Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Abstillen

Frage: Abstillen

Madita2015

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Guten Abend, ich habe einen 19 Monate alten Sohn, der für sein Alter sehr gut entwickelt und auch eigenständig ist. Er isst sehr gut und auch viel bei uns vom Tisch mit. Mein Problem ist, dass er nicht ohne stillen, bzw. Es ist viel mehr nur ein munkeln ohne zu trinken, einschläft (mittags nach dem Essen, abendsund auch nachts wenn er aufwacht) . Ich kriege ihn einfach nicht anders zum einschlafen. Bei jemand anderem schläft er erst recht nicht ein. Er hat noch nie durchgeschlafen (er schläft bei uns im Bett) und wacht nachts noch immer 3-4 mal auf. Ich bin langsam wirklich am verzweifeln und weiß nicht wie ich mit dem stillen/buckeln aufhören soll. Ich bin außerdem in der 18.ssw und habe schon Angst davor was passiert wenn ich ins Krankenhaus muss und er bei meiner Mama schlafen muss oder wenn das Baby da ist. Ich hoffe sehr sie können mir helfen!! Vielen Dank!


Biggi Welter

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Liebe Madita2015, das Verhalten deines Kindes wird sicher von manchen Menschen als extrem anhänglich oder mutterfixiert bezeichnet, doch es ist ein vollkommen normales Verhalten für ein Baby. Es ist sogar wichtig, dass ein Kind zunächst eine feste und verlässliche Bindung zu einer Person aufbaut (und diese Person ist bei einem gestillten Kind naturgemäß fast immer die Mutter). Aufbauend auf dieser Erfahrung kann das Kind dann später seinen Horizont erweitern und Beziehungen zu anderen Menschen aufbauen. Doch das "Fundament" der engen Beziehung zur ersten Bezugsperson sollte fest sein und so zum Fundament der Beziehungsfähigkeit und Bindungsfähigkeit überhaupt zu werden. Wie schnell oder langsam das Kind dann seine Fühler ausstreckt und Kontakt zu anderen aufnimmt und dort Bindungen knüpft ist ebenso wie das Laufenlernen oder Sprechen von Kind zu Kind verschieden. Jedes Kind hat da seinen eigenen Zeitplan. Keine Angst, dein Kind wird weder ein "Muttersöhnchen" noch ein ewig unselbstständiger Mensch, sondern Du legst jetzt den Grundstock für einen in sich ruhenden, selbstbewussten und selbstständigen Menschen. Und auch die Tage nach der Geburt wird dein Kind überstehen! Die Oma und dein Baby werden es schaffen! Mein Mann ist damals mit dem Auto durch die Stadt gefahren und die Kinder haben Lichter gezählt, bis ihnen die Augen zufielen, an anderen Tagen durften die Kinder auf der Couch in Papas Arm einschlafen und wenn es gar nicht gegangen wäre, hätten Sie eben gekuschelt bis zum Umfallen ;-). Ich habe damals auch überlegt, ob ich abstillen sollte (ich musste ins Krankenhaus), aber so waren es einige wenige unruhige Nächte, die meinen Mann mehr gestresst haben, wie meinen Moritz ;-), der hatte nämlich eigentlich viel Spaß mit seinem Papa und war am Abend so platt, dass es gut geklappt hat. Sobald ich wieder daheim war, hat er sich auf mich gestürzt und er war glücklich, dass er wieder stillen durfte. Du wirst sehen, es wird klappen! LLLiebe Grüße Biggi


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