rückmeldung hatte ich mich dagegen entschieden und erst mal abgewartet. Die Ärztin meinte es sei ein Pilz, allerdings hatte ich absolut keine Beschwerden ...

Hallo, Mein Sohn und ich stillen gerade ab. Er hat sowieso kaum noch getrunken und ich habe ihn zuletzt nur noch 1x am Tag aus Gewohnheit gestillt. Das haben wir jetzt auch ersetzt.  Ich habe nun seit drei Tagen gar nicht mehr gestillt und merke jetzt, dass meine Brust mittlerweile sehr schwer ist. Sie fühlt sich auch voll an, allerdings spannt sie ...

Hallo, Mein Sohn und ich stillen gerade ab. Er hat sowieso kaum noch getrunken und ich habe ihn zuletzt nur noch 1x am Tag aus Gewohnheit gestillt. Das haben wir jetzt auch ersetzt.  Ich habe nun seit drei Tagen gar nicht mehr gestillt und merke jetzt, dass meine Brust mittlerweile sehr schwer ist. Sie fühlt sich auch voll an, allerdings spannt sie ...

Ich stille gerade nachts ab. Tagsüber hat der Kleine nicht mehr getrunken.  Gerade ist der zweite Tag und meinf Brüste fühlen sich noch sehr unangenehm.  morgen haben wir Babyschwimmen. Jetzt mache ich mir Sorgen, dass ich mir dsbri vielleicht eine Brustentzündung zuziehen könnte oder das unangenehme Gefühl der sehr vollen Brüste damit noch verlän ...

Liebe Biggi, meine Tochter ist nun 7 Monate alt und das Stillen hat für uns beide immer prima funktioniert. Doch nun wird sie immer agiler und meine schon immer sehr üppige Milchproduktion macht mit inzwischen häufig Probleme. Ich möchte daher in den nächsten 2-3 Monaten langsam aber sicher abstillen. Dabei gibt es aber leider ein paar Hürden: ...