Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Abstillen

Frage: Abstillen

jessy1000

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Hallo ihr zwei! Oft habe ich hier Kraft bekommen und Zuspruch. Vielen Dank dafür. Ich habe ja schon einige Male an das Abstillen gedacht , aber bisher immer meinem Zwerg zuliebe weiter gestillt. Nun ist er 19 Monate . Irgendwie hab ich das Gefühl das mein Körper nun etwas " Ruhe" braucht. Ich bin so oft müde , obwohl er durchschlaft. Außerdem planen wir nun ein zweites Kind und möchte irgendwie nicht nahtlos übergehen . Ich denke es ist an der Zeit. Zum Einschlafen direkt braucht er die Brust nur noch selten. Meist trinkt er und schläft dann in seinem Bett ein. Sollte ich erst mittags aufhören und dann danach abends. Oder in einem Rutsch komplett? Seit er krank war hat er wieder bei uns geschlafen im Schlafzimmer . Soll ich ihn dazu wieder in sein Zimmer legen ? Kann ich ihn weiterhin ins Bett legen oder soll mein Mann das machen ? Fragen über Fragen. Danke euch sehr für eure Arbeit und wünsche euch einen schönen Tag. Liebste Grüße Jessy


Biggi Welter

Biggi Welter

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Liebe Jessy, jede Familie muss für sich selbst ausprobieren, was am besten funktioniert, doch nach meiner Erfahrung ist es wenig sinnvoll zuerst das abendliche Stillen ausfallen zu lassen. Günstiger ist es in den meisten Fällen zuerst das mittägliche Stillen einzuschränken und schließlich wegzulassen, dann das abendliche Stillen und zuletzt das Stillen in der Nacht. Wenn sie nun abstillen möchten, dann sprechen Sie mit Ihrem Kind darüber, dass eure Stillzeit nun langsam zu Ende geht und zeigen Sie ihm, dass Sie es selbstverständlich noch genau so lieb haben wie schon immer. Sie entziehen ihm die Brust aber nicht Sie selbst und Ihre Liebe. Dazu können Sie die Stillzeiten immer weiter verkürzen. Viele Mütter haben festgestellt, dass es wirksam und relativ wenig belastend ist, ein Kind so oft anzulegen, wie es möchte, aber es nicht so lange zu stillen. Sie können Ihr Kind eine kleine Weile anlegen und es dann ablenken oder ihm etwas zu essen oder zu trinken anbieten. Eine andere Möglichkeit ist es, dass statt Ihnen, Ihr Partner die Nachtschicht bzw. das zu Bett bringen zum Teil übernimmt. Also nicht Sie wenden sich jedes Mal Ihrem Kind zu, sondern ihr wechselt euch ab und da ein Mann keine Brust zum Stillen hat, wird er euer Kind auf andere Weise beruhigen müssen. Sie können Ihr Kind ja zuerst (kurz) stillen und dann Ihrem Partner übergeben. Das Verändern von Ritualen kann helfen. Das kann auf verschiedene Art und Weise möglich sein. Ihr könnt ein festes Ritual mit Kuscheln und Vorlesen oder Geschichte erzählen einführen. Viele Eltern beginnen auch bereits bei einem wenige Monate alten Baby damit, den Tag am Abend noch einmal Revue passieren zu lassen und so ein Gespräch (das sich im Laufe der Zeit dann entwickeln wird) über die Erlebnisse, Freuden, aber auch Sorgen und Nöte des Kindes zu führen. Durch solch ein Gespräch bleiben Eltern dann auch in engem Kontakt mit ihrem Kind und der leider viel beobachtet Sprachlosigkeit zwischen Eltern und Kind kann entgegengewirkt werden. Wenn Ihr Partner nicht einspringen kann, bleibt es an Ihnen, Ihr Kind auf andere Weise zu trösten und zu beruhigen und ihm einen Ersatz für die Brust anzubieten. In dieser Situation ist ein Nachthemd bzw. Kleidung, die sich vorne nicht öffnen lässt oft hilfreich. Wichtig ist, dass Ihr Kind weiterhin Ihre Liebe und Zuneigung spürt und Sie nicht gleich die Geduld verlieren, wenn es nicht so schnell klappt mit dem Abstillen. Viele Frauen glauben, dass sie sich beim Abstillen vom Kind distanzieren müssen, aber genau das Gegenteil ist der Fall. Deshalb halte ich auch nicht viel von der Lösung, dass die Mutter einige Tage alleine verreist. Diese plötzliche Trennung kann das Kind in tiefe Trauer und Verzweiflung stürzen und vor allem: Was macht die Mutter, wenn das Kind nach der Rückkehr doch wieder an die Brust will? Probieren Sie es einmal mit immer kürzerem Stillen und viel Kuscheln. LLLiebe Grüße Biggi Welter


jessy1000

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Hallo Biggi. Vielen Dank. Werde es mal versuchen . Reden tu ich schon immer mit ihm über das Stillen, aber er macht mir deutlich das er weiter stillen mag. Wenn ich sag das es was für Babys ist sagt er er ist ein Baby ;-) Oder protestiert schon wenn ich sag das wir es abschaffen. Er trinkt nur noch mittags und abends wenn es ins Bett geht . Oder wenn er mal wach wird. Naja werden es auch irgendwann schaffen. Vielen Dank an dich. Du machst das hier echt toll und fühle mich echt verstanden. Schönen Tag dir . Lg


Jendriks_Mama

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Huhuu, Vielleicht hilft Dir das Buch "schlafen statt schreien" von Elizabeth Pantley. Sie geht darin speziell auf die Situationen - Ohne stillen einschlafen - Im eigenen Bett schlafen - Einschlafbegleitung durch Papa - uvm ein. Vielleicht kannst Du den ein oder anderen Tipp umsetzen. LG Sarah mit Jendrik


jessy1000

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Danke habe das Buch . Vielleicht sollte ich es mal fertig lesen. :-D Schönen Tag euch


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